Hirzel

Die schönsten Wiesen gibts in der Region

Am Samstag wurden in Hirzel die biologisch wertvollsten Wiesen im Südwesten des Kantons Zürich prämiert. Der Grossteil der ausgezeichneten Wiesen befindet sich in den Bezirken Horgen und Meilen.

Jakob Schmid-Birri (links) aus Meilen holte sich den Sieg in der Kategorie Ansaatwiesen, während sich Gastgeber Marcel Aschwanden vom Hirzel über zwei zweite Plätze freuen konnte.

Jakob Schmid-Birri (links) aus Meilen holte sich den Sieg in der Kategorie Ansaatwiesen, während sich Gastgeber Marcel Aschwanden vom Hirzel über zwei zweite Plätze freuen konnte. Bild: André Springer

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Den Sommer hindurch konnten Bauern aus den südwestlichen Gemeinden des Kantons Zürich an einem Wettbewerb teilnehmen, den es zuvor in der Region noch nie gegeben hat. Während der Wiesenmeisterschaft hat eine fünfköpfige Fachjury anhand botanischer und ökologischer Kriterien die schönsten Wiesen im Kanton gesucht – und gefunden.

Am Samstag fand der Wettbewerb in Hirzel mit der Preisverleihung seinen Abschluss. Auf dem Betrieb von Landwirt Marcel Aschwanden wurden die zwölf schönsten Ökowiesen im Wettbewerbsgebiet ausgezeichnet, acht davon befinden sich in den Bezirken Horgen und Meilen. Ökowiesen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht gedüngt und nur selten geschnitten werden. Der direkte Ertrag für den Landwirt ist klein. Weil in die Naturwiese dafür nur wenig eingegriffen wird, ist dort die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren gross.

81 Flächen bewertet

Zweimal mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurden Ökowiesen von Gastgeber Marcel Aschwanden im Dürenmoos. «Ich habe mich für den Wettbewerb angemeldet, um zu sehen, wie ich im Vergleich mit anderen Bauern dastehe», sagt er. Insgesamt wurden 81 Wiesen von über 40 Bauern ausgewertet. Es mache ihn stolz, dass seine Wiesen so weit vorne in der Rangliste gelandet seien. Er sieht den Wettbewerb als grossen Gewinn an: «Die Experten von den kantonalen Ämtern erfahren mehr darüber, wie wir Landwirte unsere Grünflächen unterhalten und wir können vom Wissen der Fachpersonen profitieren», sagt Aschwanden.

Auch Landwirt Jakob Schmid-Birri aus Meilen freut sich über den Sieg seiner Ansaatwiese, welche er 1994 begrünte. Dass ein schonender, aber bewusster Unterhalt der Wiese die Biodiversität erhöht, ist ihm schon oft aufgefallen. «Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viele Insekten sich auf dem Feld befinden, dabei mähe ich die Wiese nur einmal pro Jahr im August.» Rund 17 Prozent seiner Landfläche bewirtschaftet Schmid-Birri auf diese Art und Weise. Um Unterstützungsbeiträge vom Kanton zu erhalten, wären bloss sieben Prozent nötig.

Erstellt: 23.09.2018, 15:28 Uhr

Der Wettbewerb

Regionale Wiesenmeisterschaften gibt es in der Schweiz bereits seit 2007. Deren Durchführung wird von einer nationalen Trägerschaft unter der Führung der IG Kulturlandschaft gefördert. Von 2018 bis 2020 findet die Veranstaltung im Kanton Zürich statt, jedes Jahr in einem anderen Teil. Dieses Jahr lief der Wettbewerb in den Gebieten Limmattal, Knonauer Amt, Albis-Zimmerberg, rund um den Zürichsee sowie im Grossraum Zürich.

Bauern konnten bis zu drei Naturwiesen ab einer Fläche von mindestens zehn Aren in einer von vier Kategorien anmelden: Blumenwiesen, Halbtrockenrasen, Feuchtwiese und Ansaatwiesen. Bewertet wurde die Struktur und Grösse der Wiese, Pflanzenvielfalt, seltene Arten sowie eine fachgerechte Bewirtschaftung. Die ersten drei Plätze je Kategorie erhalten ein Preisgeld von 2000, 1000 und 500 Franken. (ret)
www.wiesenmeisterschaft.ch

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