Adliswil

Einsprachen verzögern 14-Millionen-Projekt in Adliswil

Der Kanton will auf der Zürichstrasse eine neue Verkehrssteuerung mit drei Lichtsignalanlagen erstellen. Momentan verhindern jedoch Einsprachen den geplanten Baustart im nächsten Jahr. Der Regierungsrat geht daher im Frühling nochmals über die Bücher.

Die Zürichstrasse in Adliswil-Nord soll drei Lichtsignalanlagen erhalten.

Die Zürichstrasse in Adliswil-Nord soll drei Lichtsignalanlagen erhalten. Bild: Moritz Hager

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Das Adliswiler Gebiet Dietlimoos wird in den nächsten Jahren wachsen. Ein neues Schulhaus entsteht und nördlich davon zusätzlich 400 weitere Wohnungen. Damit die Zürichstrasse den dadurch entstehenden Mehrverkehr aufnehmen kann und vom Durchgangsverkehr entlastet wird, setzt der Kanton im Abschnitt ab der Höhe des Adliswiler Feuerwehrdepots in der Tüfi bis zur Coop-Tankstelle beim Autobahnzubringer verschiedene Dosierungsmassnahmen um. Denn mit dem Bau der Westumfahrung Zürich und der damit verbundenen Entlastung des Sihltals soll der Verkehr nach Zürich laut Kanton primär über die Sihltalstrasse geführt werden.

Geplant war der Baustart für nächstes Jahr. Durch Einsprachen verzögern sich die Arbeiten nun aber um ein weiteres Jahr. Thomas Maag, Mediensprecher der kantonalen Baudirektion, kann aufgrund des Persönlichkeitsschutzes keine detaillierten Auskünfte über die Einsprachen geben. Er sagt lediglich: «Es sind acht Einsprachen eingegangen. Teilweise sind diese projektbezogen, teilweise enteignungsrechtlicher Natur.» Der Kanton suche mit allen das Gespräch und habe sich bereits mit einigen Einsprechern einigen können. «Über alle Einsprachen, bei denen keine Einigung zustande kommt, wird im nächsten Frühling der Regierungsrat befinden».

Sprich: Der Regierungsrat wird entscheiden, ob auf die Einsprachen einzugehen ist, oder ob er an dem Projekt festhält, wie es ist. Sollte er keine Änderungen am Projekt vornehmen, bleibt den Einsprechern die Möglichkeit, die Streitpunkte ans Verwaltungsgericht weiterzuziehen.

Kosten von 14,3 Millionen

Das kantonale Tiefbauamt ist aber optimistisch, dass sich das Projekt durch die Einsprachen um höchstens ein Jahr verschieben wird und die Arbeiten somit im 2019 starten können. Geplant sind drei neue Licht­signal­anlagen entlang der Zürich­strasse. Die erste soll bei der Abbiegung zur Sportanlage Tüfi zu stehen kommen, die zweite beim Grüt-Park und die dritte bei der Kreuzung vor dem Hotel Ibis. Ebenfalls ist eine sogenannte Busbevorzugungsanlage mit zentraler Busspur geplant.

Die Kosten für die Arbeiten belaufen auf 14,3 Millionen Franken. Der Anteil der Stadt Adliswil beträgt dabei rund 5,8 Millionen. Die Kosten für Adliswil setzen sich vor allem zusammen aus einer gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung bei den drei Lichtsignalanlagen und den entsprechenden Linksabbiegespuren sowie Werkleitungssanierungen. Letztere Arbeiten sollen Ende 2018 beginnen - also kurz bevor die Arbeiten des Kantons geplant sind, die dann rund 18 Monate dauern werden.

Baueingabe für Schulhaus

Neben der Strassensanierung der Zürichstrasse Nord warten die Bewohner im Neuzuzügergebiet Dietlmoos auch auf das neue Schulhaus und die zusätzlichen Wohnungen. Wann genau diese Arbeiten beginnen, ist momentan noch unklar. Beim Schulhausbau ist die Baueingabe bei der Stadt bereits erfolgt. Der nächste Schritt hier wird sein, dass das Projekt öffentlich aufgelegt wird. Dabei besteht die Möglichkeit für Einsprachen. Der Bau der rund 400 Wohnungen befindet sich noch in der Projektierungsphase - hier ist noch keine Baueingabe bei der Stadt erfolgt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.10.2017, 16:39 Uhr

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