Spitäler

Fusion der Rettungsdienste auf Eis gelegt

Die Rettungsdienste der Spitäler Lachen, Einsiedeln und des See-Spitals mit Standorten in Horgen und Kilchberg wollten fusionieren. Daraus wird aber vorerst nichts.

Der Rettungsdienst des See-Spitals bleibt vorerst eigenständig. Aus einer Fusion mit den Spitälern Lachen und Einsiedeln wurde nichts.

Der Rettungsdienst des See-Spitals bleibt vorerst eigenständig. Aus einer Fusion mit den Spitälern Lachen und Einsiedeln wurde nichts. Bild: Archiv ZSZ

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Das Ziel war eine einheitliche Rettungsdienstversorgung am linken Zürichsee-Ufer. Mit einer Fusion der Rettungsdienste der Spitäler Lachen, Einsiedeln und des See-Spitals mit den Standorten Horgen und Kilchberg hätte dieses Ziel erreicht werden sollen. Die drei Rettungsdienste wollten dazu eine eigenständige Aktiengesellschaft namens «Rettungsdienst Zürisee AG» gründen.

Die drei Spitäler haben über die Umsetzung bereits mehrere Gespräche geführt. Wie das «Höfner Volksblatt» berichtet, sei die geplante Fusion aber sistiert worden. Gründe seien gemäss Voranschlag 2019 des Bezirks Höfe «unterschiedliche Auffassungen der involvierten Parteien.»Damit sind vor allem die parallel laufenden Gespräche der Spitäler Lachen und Einsiedeln gemeint, welche eine mögliche Fusion prüfen.

Weitere Gespräche sind nicht ausgeschlossen

Für immer vom Tisch ist ein Zusammenschluss der Rettungsdienste aber nicht. «Wenn die Art der Zusammenarbeit zwischen Lachen und Einsiedeln definitiv geklärt ist und die Bedingungen für alle stimmen, besteht die Möglichkeit, dass wir die Gespräche wieder aufnehmen», sagt Manuel Zimmermann, Leiter Kommunikation und Marketing des See-Spitals. In der Zwischenzeit wollen die drei Rettungsdienste weiterhin selbstständig agieren und Synergien untereinander nutzen.

Eine Kooperation zwischen den Rettungsdiensten besteht bereits. Das See-Spital und das Spital Lachen teilen sich den Notarztdienst in wöchentlich alternierenden Einsätzen. Trotz den vorerst geplatzten Verhandlungen um einen gemeinsamen Rettungsdienst soll die bestehende Zusammenarbeit beibehalten werden. Auch auf die Rettungsversorgung im Bezirk haben die auf Eis gelegten Gespräche keinen Einfluss. «Auch wenn sich unser Angebot auf das Gebiet des Bezirks Horgen beschränkt, kann dessen Bevölkerung nach wie vor auf ihren Rettungsdienst zählen», sagt Zimmermann. Andere Fusionspartner kämen nicht in Frage.

Erst im März dieses Jahres hat das See-Spital am Standort Kilchberg einen Stützpunkt mit einem Rettungsteam und einem Krankenwagen eingerichtet. Damit gewinnen die Ärzte rund zehn Minuten Zeit für Notfallpatienten in der Region von Adliswil und Rüschlikon. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 21.11.2018, 15:53 Uhr

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