Adliswil

Adliswiler Stadtrat bewilligt 20 Millionen für neuen Bushof

Das Projekt für einen Bushof mit Tiefgarage am Bahnhof Adliswil nimmt weiter Form an. Der Stadtrat will knapp 20 Millionen Franken dafür aufwenden. Läuft alles nach Plan, dürfte der Bushof in drei Jahren eingeweiht werden. Später als ursprünglich vorgesehen.

Der Adliswiler Bushof rückt näher: Der Stadtrat bewilligt 20 Millionen Franken für die Umsetzung des ambitionierten Projekts.

Der Adliswiler Bushof rückt näher: Der Stadtrat bewilligt 20 Millionen Franken für die Umsetzung des ambitionierten Projekts. Bild: zvg/Visualisierung

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Horgen, Wädenswil und Richterswil haben einen. Adliswil noch nicht. In rund drei Jahren soll es aber auch dort so weit sein. Dann soll direkt neben dem Bahnhof, in der Florastrasse, ein Bushof in Betrieb genommen werden.Schon seit Jahren arbeitet die Stadt an diesem Projekt.

Nun ist erstmals bekannt, wie viel dessen Realisation kosten wird: Wie Adliswil in einer Mitteilung schreibt, bewilligt der Stadtrat einen Baukredit von 19,79 Millionen Franken. Damit soll einerseits der Bushof gebaut werden, andererseits die darunterliegende Tiefgarage. Diese koste rund 9,5 Mio. Franken, wie Werkvorstand Patrick Stutz (SVP) auf Anfrage sagt. Und er betont, dass nach der Realisierung rund 2,5 Millionen Franken des Gesamtbetrags von Dritten wieder an die Stadt zurückbezahlt würden.

Neuer Zugang zur Migros

Nötig ist das Projekt, «weil wir heute gar keinen Bushof haben», sagt Stutz. Die Busse der sechs Linien (151, 152, 153, 156, 184 und 185) halten entweder direkt auf der Strasse oder «behelfsmässig» am Trottoir. «Als der Bahnhof gebaut wurde, verkehrten in Adliswil noch gar keine Busse», erinnert der Stadtrat. Nun sei er froh, dass zusammen mit der SZU, der Migros und Privaten ein einvernehmliches Projekt geschaffen werden konnte. Dies sei nicht selbstverständlich, denn der Stadt selber gehörte nur ein kleiner Teil der betroffenen Fläche.

Das Herzstück dieses Projekts sind vier überdachte, behindertengerechte Haltekanten, an welchen die Fahrzeuge der sechs Buslinien verkehren werden. Die grösse des Bushofs erlaube auch noch einen Angebotsausbau, sagt Stutz. «Zum Beispiel eine zusätzliche Buslinie oder einen dichteren Fahrplan von bestehenden Linien.»

Damit der Weg zwischen Bahnhofperron und Bushof für die Pendler verkürzt wird, ist zudem eine neue Unterführung vorgesehen. Durch diesen Fussgängertunnel gelangt man auch zur neuen Tiefgarage mit 80 Parkplätzen, die rund um die Uhr geöffnet sein soll. Die Zufahrt zu dieser Garage geschieht über die vorhandene Rampe der Migros-Tiefgarage. Oberirdisch entstehen 108 überdachte und teilweise gesicherte Veloabstellplätze, fünf Kurzeit-Parkfelder und vier Taxi-Stellplätze.

Neben der besseren Erreichbarkeit der Bahngleise, soll auch das Einkaufszentrum Sunnemärt der Migros einfacher erschlossen werden. So ist an der Florastrasse neu ein Eingang ins Migros-Gebäude vorgesehen. Dort, wo sich heute nur ein Notausgang befindet.

Nun entscheidet Parlament

In trockenen Tüchern ist das Projekt allerdings noch nicht. Denn zuerst einmal muss das Parlamant über den Baukredit befinden. Stimmt dieses zu, kann gemäss Mitteilung voraussichtlich im Herbst 2018 eine Volksabstimmung stattfinden. Danach könne von Herbst 2019 bis Ende 2020 gebaut werden.

Das anvisierte Ziel, den Bushof innerhalb der laufenden Legislatur zu realisieren, wird damit verpasst. Grund für die Verzögerung seien verschiedene Vereinbarungen, deren Abschluss länger gedauert habe als ursprünglich angenommen, sagt Stutz. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 20.12.2017, 18:04 Uhr

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