Richterswil

Die alte Remise ist jetzt wieder ein Posten im Budget

An der Gemeindeversammlung wurde der Steuerfuss bei 101 Prozent belassen und das Budget angenommen - zusammen mit einem Antrag für die Remise.

Nur durch die nötigsten Reparaturen seitens der Gemeinde bleibt die Remise am See derzeit erhalten. Dies könnte sich nun ändern.

Nur durch die nötigsten Reparaturen seitens der Gemeinde bleibt die Remise am See derzeit erhalten. Dies könnte sich nun ändern. Bild: Patrick Gutenberg

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Zur Richterswiler Gemeindeversammlung fanden sich gestern Abend 205 Stimmberechtigte in der reformierten Kirche ein. Zwei Geschäfte standen auf der Traktandenliste.

Als erstes wurde der private Gestaltungsplan für das vom Seeclub Richterswil geplante Wassersportzentrum von Hansjörg Germann (CVP), Gemeinderat Planung und Bau, vorgestellt. Ohne Diskussion wurde dieses einstimmig genehmigt.

So soll es am Seeufer in Richterswil dereinst aussehen. Visualisierung / pd

Zügig konnte man so zum Budget 2020 übergehen und der Festsetzung des Steuerfusses. Detailliert stellte Finanzvorsteher Willy Nüesch (FDP) das Budget vor. «Wir können mit einem Plus von 1,5 Millionen Franken die Erfolgsrechnung abschliessen», sagte Nüesch und fügte hinzu «ein sehr gutes Resultat» Zustande gekommen sei diese aber insbesondere, weil man die ZKB Rendite in den Aufwandüberschuss mit eingerechnet habe. Sonst hätte die Gemeinde ein Minus von 1 Million Franken verbuchen müssen statt der nun resultierenden 600 000 Franken.

Neuer Retter meldete sich

Bevor die Stimmbürger über das Budget befanden, meldete sich Tono Schindler, Kulturschaffender aus Richterswil zu Wort: «Den traurigen Anblick der alten Remise, die vor sich hin gammelt, kann ich nicht länger ertragen.» Er habe bereits ein Konzept entwickelt, wie die Remise wieder belebt werden könnte.

Unter dem Motto «Remise für Alle» will er möglichst viele Richterswiler und alle die sich für Kultur interessieren ins Boot holen. Als Anschub für seine Idee beantragte er 50 000 Franken in die Investitionsrechnung zu stellen. Mit 102 Ja und 67 Nein Stimmen wurde der Antrag schliesslich angenommen. Schon einmal versuchte ein Initiativkomitee die Remise vor dem Zerfall zu retten und hatte bereits eine vom Gemeinderat abgesegnete Baueingabe auf dem Tisch. Doch Ende September 2016 scheiterte das Projekt an der Urne. Nun könnte es einen neuen Anlauf geben.

Keine Duschen auf dem Horn

Weniger Erfolg hatte der Antrag von Renate Büchi, die im Namen der SP das Wort ergriff: «Auf mehrfach geäusserten Wunsch der Benutzer des Horns, beantrage ich 50 000 Franken in die Erfolgsrechnung einzustellen für zwei Duschen auf dem Hornareal.» Nach einem Schwumm im Zürichsee sei es eine Wohltat sich abzuduschen, zumal in heissen Sommern den Badegästen Entenflöhe zu schaffen machen könnten. Diese Meinung teilten die Stimmberechtigten nicht und lehnten den Antrag mit 94 Nein zu 64 Ja Stimmen ab.

Das Budget 2020 wurde schliesslich einstimmig angenommen. Ein weiterer Antrag der Stimmberechtigten erfolgte zum Steuerfuss. Der Antragsteller war der Meinung, dass sich die Gemeinde auch einen Steuerfuss von 99 Prozent gut leisten könne. Doch die Stimmbürger folgten grossmehrheitlich dem Gemeinderat und beliessen den Steuerfuss am Ende bei 101 Prozent.

Erstellt: 04.12.2019, 23:00 Uhr

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