Thalwil

Gemeinderat intervenierte im Knatsch um Fussballtribüne

Nun hat das Bauamt die neue Tribüne des FC Thalwil freigegeben. Ein Gemeinderat hatte eingegriffen.

Die neue Tribüne des FC Thalwil wurde für den Spielbetrieb freigegeben.

Die neue Tribüne des FC Thalwil wurde für den Spielbetrieb freigegeben. Bild: Markus Hausmann

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Der FC Thalwil wurde die letzten Monate auf die Geduldsprobe gestellt. Im August hätte er seine neue Stahlrohrtribüne mit 480 gedeckten Sitzplätzen eröffnen wollen. Doch das Thalwiler Bauamt monierte diverse Mängel an der Konstruktion und verbot darum die Benutzung, solange die Fehler nicht behoben seien. Ende Oktober, als diese Zeitung darüber berichtete, war die Tribüne deshalb noch immer Sperrzone – was die Nerven von FC-Präsident Roger Leutwyler arg strapazierte.

Inzwischen hat sich die Situation gewendet. Am Donnerstag habe die Gemeinde die Tribüne freigegeben, teilt Leutwyler mit und ergänzt: «Endlich haben wir erhalten, was uns schon lange zusteht.»

Es soll Ruhe einkehren

Wie kam es, dass die Freigabe nun plötzlich schnell über die Bühne gehen konnte? Der FC-Präsident sagt, es habe mit dem Engagement von Gemeinderat und Liegenschaftenvorstand Andreas Federer (CVP) zu tun, «dem wir dafür sehr dankbar sind».

Federer selber bestätigt auf Anfrage, er habe sich eingeschaltet, nachdem er aus den Medien von der zerfahrenen Situation zwischen Fussballclub und Bauamt erfahren habe. «Ich wollte dafür sorgen, dass wieder Ruhe einkehrt und die beiden Seiten sich nicht länger die Köpfe einschlagen.» Federer ist selber Bauingenieur mit eigener Firma. Dem FC Thalwil und der für den Tribünenbau beauftragten Generalunternehmerin Continium AG habe er darum angeboten, sie mit dem Knowhow seines Geschäfts zu unterstützen.

«Endlich haben wir erhalten, was uns schon lange zusteht.»Roger Leutwyler, Präsident FC Thalwil

Im Grunde sei es nur noch darum gegangen, verschiedene sicherheitstechnische Erfordernisse rechnerisch nachzuweisen. «So konnten wir nun zum Beispiel belegen, dass das schräge Blechdach der Tribüne auch bei starkem Wind hält». Auch habe sein Büro berechnet, dass die Gerüstpanelen sogar Schwingungen durch hüpfende Zuschauer standhalten würden. «Die Tribüne ist voll und ganz funktionstüchtig», versichert Federer. Den angefallenen Arbeitsaufwand habe er dem FC, im Sinne eines Sponsorings, nicht verrechnet.

Nun also kann der Fussballclub die Tribüne einweihen. Dies tut er am Samstagnachmittag um 16 Uhr. Dann empfängt die erste Mannschaft auf dem Sportplatz Brand II den FC Tuggen, Tabellenführer in der 1. Liga.

Erstellt: 08.11.2019, 17:38 Uhr

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