Kilchberg

Frühlingserwachen für neuen Stockengut-Laden

Auf dem Stockengut öffnet bald ein neuer Hofladen. Die Kinder erhalten einen Spielplatz und die Esel und Ziegen eine neue Bleibe. Auf einem Baustellenrundgang sprach Bauvorsteherin Judith Bellaiche über den bevorstehenden «krönenden Abschluss» der Neuausrichtung des Hofs.

Der Hofladen im Stockengut befindet sich im ehemaligen Schweinestall. Er soll demnächst fertig werden.

Der Hofladen im Stockengut befindet sich im ehemaligen Schweinestall. Er soll demnächst fertig werden. Bild: Sabine Rock

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Wo einst auf dem gemeindeeigenen Pachtbetrieb Uf Stocken in Kilchberg das Borstenvieh grunzte, wird die Bevölkerung in wenigen Wochen einkaufen können. Der neue, attraktivere, rund 70 Quadratmeter grossen Hofladen im einstmaligen Schweinestall wurde seit letztem September für den neuen Zweck umgebaut und ersetzt den Kleinladen nahe der Hofeinfahrt. Dafür und für einen neuen Spielplatz, die Aufwertung von Grünflächen sowie die Umplatzierung von Eseln und Geissen hatten die Kilchberger Stimmbürger 2015 einen Zusatzkredit von knapp einer Million Franken bewilligt. Wenn auch nur hauchdünn mit gerade einmal 19 Stimmen Unterschied.

Abschluss in knapp drei Wochen

Mittlerweile sind die Bauarbeiten schon so weit fortgeschritten, dass sie aller Voraussicht nach bis zum 20. März abgeschlossen werden können. Und zwar unter Einhaltung des Kostenrahmens, wie Kilchbergs Bauvorsteherin Judith Bellaiche(GLP) am Dienstag bei einem Presserundgang auf dem Hof bekannt gab. Somit könnten nun Laden, Küche, Kühlräumlichkeiten und weitere Nebenräume, die bislang dezentral auf dem Hof verteilt waren unter einem Dach vereint und damit auch Betriebsabläufe vereinfacht werden. Und die Kilchberger Gemeinderätin nannte auch noch einen weiteren Vorteil: Anders als beim bisherigen kleineren Laden hinter dem Eingangsbogen zum Gehöft, kommen sich Kunden und Autos am neuen, nunmehr praktisch autofreien Standort auch nicht mehr in die Quere.

Zumindest in seinem äusseren Erscheinungsbild aber bleibt der alte Schweinestall bis auf ein neues Vordach über dem Eingang unverändert. Dort werden später im Freien Gemüse- und Obstauslagen und ein paar Tischchen zum Verweilen aufgestellt. Drinnen aber hat sich einiges getan: Im Kopfbau des lange Zeit verwaisten Gebäudes haben die Bauarbeiter eine Zwischendecke eingerissen, um grosszügig Raum für das neue Verkaufslokal zu schaffen. Erhellt wird es durch Tageslicht, das durch die gläserne Eingangsfront fällt. Momentan sind die Bauarbeiter noch daran, die Wände mit Span- und Holzzementplatten auszukleiden, derweil in einer Ecke bereits eine Kühlvitrine steht. Auf dem Hof mit Mutterkuhhaltung können die Kunden künftig dort im Laden auch spontan kleinere Portionen Frischfleisch beziehen, und nicht mehr bloss wie bis anhin grössere Mengen auf Vorbestellung. Einzig die Lebensmittelautomaten bleiben vorderhand noch nahe des alten Standorts.

Geruchsdämmung ist unabdingbar

Weit fortgeschritten ist auch der Innenausbau der modernen, neuen Küche mit Produktionsraum. Von dort hat das Personal direkten Zugang und auch Einblick in den Laden. Ergänzt wird der neue Hofladen auch noch durch ein Lager, einen Kühlraum, eine Tiefkühlzelle sowie Toiletten und Garderobe. Zu den besonderen Herausforderungen der Umnutzung in einen Laden mit Küche gehörte die Verbannung jeglicher tierischer Gerüche des früheren Mastbetriebs. Dank dem Einbau von Abdichtungsfolien sei dies denn auch vollumfänglich gelungen, versichert der zuständige Architekt Eric Labhard. Und das soll auch so bleiben, wenn im hinteren Teil des Gebäudes die bis zu vier Esel und acht Ziegen des Hofes in baulich leicht angepasste ehemalige Schweinestallungen umquartiert werden.

Das Aussengehege der neuen vierbeinigen Bewohner dort schliesst direkt auf der Seite gegen das Sihltal hin an. Und liegt damit im Blickfeld der Kinder, die dort in der Nachbarschaft in einem «naturnahen» künftigen Spielplatz am Bachlauf im Schatten heutiger sowie neuer Bäume herumtollen können. Mit dem Abschluss dieser letzten Bauetappe finde die von Kilchberg über Jahre mit Geldern in Millionenhöhe vorangetriebene Neuausrichtung des Hofes zu einem extensiv bewirtschafteten Betrieb ihren «krönenden Abschluss», meinte Judith Bellaiche. Gebührend gefeiert werden soll dies und die Einweihung des Hofladens auf dem Stockengut am Samstag, 8. April um 12 Uhr mit einem Fest samt Apéro für die ganze Bevölkerung.

Erstellt: 01.03.2017, 16:16 Uhr

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