Langnau

Das Baurekursgericht muss sich mit dem Sihlwald befassen

Die revidierte Schutzverordnung tritt in Kraft. Doch die IG Sihlwald für alle hat dafür gesorgt, dass weitere juristische Abklärung durchgeführt werden. Streitpunkt bleibt die Sperrung der Bachtelenstrasse für Reiter und Biker.

Der Rekurs stammt von der IG Sihlwald für alle. Wenige Tage nachdem der Kanton die Revision bekanntgemacht hatte, begann sie, Geld zu sammeln.

Der Rekurs stammt von der IG Sihlwald für alle. Wenige Tage nachdem der Kanton die Revision bekanntgemacht hatte, begann sie, Geld zu sammeln.

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Der Streit um die richtige Nutzung des Sihlwalds geht in die nächste Runde. Zwar tritt die revidierte Schutzverordnung in Kraft. Doch aufgrund eines Rekurses ohne aufschiebende Wirkung muss sich bald das Baurekursgericht mit der Schutzverordnung befassen.

Der Rekurs stammt, wenig überraschend, aus dem Umfeld der IG Sihlwald für alle. Wenige Tage nachdem der Kanton die Revision bekanntgemacht hatte, startete die IG einen Aufruf auf ihrer Website. Die Vereinigung von Bikern und Reitern sammelte Geld, um die nötigen 5000 Franken für einen Rekurs zusammenzubringen. Dies, um die Ziele der Vereinigung «zu 100 Prozent zu erreichen», wie es im Aufruf heisst. Die IG hat es tatsächlich geschafft, das Geld für den Rekurs aufzubringen, wie Präsident Bruno Heinzer auf Anfrage der «Zürichsee-Zeitung» bestätigt.

Strasse in der Kernzone

Die IG zeigte sich mit der Revision zwar grösstenteils zufrieden. Doch ein Streitpunkt blieb: Die Bachtelenstrasse, die Verbindungsstrasse von Langnau zum Schweikhof, soll nach dem Willen der IG weiterhin für Velofahrerinnen und Reiter benutzbar bleiben. Der Kanton hat sich dagegen ausgesprochen, da die Strasse in der Kernzone der Schutzzone des Sihlwalds verläuft. Die Behörden sehen genügend Alternativen für die Reiter. Die IG hält diese für zu grosse Umwege.

«Der Rekurs gegen die Schliessung der Bachtelenstrasse wurde am 23. November fristgerecht eingereicht», kann Bruno Heinzer nun verkünden. Innert weniger Tage sei schon klar gewesen, dass genügend Geld gesammelt werden würde. Unterzeichnet haben letztlich vier Privatpersonen, da die IG offiziell nicht Rekurs einreichen darf. Wie die IG schreibt, stammen die meisten Geldgeber aus Langnau, Gattikon und Thalwil. «Das stützt unsere Theorie, dass vor allem die Langnauer Bevölkerung von der Schliessung der Bachtelenstrasse betroffen ist», schreibt Vorstandsmitglied Cyrill Rüttimann. Das Baurekursgericht bestätigt den Eingang des Rekurses. Weitere seien bisher nicht eingetroffen, sagt Ulrich Erb, Leiter der Gerichtskanzlei gegenüber der ZSZ. Unabhängig davon, ob noch ein Rekurs ankommen sollte, wird die Schutzverordnung Sihlwald also weiterhin für juristischen Stoff sorgen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.12.2015, 16:54 Uhr

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