Geburten

Geburtenrekord in zwei Spitälern

Fast 4'000 Babys kamen im Jahr 2019 in den vier Spitälern in den Bezirken Horgen und Meilen zur Welt. Sowohl das See-Spital als auch das Spital Männedorf verzeichneten erneut ein Rekordjahr.

Zwei Regionalspitäler in der Zürichseeregion verzeichneten 2019 ein Rekordjahr bei den Geburten.

Zwei Regionalspitäler in der Zürichseeregion verzeichneten 2019 ein Rekordjahr bei den Geburten. Bild: Keystone

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732 Kinder sind letztes Jahr im See-Spital zur Welt gekommen. Das sind mehr, als im Vorjahr, in dem bereits ein Geburtenrekord verzeichnet wurde. Mit 587 Entbindungen sind im Spital Männedorf ebenfalls noch nie so viele Kinder geboren wie im Jahr 2019.

Die Geburtenzahlen des Spitals Zollikerberg nahmen leicht ab. Aber mit 2199 Geburten erblickten hier trotzdem mit Abstand die meisten Kinder der Bezirke Horgen und Meilen das Licht der Welt. Im Paracelsus Spital wurden hingegen deutlich weniger Babys geboren. Vergleicht man die Zahlen mit dem Rekordjahr 2016 liegt die Abnahme der Geburten bei 36,5 Prozent.

Chefarztwechsel führt zu Geburteneinbruch

Als Grund für die rückläufigen Zahlen gibt der Paracelsus Spital einen Chefarztwechsel in der Gynäkologie und Geburtshilfe an. Angela Kuck hat nach 16 Jahren ihren Chefarztposten im November 2017 abgegeben. Die Position wurde nicht sofort wieder besetzt, wodurch eine Art «Vakuum» entstand, wie es der Spital bezeichnet. Durch das Fehlen eines Chefarztes und seinen Sprechstunden seien die Zuweisungen sowie die Anzahl der Geburtenanmeldungen gesunken.

Der Verwaltungsrat des Paracelsus Spitals wählte im Januar 2018 Nuray Cimin-Bredée zur neuen Chefärztin der Frauenklinik. In ihrer Amtszeit erholten sich die Zahlen jedoch nicht und die Ärztin blieb nur für circa ein Jahr in Richterswil.

Im März 2019 trat Eberhard Arnold die Nachfolge von Nuray Bredée an. Das Spital erhofft sich durch die Neubesetzung einen erneuten Aufwärtstrend. Dieser sei schon zu spüren, teilt der Paracelsus Spital mit. Seit der Wiedereröffnung der Chefarzt Sprechstunde seien die Geburtenanmeldungen stetig am steigen.

Weniger Spontangeburten

Im Paracelsus Spital kommen lediglich 22,8 Prozent der Kinder per operativem Eingriff zur Welt. Damit ist der Anteil an Spontangeburten in dieser Klinik am höchsten. Trotzdem ist die Anzahl der Kaiserschnitte im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Gleiches gilt für die anderen drei Spitäler. Die höchste Kaiserschnittrate verzeichnet der Spital Zollikerberg mit 39 Prozent.

Eduard Vlajkovic, Chefarzt der Frauenklinik Zollikerberg, meint dazu, dass die Kaiserschnittraten in den letzten Jahren eigentlich recht stabil waren. Betrachtet man hingegen einen längeren Zeitraum von mehreren Jahrzehnten, gäbe es heutzutage schon deutlich mehr Schnittentbindungen. «Die werdenden Mütter sind heute oft über 40 Jahre alt oder sogar über 50.

Mit dem höheren Alter der Patientinnen steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen und damit für einen Kaiserschnitt», sagt Vlajkovic. Ausserdem dürfe man heute selbst wählen, wie das eigene Kind zur Welt kommt. Diese freie Wahl habe die Zahl der Kaiserschnitte über die Jahre auch erhöht.

Erstellt: 12.02.2020, 11:41 Uhr

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