Public Viewing

Die Veranstalter würden es wieder tun

Das Durchführen eines Public Viewing ist für die Veranstalter in der Region ein grosser Aufwand. Richtig gelohnt hat es sich für die Alte Schule in Horgen – dank erfolgreichen Kroaten.

Fans der Schweizer Nati fiebern am Public Viewing in Horgen mit.

Fans der Schweizer Nati fiebern am Public Viewing in Horgen mit. Bild: Sabine Rock

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Die WM ist noch nicht ganz vorbei. Die Veranstalter der Public Viewings in der Region sind aber schon jetzt zufrieden mit dne Besucherzahlen. Positiv ist auch, dass es zu keinen grossen Zwischenfällen gekommen ist.

Ein Erfolg war diese WM für die Alte Schule in Horgen. Schon vor zwei Jahren war das Public Viewing ein Treffpunkt der kroatischen Fans. Dass Kroatien jetzt in den Final gekommen ist, ist für die Horgner ein Glücksfall. «Wenn die Kroaten spielten, hatten wir fast so viele Besucher wie bei den Schweiz-Spielen», sagt Geschäftsführer Bruno Decurtins, der sich «höchst zufrieden» zeigt. Es habe sich herumgesprochen, dass sich die Kroaten in Horgen treffen. Selbst die einheimischen Kroatien-Fans hätten die Hälfte der 400 bis 500 Leute nicht gekannt.

Tolle Stimmung herrschte in Horgen beim Spiel der Schweizer Nati gegen Serbien. Video: David Gonzalez / CA-Media

Die Betreiber der Alten Schule hätten auch nur mit drei Schweizer Spielen gerechnet. Das zusätzliche Spiel habe natürlich auch zum Erfolg beigetragen, sagt Decurtins. Insgesamt sei die WM noch besser verlaufen als die EM vor zwei Jahren. Der Geschäftsführer vermutet, dass das an Teams wie Brasilien und Argentinien liegen könnte, die ein grösseres Publikum anziehen würden. Keine Probleme habe es für die Security gegeben.

Obwohl der Monat anstrengend gewesen sei, würden die Betreiber der Alten Schule wieder ein Public Viewing in dieser Grösse organisieren. Klar sei aber, dass sich die Schweiz für das Turnier qualifizieren müsse, sonst könne man die Kosten der Infrastruktur nicht decken.

Kleinere Probleme

In Meilen wird es wohl keinen finanziellen Gewinn geben. Die Gemeinde hat aber eine Defizitgarantie abgegeben. Gemäss Gemeindeschreiber Didier Mayenzet sei die Stimmung «hervorragend» gewesen. Insbesondere bei Spielen der Schweiz, Portugal und Spanien. Die Zusammenarbeit mit fast 20 Dorfvereinen sei ein Gewinn für alle. Zu Beginn hätten einige Besucher für Unruhe gesorgt. Dank eines privaten Sicherheitsunternehmens und der Gemeindepolizei habe man die Lage aber im Griff gehabt.

Der Verein Kupfermine hat in Erlenbach ein Public Viewing organisiert. Präsident Reto Bardill ist zufrieden, trotz kleineren Problemen. «Der Aufwand ist riesig, aber wir konnten den Leuten etwas bieten», meint er. Viele Gäste schätzten den Platz beim Turmgut, auch solche die sich nicht für Fussball interessieren. Negativ aufgefallen seien einige Jüngere, die ihre eigene Verpflegung mitgenommen hatten. «Da mussten wir ein paarmal durchgreifen». Die Veranstaltung sei halt finanziell vom Restaurationsbetrieb abhängig.

Im Vergleich zu früheren Public Viewings sei die Gruppenphase harziger angelaufen, sagt Bardill. Das Fehlen der Italiener, deren Freude am Fussball, sei schon spürbar gewesen. Dass Deutschland früh ausgeschieden ist, habe man gemerkt.

Gut besuchte Finalspiele

Sehr zufrieden ist Rolf Steiger, der mit seiner Familie und freiwilligen Helfern das Public Viewing im Stäfner Güterschuppen betreibt. Neben den Schweizer Spielen seien auch die Viertel- und Halbfinals sehr gut gelaufen. Auch fürs Finalspiel seien schon Reservationen eingetroffen. Die WM sei vergleichbar mit den vergangenen Public Viewings. «Wir werden sicher kein negatives finanzielles Resultat einfahren», kann Steiger schon jetzt sagen.

Zum ersten Mal hat der FC Rapperswil-Jona ein Public Viewing veranstaltet. Sollte man wieder einen passenden Ort finden, würde der Verein erneut ein Public Viewing durchführen, sagt Medienchef Rolf Lutz. Mit dem «Kreuz» in Jona als solchem Ort sei der Verein sehr zufrieden. Beim nächsten Mal müsse aber früher geplant und kommuniziert werden, sagt Lutz selbstkritisch. Immerhin, die Spiele der Schweizer, Argentinier und Franzosen seien sehr gut besucht gewesen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.07.2018, 17:56 Uhr

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