Langnau

Albispass wird mit Sanierung für Töffs entschärft

Ab Ende August saniert der Kanton die Albisstrasse. Der Weg auf den Pass wird jeweils halbseitig gesperrt. Eine Umleitung führt den Verkehr über die Buchenegg. Die Bauarbeiten eliminieren eine Gefahr für Töfffahrer.

Die Albispassstrasse ist übersäht mit Rissen – dagegen wird nun etwas übernommen.

Die Albispassstrasse ist übersäht mit Rissen – dagegen wird nun etwas übernommen. Bild: Archiv Sabine Rock

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Das schöne Wetter lockt Motorradfahrer immer wieder auf eine kurze Ausfahrt über den Albis. Dort begegnen sie seit anfangs Juni «Schleudergefahr»-Tafeln bei kritischen Strassenabschnitten. Diese sind übersäht von Rissen. Nun sollen sie beseitigt werden. Ab Ende August startet das Tiefbauamt die Sanierungsarbeiten der Albisstrasse, wie der Kanton Zürich mitteilt. Dafür hat der Regierungsrat Ausgaben in Höhe von 1,34 Millionen Franken budgetiert.

Im Frühling ergaben Untersuchungen des kantonalen Tiefbauamts, dass der Strassenbelag stark unter dem vergangenen Winter gelitten habe. Der Frost führte zu überdurchschnittlich vielen Rissen in der Fahrbahn — insbesondere in Kurven. Dies beeinträchtigt die Ebenheit des Belags. Zusätzliche Schäden durch den nächsten Winter könnten die Verkehrssicherheit gefährden. Darum will das Tiefbauamt den Belag jetzt ersetzen.

Halbseitige Sperrungen

Insgesamt werden rund 1,5 Kilometer des Fahrbahnbelags erneuert. Auf der Langnauer Seite werden die Haarnadelkurven auf je 100 bis 300 Meter saniert, erklärt Edwin Bühler vom Tiefbauamt. Dafür müssten auf einzelnen Abschnitten die oberen beiden Belagsschichten abgefräst und erneuert werden. Teilweise könne es sein, dass auch der ganze Belag ersetzt werden müsse, sagt Bühler.

Die Unterhaltsarbeiten dauern laut Bühler je nach Wetter circa drei Wochen. Währenddessen werde je eine Seite der Albisstrasse gesperrt, «so dass man von der anderen Seite immer noch auf die Passhöhe kommt.» Eine Umleitung soll den Verkehr über die Buchenegg führen.

Motorradfahrer freuen sich

Die «extrem» vielen Risse in der Albisstrasse wurden im April mit dem Bindemittel Bitumen vergossen. Andreas Betscha vom Motorrad-Club am Zürichsee sagt, dass Bitumen ein Problem für Zweiradfahrer sei, auf das es aufzupassen gilt. Denn bei Hitze werden die elastischen Streifen klebrig und bei Nässe sind die Flächen rutschig. «Schleudergefahr»-Tafeln weisen auf der Strecke seit anfangs Juni auf das Problem hin. Im Herbst sind die Schilder dann nicht mehr nötig. Dass es nun einen neuen Belag gibt findet Betscha positiv. «Darüber können alle Verkehrsteilnehmer froh sein.»

Das letzte Mal wurde Passstrasse 2006 instandgesetzt. Dabei hätte der damals gewählte Belag für 15 bis 18 Jahre halten sollen. «Es war kein optimaler Belag und hat die Erwartungen nicht erfüllt», sagt Bühler. Darum setze man jetzt auf eine andere Zusammensetzung. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.07.2018, 17:37 Uhr

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