Wädenswil

Der nächste Meilenstein fürs neue Schulhaus

Gestern wurde auf der Baustelle der Grundstein für das neue Schulhaus Rotweg gelegt. Er wurde als Erinnerung für spätere Generationen eingegraben.

Die Lehrer und Schüler schaufeln den Zement über die Metallkapsel mit den Erinnerungsdokumenten.

Die Lehrer und Schüler schaufeln den Zement über die Metallkapsel mit den Erinnerungsdokumenten. Bild: Sabine Rock

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Das Bauprojekt Neubau Schulhaus Rotweg wird jetzt realisiert: Nach Verzögerungen Anfang des Jahres folgte gestern die Grundsteinlegung auf der Baustelle am Rotweg in Wädenswil. Im Januar hatten die Bauarbeiten am Schulhaus geruht, denn die Toneatti AG Bauunternehmungen aus Bilten hatte Beschwerde gegen die Vergabe der Baumeisterarbeiten eingelegt. Die Stadt Wädenswil hatte den Zuschlag der Streuli Bau AG aus Kilchberg gegeben. Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde dann gut und die To- neatti AG baut jetzt. Im Juni 2013 hatten die Stimmenden der Gemeinde Wädenswil den Kredit von 26,3 Millionen für den Ersatz- und Neubau des Schulhauses Rotweg gutgeheissen. Da keinerlei Rekurse eingegangen waren, startete der Abriss des alten Gebäudes im Spätsommer 2014.

Vergangene Zeiten

Aufgrund der Verzögerung durch die Beschwerde verschiebt sich die Fertigstellung des Schulhauses. Schulleiter Frido Koch hofft, dass der Bau bis Herbst 2016 fertig wird. Dann sollen die Schüler einziehen können. An der Grundsteinlegung wünschten alle den Bauarbeitern schönes Wetter, unfallfreie Arbeiten und dass sie schnell fertig werden mögen.

Frido Koch und Architekt Adrian Schoch zitierten Alt-Bundesrat Adolf Ogi mit den Worten: «Freude herrscht am Rotweg.» Stadtrat Peter Schuppli (FDP) erzählte zu diesem Anlass aus vergangenen Schulzeiten. Er habe sein nun 51-jähriges letztes Zeugnis aus der Sekundarschulzeit ausgegraben. In diesem seien Fächer benotet worden wie Biblische Lehre, Schreiben oder Stenografie. Er erinnerte sich auch gerne an seine damaligen Lehrer und an den ungeliebten Schulhausabwart.

Für die Zukunft

Seit dieser Zeit hat sich viel verändert und nun wird gar ein Gebäude ersetzt. Als Grundstein wurde eine Metallkapsel in den Boden versenkt. In diese legten die anwesenden Schüler Dokumente, die an sie erinnern sollen. Jede Klasse hatte etwas vorbereitet und zu Papier gebracht. Eine Klasse hätte gerne ein Französischbuch eingegraben, dieses war aber zu gross für die Kapsel. Die Schüler nahmen stellvertretend das Klassenfoto aus dem Buch und schlossen es ein. Zusätzlich legten die Architekten die Baupläne des neuen Schulhauses zu den Papieren der Klassen.

Die Kapsel wurde verschlossen, in ein Loch neben dem zukünftigen Heizungsraum versenkt und von den Anwesenden zugeschaufelt. Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) warf ebenfalls eine grosse Schaufel Zement in das Loch, und die Kapsel verschwand. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 06.05.2015, 08:51 Uhr

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