Oberrieden

9 von 10 bestehen Bootstheorieprüfung

Die Theorieprüfung für den Motorboots- und Segelschein wurde Mitte Juli 2015 angepasst. Trotz neuem Prüfungssystem bleibt die Erfolgsquote hoch: Im letzen Jahr haben über 90 Prozent bestanden.

«Lernen mit Leidenschaft»: 9 von 10 Kandidaten schaffen die Theorieprüfung für den Motorboot- und Segelschein.

«Lernen mit Leidenschaft»: 9 von 10 Kandidaten schaffen die Theorieprüfung für den Motorboot- und Segelschein. Bild: Symbolbild, Fabian Röthlisberger

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91.3 Prozent haben 2015 in der Schweiz die theoretische Schiffsführerprüfung für Motor- und Segelboote bestanden. Damit bleibt die Erfolgsquote auch nach der Anpassung des Prüfungssystems Mitte Juli hoch. Im Vergleich zu 2014 ist sie gar um 3.2 Prozent gestiegen, wie Recherchen der Zürichsee-Zeitung zeigen. Die Zahlen für den Kanton Zürich liegen noch nicht vor. Sie werden im April von der Schifffahrtskontrolle in Oberrieden veröffentlicht.

Das Prüfungssystem wurde jenem der Strasse für Personenwagen und Motorräder angepasst. Nach wie vor beinhaltet der Fragebogen 60 Fragen. Seit diesem Sommer sind pro Frage aber zwei Antworten möglich - vorher war lediglich eine Antwort richtig. Das System ist im Strassenverkehr beim Test für den Führerausweis Kategorie B schon länger bekannt. «Damit haben wir mehr Möglichkeiten für Fragestellungen und Antworten», sagt Walter Künzli, Leiter Schifffahrtskontrolle des Kantons Zürich auf Anfrage.

«System hat sich bewährt»

Total gibt es 180 Punkte, wobei 15 Fehlerpunkte erlaubt sind. Bisher galt die Prüfung bei 60 Fragen mit 4 Fehlern noch als bestanden. Inhaltlich ist die erste Hürde für den Bootsführerschein nicht schwieriger geworden. Die Kandidaten müssen sich beim Lösen der Prüfung aber etwas mehr konzentrieren. «Sie müssen die Fragen und Antworten exakter lesen als früher», sagt Künzli.

Das neue System habe sich bewährt: «Der Systemwechsel konnte gesamtschweizerisch ohne technische Probleme vollzogen werden.» Auch negative Rückmeldungen seitens der Fahrschulen und Kandidaten habe es nicht gegeben.

«Mit Leidenschaft besser vorbereitet»

Die Erfolgsquote von 90 Prozent ist in der Schifffahrt verglichen mit der Theorieprüfung für Motorräder und Personenwagen deutlich höher – hier sind es laut Vereinigung der Strassenverkehrsämter (ASA) durchschnittlich lediglich rund 70 Prozent. «Wer sich für die Schifffahrt entscheidet ist auch mit Leidenschaft dabei und bereitet sich seriös auf die Prüfung vor», vermutet Walter Künzli. Zudem gäbe es gute Vorbereitungsmöglichkeiten. Mit einer Lern-Applikation der Vereinigung der Schifffahrtsämter (VKS) können die Kandidaten für die Prüfung büffeln.

Mit der Umstellung sind gleichzeitig auch neue Fragen zur Anwendung gekommen. Diese stehen im Zusammenhang mit den Änderungen der Schifffahrtsgesetze (Binnenschifffahrtsverordnung), die seit einem Jahr auf den Schweizer Gewässer gelten. Einzelne Fragen wurden leicht abgeändert oder teilweise auch ersatzlos gestrichen, weil sie sonst nicht mehr ganz korrekt wären. «Die Theorieprüfungen Strasse und Schiff werden gesamtschweizerisch zwei bis drei Mal pro Jahr angepasst», sagt Künzli. Neue zusätzliche Fragen zu Inhalten der Revision 2016 werden jedoch erst im Jahre 2017 aufgeschaltet, damit sich die Kandidaten auch noch über eine gewisse Zeit mit dem bisherigen, bereits erworbenen Lehrmittel vorbereiten können. (zsz.ch)

Erstellt: 03.02.2016, 11:20 Uhr

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