Oberrieden

Blumen für ungeliebte Oberriedner Steininseln

Nachdem die Gemeinde auf einigen Strasseninseln Blumenrabatten weggespart hat, ergreift jetzt die Unternehmervereinigung Oberrieden (UVO) die Initiative. Die Generalversammlung ermächtigte den Vorstand, eine Neubepflanzung und Neugestaltung durch die UVO zu prüfen.

Dass in Oberrieden auf einigen Strasseninseln der Alten Landstrasse keine Blumen mehr blühen, ist bei einigen Oberriednern auf Unverständnis gestossen.

Dass in Oberrieden auf einigen Strasseninseln der Alten Landstrasse keine Blumen mehr blühen, ist bei einigen Oberriednern auf Unverständnis gestossen. Bild: Archiv David Baer

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Die Massnahme sorgte für Unmut und Proteste im Dorf: Im letzten Frühherbst ersetzte die Gemeinde auf den Strasseninseln an der Alten Landstrasse die Blumenrabatten durch grosse Steine. Aus Spargründen – und ohne Vorankündigung. Wenig begeistert darüber war man auch in gewerblichen Kreisen im Umfeld der Unternehmervereinigung Oberrieden.

Dort erwägt man jetzt, selber aktiv zu werden und gewissermassen in einer Goodwill-Aktion zugunsten des Dorfes zumindest einen Teil der weggefallenen Rabatten in irgendeiner Form neu zu bepflanzen oder anderweitig einladender zu gestalten. An der Generalversammlung vom Freitag im Restaurant Key West machte UVO-Präsident Jean-Luc Meier indes klar, dass es dazu im Vorstand erst einmal vage Vorstellungen gebe, die weiter konkretisiert werden müssten.

Ausserdem gehe es keineswegs darum, die von der Gemeinde aufgegebene Bepflanzung vollständig zu übernehmen. Zunächst gelte es mit der Gemeinde und den zuständigen Instanzen abzuklären, ob eine solche Neugestaltung der Kantonsstrasse durchs Dorf überhaupt erlaubt würde. Ein weiterer zu klärender Punkt sei, ob der Aufwand für die UVO finanziell und personell zu verkraften wäre. Denkbar sei beispielsweise auch, dass für den nachfolgenden Unterhalt ein örtliches Gartengeschäft oder eine andere Firma gewonnen werden könnte.

Auch skeptische Stimmen

In der kurzen Diskussion waren dann auch kritische Stimmen zu hören, die in Zweifel zogen, dass die UVO ein solches Unternehmen selber stemmen könnte. Mit 17 zu einer Stimme, bei vier Enthaltungen, beauftragte die Versammlung aber schliesslich den Vorstand, die Idee vorläufig weiterzuverfolgen und entsprechende Abklärungen an die Hand zu nehmen.

Keine hohen Wellen warfen die ordentlichen Traktanden. Anstelle der zurückgetretenen Irene Schicker wurde Iris Rothacher in den Vorstand gewählt und mit dem Ressort «Veranstaltungen» betraut. Präsident Jean-Luc Meier und Aktuar Alois Günther wurden für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt. Im Weiteren nahm die Versammlung eine Statutenanpassung vor, welche eine bisher schon angewandte Praxis bei der Aufnahme von Neumitgliedern nun auch rechtlich sanktioniert: Aktivmitglieder werden können demnach nicht nur natürliche oder juristische Personen, die ihren Wohn- oder Geschäftssitz in Oberrieden haben. Sondern auch solche, die nicht in Oberrieden ansässig sind, aber eine wirtschaftliche oder gesellschaftliche Beziehung zu Oberrieden haben. Einstimmig gutgeheissen wurden im Weiteren der Jahresbericht und die Jahresrechnung 2017 sowie das Budget 2018, das mit einem kleinen Verlust von rund 2600 Franken rechnet.

Erstellt: 19.03.2018, 16:34 Uhr

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