Horgen

Ein neues Sprachrohr für die Fasnächtler

Elf Fasnachtsgruppierungen haben neu das Fasnachtskomitee gegründet. Bei dieser Dachorganisation sollen die Fäden für die fünfte Jahreszeit zusammenlaufen.

Der Horgner Fasnacht geht die Besucher aus – ein Fasnachtskomitee soll Abhilfe schaffen.

Der Horgner Fasnacht geht die Besucher aus – ein Fasnachtskomitee soll Abhilfe schaffen. Bild: André Springer

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Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, werden oft viele Ressourcen verbraucht. In der Horgner Fasnachtsszene wollen die Vereine nun zusammenspannen, um so gemeinsam die Koordination der Horgner Fasnachtsveranstaltungen besser angehen zu können. Zu diesem Zweck haben sich vor einer Woche Vertreter von allen elf Fasnachtsvereinen getroffen und das Horgner Fasnachtskomitee gegründet.

Komitee als Sprachrohr

Das Horgner Fasnachtskomitee versteht sich als Bindeglied zwischen den Fasnachtsvereinen und den Gemeindebehörden sowie den Schulen und Ortsvereinen. «So können die Fasnachtsvereine untereinander kommunizieren und gleichzeitig dient das Komitee als Sprachrohr nach aussen», sagt Dani Zuber, Mitinitiant des Horgner Fasnachtskomitees und Präsident der Narrenprinzen. Ziel sei es, die Horgner Fasnachtsveranstaltungen zu koordinieren und auszubauen. Gleichzeitig bleibe jeder Fasnachtsverein nach wie vor autonom und bestimme seine Aktivitäten selbst. Aktiv in Kraft tritt das Komitee für die Fasnacht 2021.

Informationsfluss bündeln

«Die Idee des Komitees ist, dass nicht jeder Verein alles alleine machen muss, wie zum Beispiel Bewilligungen einholen oder mit den Schulen und den Ortsvereinen zusammenarbeiten», sagt Dani Zuber. Nachwuchs sei wichtig und das Komitee hofft, mit einem gebündelten Informationsfluss zum Beispiel in den Schulen, Werbung für die Fasnacht zu machen und wieder mehr Kinder – auch aus anderen Kulturen – für die Fasnacht zu begeistern.

Ausserdem sieht das Komitee das Einsetzen von weiteren Gremien für bestimmte Aktivitäten, wie zum Beispiel die Organisation von Jubiläen oder neuen Veranstaltungen, als seine Aufgaben. Anfallende Kosten werden unter den Gruppierungen und Vereinen paritätisch aufgeteilt, welche die kostenverursachenden Massnahmen beanspruchen.

Weniger Besucher

Immer weniger Besucher kamen in den letzten Jahren an die Horgner Fasnacht und viele Wirte dekorierten ihre Beizen nicht mehr. Selbst der einst beliebte Kudiball wurde mangels Teilnehmerzahl aufgegeben. Diesem Trend wollten Dani Zuber von den Narrenprinzen, Wädi Egloff von der Gruppe Glüehwürm und Marc Fritschi von den Schönegglern nicht länger zuschauen und kamen auf die Idee, das Komitee zu gründen.

Die Drei sprachen auch bei der Gemeinde vor und setzten sich nach einem demokratischen Mehrheitsentscheid aller Fasnachtsvereine für eine Verschiebung der Fasnacht ab 2021 auf ein fixes Wochenende ein. Sie erreichten schliesslich in Absprache mit den anderen Vereinen, dass der Fasnachtsmontag ab 2021 immer in der Kalenderwoche 6, am Montag vor den Sportferien, stattfindet.

Helfende Hände für Umzug

Nicht einverstanden zeigten sich mit dem neuen Datum die Neudörfler. Sie sahen damit finanzielle und organisatorische Schwierigkeiten für die Durchführung des Fasnachtsumzugs auf sich zukommen und kündigten ihren Rückzug als Umzugsorganisatoren an. Das letzte Wort ist dazu jedoch noch nicht gesprochen, denn das neu gegründete Komitee möchte den Neudörflern bei der Organisation unter die Arme greifen. «Die Aufgaben könnten besser verteilt werden», sagt Tajana Bessling, Aktuarin der Neudörfler. Noch sei die Situation so kurz nach der Gründung des Komitees zu ungewiss, um definitiv zu sagen, ob und in welcher Form sich die Neudörfler an der Durchführung des Umzugs beteiligen werden.

Eins steht allerdings fest. Die Fasnacht 2020 findet wie gehabt statt und auch der Umzug wird wie eh und je am 1. März begleitet von Guggenmusik, aufwändig dekorierten Wagen und viel Konfetti durchs Dorf ziehen.

Erstellt: 08.11.2019, 14:27 Uhr

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