Adliswil

Die Alterseinrichtungen in Adliswil werden verselbstständigt

Die vier städtischen Alterseinrichtungen und die Alterssiedlung im Tal werden per 1. Januar 2016 in die gemeinnützige Aktiengesellschaft Sihlsana überführt. Rund 60 Prozent der Stimmbürger haben sich an der Urne dafür ausgesprochen.

Die zu gründende Sihlsana AG muss das Adliswiler Alters- und Pflegeheim neu bauen.

Die zu gründende Sihlsana AG muss das Adliswiler Alters- und Pflegeheim neu bauen. Bild: Archiv, Sabine Rock

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Mit 1905 Stimmen zu 1250 Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 32,1 Prozent haben sich die Adliswilerinnen und Adliswiler gestern für eine Verselbstständigung ihrer Alterseinrichtungen entschieden. Damit wird ab dem 1. Januar 2016 die Sihlsana AG die Geschicke der vier städtischen ­Alterseinrichtungen sowie der ­Alterssiedlung im Tal lenken.

Bis auf die Grünen, die Stimmfreigabe beschlossen haben, und die SP, welche die Vorlage bekämpft hatte, standen alle Parteien hinter dem Antrag des Stadtrats für die Verselbstständigung. Die SP hatte in den letzten Wochen mit Flugblättern nochmals auf ihre Bedenken hingewiesen. Beispielsweise, dass die Beschäftigung mit dem «ungeliebten Thema Altsein» von den Politikern an die Sihlsana AG ausgelagert werde. Oder dass die Verselbstständigung in Zukunft Nachteile für die Pflegefach­kräfte haben könnte.

Grosse Ausgaben

Nun haben rund 60 Prozent der Stimmbürger ein Ja in die Urne gelegt. Der zuständige Stadtrat Renato Günthardt (SVP) zeigte sich dementsprechend erleichtert. «Ich bin froh, dass wir nun das Vertrauen der Bevölkerung bekommen haben», sagte er gestern kurz nach Bekanntwerden des Resultats. Man werde umgehend mit der Arbeit beginnen, damit die Sihlsana AG am 1. Januar 2016 erfolgreich starten könne.

Die Stadt Adliswil wird alleinige Aktionärin der gemeinnützigen AG sein. Ein Stadtrat soll im noch zu bestimmenden Verwaltungsrat einsitzen. Die restlichen Ver­waltungsräte möchte die Stadt Adliswil aus Spezialisten für ­Altersangelegenheiten zusammensetzen.

Auf die neu gegründete Sihlsana AG werden in den nächsten Jahren grosse finanzielle Aus­gaben zukommen. Beispielsweise muss das Alters- und Pflegeheim neu ­gebaut werden, weil die Räumlichkeiten zu wenig auf den Bereich Pflege ausgerichtet sind und mehr Pflegeplätze benötigt werden.

Insgesamt werden sich die ­Kosten für die Erneuerungen auf rund 60 bis 80 Millionen Fran­ken belaufen. Das heisst, die neue gemein­nüt­zige AG muss sich bereits mit Fremdkapital ausstatten. Denn sie wird beim Start «nur» mit einer Bar­einlage von 2 Millionen Franken finanziell aus­ge­stattet sowie mit einer Ver­mögensübertragung von rund 6,6 Millionen. Dazu sind verzins­liche Darlehen in Höhe von 14,7 Millionen Franken vorge­sehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.04.2015, 08:32 Uhr

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