Adliswil

Das Amt des Schulpräsidenten sorgt für Diskussionen

Soll der Schulpräsident zusammen mit den anderen Exekutivkandidaten gewählt werden? In Adliswil wird es künftig so sein. Dasselbe fordern Politiker nun in Thalwil. Auch in Wädenswil steht ein Umbruch bevor.

In Adliswil soll künftig der Schulpräsident nicht mehr separat gewählt werden.

In Adliswil soll künftig der Schulpräsident nicht mehr separat gewählt werden. Bild: Archiv, zsz

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Die FDP in Thalwil will das Wahlprozedere der Gemeinde auf den Kopf stellen. «Die gewählten Gemeinderäte in Thalwil sollen untereinander ausmachen, wer Schulpräsident wird. Es braucht dafür keine separate Wahl», fordert Parteipräsident Andreas Hammer. Ermutigt dazu hat ihn ein Entscheid, den das Adliswiler Parlament kürzlich gefällt hat. Mittels einer Motion wurde der Stadtrat angewiesen, die Integration der Schule weiterzuführen und den Schulpräsidenten künftig nicht mehr einzeln wählen zu lassen.

Der Adliswiler Schulpräsident Raphael Egli (CVP) war gegen eine Überweisung der Motion. Unter anderem, weil die Schulbehörde in ihrer finanziellen Kompetenz beschnitten wird. Auch die Forderung von Andreas Hammer in Thalwil zielt in diese Richtung. «Der Schulpräsident verwaltet 40 Prozent des Budgets, da ist es absolut entscheidend, dass die Behörde einheitlich geführt wird», sagt der Politiker. Da der derzeitige Schulpräsident aus den Reihen der SP kommt, könnte es der FDP auch um Machtbeschränkung gehen.

Neuntes Mitglied

Nicht erst seit der überwiesenen Motion in Adliswil wird im Bezirk über das Amt des Schulpräsidenten diskutiert. In Horgen beispielsweise sitzt Schulpräsidentin Elisabeth Oberholzer (FDP) als neuntes Mitglied im Gemeinderat. Dies ist erst seit der Anpassung der Gemeindeordnung im Jahr 2010 so. Davor war es umgekehrt. Ein gewählter Gemeinderat hatte Einsitz in der Schulpflege. Auch in Horgen ist die Schulpräsidentin mit der neuen Regelung enger an den Gemeinderat gebunden.

Für Oberstufe zuständig

In Wädenswil wiederum wird der Schulpräsident nicht separat gewählt. Hier entscheidet der Stadtrat nach der Wahl jeweils, wer das Amt übernimmt. Momentan ist jedoch nur die Primarschule in die Einheitsgemeinde integriert. Das wird sich in den nächsten Jahren mit dem neuen Gemeindegesetz und der Integration der Oberstufe ändern. Der zuständige Stadtrat Johannes Zollinger (EVP) könnte dann mehr zu tun bekommen. «Es besteht sicher eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der zuständige Stadtrat danach auch für die Oberstufe zuständig ist», sagt Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP). Was mit Adrian Schoch, dem momentanen Schulpflegepräsidenten der Oberstufe, passieren würde, ist unklar. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 17.06.2015, 16:55 Uhr

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