Wädenswil

Die schönsten Kühe kommen aus Hütten und Hirzel

Mit der Wädenswiler Viehschau ist die Viehschausaison im Bezirk Horgen zu Ende gegangen. Nebst den drei Missen Wädenswil wurden auch noch die beiden Bezirksmissen gekürt.

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Mehrere Hundert Frauen, Männer und Kinder versammelten sich am Donnerstag auf dem Ödischwend. Der Verein zur Hebung der Viehzucht veranstaltet dort seit vielen Jahren die Wädenswiler Viehschau. Obwohl jedes Jahr weniger Bauern mit ihrem Vieh teilnehmen – immer mehr stellen auf Mutterkuhhaltung um – halten die Organisatoren am Anlass fest. «Es ist ein richtiges Volksfest, das muss es einfach weiterhin geben», findet Beni Schuler vom OK.

Rund 380 Tiere brachten die 14 Bauern aus Wädenswil und Schönenberg auf den Festplatz. «Sehr gute Qualität», kommentierte ein Bauer, der extra aus dem Kanton Schwyz angereist ist. Auch die Richter zeigten sich mit den Tieren in Wädenswil zufrieden. «Die Tiere sind von guter Qualität und es ist jedes Jahr eine tolle Viehschau», meinte Stefan Knecht. Zusammen mit seinen Kollegen begutachtete und beurteilte er das Vieh, um von jeder Abteilung eine Siegerin zu wählen, die dann um den Missen-Titel buhlen durfte.

Bena ist die leistungsstärkste Kuh

Wenn auch ausser Konkurrenz, erhielt eine Kuh eine spezielle Auszeichnung. Bena ist die leistungsstärkste Kuh. Das heisst, sie hat am meisten Milch von allen Kühen auf dem Platz gegeben. Nämlich 113977 Kilo. Bena ist schon 19 Jahre alt und hat bereits 15 Mal gekalbert. Ihr 16. Kind ist unterwegs. «Wenn alles gut geht, sollte es am Silvester zur Welt kommen», sagte Emil Stocker vom Neuhof in Schönenberg. Er ist der stolze Besitzer von Bena und freute sich sehr über die spezielle Ehrung. Als unauffällige, zufriedene Kuh mit sehr guter

Emil Stocker verlud 17 seiner Tiere und brachte sie vom Berg nach Wädenswil an die Schau. Einige Abteilungssiegerinnen und einen Schöneuterpreis nahm er mit nach Hause. Zum Miss-Wädenswil-Titel reichte es dieses Jahr nicht. Diesen holte sich in der Kategorie Brown-Swiss «Rialta» von Koni Gwerder. Beim Original-Braunvieh wurde «Frispy» von Paul Korrodi zur Siegerin gewählt und Miss Wädenswil Fleckvieh wurde «Argentina» der Familie Höhn, die den Titel bereits zum dritten Mal hintereinander geholt hat.

Nur zwei Bezirksmissen

Speziell an der Wädenswiler Viehschau ist jeweils auch, dass am Schluss noch die Bezirksmissen gekürt werden. Dabei buhlen alle Missen von allen Viehschauen, die im Bezirk stattgefunden haben, um das Krönchen oder in diesem Fall um die Glocke. Wurden bei den Miss Wädenswil-Wahlen drei Kühe gekürt, so waren es bei den Bezirksmissen nur zwei. Eine in der Kategorie Brown-Swiss und eine beim Original-Braunvieh. «Um eine Bezirksmiss zu wählen, müssen mindestens vier Tiere an der Wahl teilnehmen», erklärte Beni Schuler. Da es vom Fleckvieh nicht genügend Kandidatinnen gab, wurde von dieser Rasse keine Bezirksmiss gekrönt. Kurz nach 15 Uhr stand mit der Miss Bezirkswahl ein letzter Höhepunkt auf dem Programm.

Die Richter machten es sich nicht einfach, liefen mehrmals um die Tiere herum, begutachteten sie von allen Seiten und diskutierten viel. Schlussendlich durfte sich beim Original-Braunvieh Miss Hütten «Viola» von Andreas Staub über den Titel freuen. Die Entscheidung sei knapp gewesen, kommentierte der Richter. Das Gewinnertier habe mit viel Schliff, einem breiten Becken, einem guten Zentralband und starkem Sprunggelenk überzeugt. Miss Bezirk bei den Brown-Swiss-Kühen wurde die Hirzlerin «Verona» von Hans Baumann. Kleine Nuancen machten hier den Unterschied zur Vize Miss, die aus Wädenswil kam. Die Gewinner aller Missen freuten sich über die Auszeichnungen und genossen danach mit den anderen Viehschaubesuchern das Fest, das bei herrlichem Herbstwetter stattfand.

Erstellt: 17.10.2019, 18:56 Uhr

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