Hütten

Beim Festen lernt man sich kennen

Seit der Gemeindefusion von Wädenswil, Schönenberg und Hütten im Januar ist Wädenswil um zwei Ortsteile reicher. Die geplanten Begegnungsfeste sollen die Bevölkerung näher zusammenbringen.

Grosses Festen in Hütten am Wochenende: Beim Begegnungsfest lernt sich die Grossgemeinde kennen.

Grosses Festen in Hütten am Wochenende: Beim Begegnungsfest lernt sich die Grossgemeinde kennen. Bild: Archiv Steve Springer

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Dem idyllischen Bergdorf Hütten steht ein ereignisreiches Wochenende bevor. Obwohl die Hüttner bereits am Tag davor ihr traditionelles Sänger- und Dorffest feiern werden, stehen am Begegnungsfest vom 16. Juni immer noch viele Punkte auf dem Programm. Am Sonntag wird das Bergdorf die ganze Gemeinde Wädenswil empfangen und die Bevölkerung aus der Seeregion in das Leben und die Traditionen auf 729 Metern über Meer einweihen.

Das Bevölkerungs- und Begegnungsfest findet in diesem Jahr noch dreimal an verschiedenen Orten statt. Grund dafür ist der Zusammenschluss der Gemeinden Wädenswil, Schönenberg und Hütten. Nach einem ersten gegenseitigen Beschnuppern am Neujahrsapéro erhält das kleine Dorf Hütten Vorrang und eröffnet nun die Feierlichkeiten. Im Juli zieht Schönenberg nach, der Abschluss dieser Trilogie findet im September in Wädenswil und auf der Halbinsel Au statt. «Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Wädenswiler und Wädenswilerinnern den Weg zu uns ins Dorf finden», sagt Geni Merz, Kommunikationsverantwortlicher vom Kulturverein Hütten.

Innerschweizer Einfluss

Damit dem auch so ist, werden Helikopterflüge entlang der neuen Gemeindegrenzen angeboten, um die Region besser kennen zu lernen. Für Wädenswiler, die sich am Boden wohler fühlen, winken das «Beizentüürli» oder Konzerte der zwei stärksten Vereine in Hütten. Aber auch Natur- und Geschichtsinteressierte kommen auf dem Rundgang um das Hüttnerseeli nicht zu kurz. Denn die Landschaft rund um Hütten wurde geformt durch den Linthgletscher und hat einiges zu bieten. Die Moränenlandschaft, die aus Schuttablagerungen des Gletschers besteht, war auch schon mehrere Male Kriegsschauplatz. Die Position der Schanzen – Festungsbauten, um die Gegner abzuwehren – sind noch immer erkennbar und erinnern an die kriegerischen Auseinandersetzungen der Villmergerkriege von 1656 und 1712. Katholiken gegen Reformierte, Innerschweizer gegen Zürcher. «Hütten hatte schon immer eine Scharnierfunktion, denn es liegt an der Grenze zwischen Zürich und der Innerschweiz», ergänzt Merz.

Viele Bauern kamen aus dem Muotatal und siedelten sich in Hütten an. Dieser Einfluss der Innerschweiz sorgte laut Merz auch für die Erhaltung der Traditionen und der Landwirtschaft, welche die Hüttner nicht ohne Stolz bis heute noch pflegen und die Grossgemeinde nun ergänzen. Seit dem Zusammenschluss kann sich die Gemeinde Wädenswil also nicht mehr nur an Stadt und See erfreuen, sondern bietet nun auch die Möglichkeit, weit über das Nebelmeer zu blicken. Diese Vielfältigkeit soll gefeiert werden und die Hüttner scheinen mit guter Vorlage in die Festreihe zu starten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.06.2019, 11:49 Uhr

Das Programm

Sänger- und Dorffest am Samstag, 15. Juni: Ab 13 Uhr singen Chöre des Zimmerbergverbandes in der katholischen Kirche Hütten. Ab 20 Uhr startet die Sing- und Tanznacht mit den Hüttner Schulkind & Wädi Voices.

Begegnungsfest am Sonntag: Das Fest startet um 10 Uhr mit einem Konzert mit dem Musikverein Hütten. Danach findet ein Gottesdienst, begleitet vom Männerchor Hütten, statt. Nach der Festwirtschaft am Mittag können Besucher das Wasserreservoir auf der Schanz besuchen oder eine Natur- und Beizentour am Hüttnersee machen. Auch Helikopterflüge können unternommen werden. Der Bus fährt im Halbstundentakt.

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