Thalwil

Der Grundstein für die neue Breiteli-Siedlung ist gelegt

Am Dienstag haben Projektbeteiligte den Grundstein auf dem Areal Breiteli Süd gelegt. Damit startet die erste Etappe der neuen Überbauung.

Urs Frei, Präsident der Baugenossenschaft Zurlinden,
legt Erinnerungsstücke in die Zeitkapsel, die als Grundstein eingemauert wird.

Urs Frei, Präsident der Baugenossenschaft Zurlinden, legt Erinnerungsstücke in die Zeitkapsel, die als Grundstein eingemauert wird. Bild: David Baer

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Die 35 Wohnungen in vier Häusern sollen bis Anfang 2020 fertiggestellt sein. Seit Ende Frühling wurden im südlichen Teil des Areals Breiteli die alten Wohnhäuser rückgebaut. Nun ist die Baugrube bereit für die Überbauung. Am Dienstag kurz vor Mittag haben die Baugenossenschaft (BG) Zurlinden, die Gemeinde Thalwil und die Architektin den Grundstein gelegt. In den nächsten eineinhalb Jahren entstehen die ersten vier Häuser der neuen Breiteli-Siedlung.

Urs Frei, Präsident der BG Zurlinden, begrüsste alle Interessierte und Beteiligten. «Es macht mir Freude, dass es nun nach sechs Jahren — vom Wettbewerb zur Grundsteinlegung — soweit ist.» Er deutet an, dass sich viele für die Wohnungen interessieren. Bereits jetzt habe man mehr Anmeldungen, als es Wohnungen gibt.

Die Architektin der neuen Siedlung, Sara Spiro, bedankte sich bei den Beteiligten. «Ihr Mut hat es möglich gemacht, dass hier gebaut werden kann.» Nun freue sie sich besonders auf die Bewohner. Gemeinderat und Liegenschaftenvorstand Andreas Federer (CVP) sprach ebenfalls seinen Dank aus. «Das Breiteli hat meine Amtszeit begleitet. Nun haben sich die Steinchen des Projekts zu einem Mosaik zusammengefügt.»

Den Grundstein schüttet der Bagger zu. Auf der Baustelle entstehen vier neue Wohnhäuser.

Lange Vorgeschichte

Den Grundstein bildete eine kupferne «Zeitkapsel». Frei befüllte sie mit Planungsunterlagen, zwei aktuellen Tageszeitungen sowie einer Münzsammlung. Dann mauerten die Projektvertreter den Grundstein gemeinsam ein.

Für Urs Klemm, Leiter Liegenschaften, ist es nicht die erste Grundsteinlegung, «aber dieses Mal ist es speziell, weil das Projekt so lange gedauert hat.» Der neuen Überbauung sind fast zwanzig Jahre intensive Debatten vorausgegangen. Zuletzt rekurrierten 2016 Anwohner gegen den Gestaltungsplan Breiteli und unterbrachen so die Planung. Das Baurekursgericht schmetterte ein Jahr darauf die Rekurse ab. «Das bestätigte uns, dass wir die Arbeit richtig gemacht haben.» sagt Bauvorstand Richard Gautschi (parteilos).

Kriterien für Bewerber

In der ersten Bauetappe entstehen vier Häuser mit gesamthaft 35 Wohnungen. Gemäss Konzeption eignen sie sich für Familien wie auch für altersgerechtes Wohnen. Anfangs 2020 sollen sie fertiggestellt sein. Für die Vergabe spannen die BG Zurlinden und die Gemeinde zusammen.

Gemeinsam haben sie Kriterien für die Mieterauswahl festgelegt. Laut Federer würden beispielsweise die Vermögensverhältnisse wie auch die Grössen der Familien angeschaut. Die BG Zurlinden mache die Liste mit den Bewerbern, die Gemeinde treffe dann die Entscheidung. Federer ist froh, dass die BG Zurlinden hinter den Kriterien steht. «Wir haben damit einen Partner, dem die Philosophie auch wichtig ist und nicht nur das Bauprojekt.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 21.08.2018, 20:43 Uhr

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