Horgen

70 Horgner Kinder zeigen ihr Können in der Manege

Der Kinderzirkus Pipistrello führt zusammen mit dem Kinderbüro Horgen erneut ein Zirkuslager auf der Allmend durch. Deutlich mehr Teilnehmer als noch im letzten Jahr wollen Zirkusluft schnuppern.

Die Zauberer testen den Kasten zum Zerschneiden von Personen, den sie selber gebastelt haben.

Die Zauberer testen den Kasten zum Zerschneiden von Personen, den sie selber gebastelt haben. Bild: Moritz Hager

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Die Fledermaus des Zirkus Pipistrello gastiert auf der Allmend in Horgen. Am Montag wurde das Zelt aufgebaut, und 70 Horgner Kinder halfen tatkräftig mit. Seither wird eifrig geprobt für die Gala-Vorstellung am Samstag zum Abschluss der Zirkuswoche. Kindergruppen in seltsamen Kostümen treiben sich zwischen den Zirkuswagen herum — Tiere, buntgelockte Clowns, Direktoren mit Zylinder sind zu sehen. «Wir freuen uns sehr, dass das Zirkuslager solchen Anklang findet», sagt Roland Pfenninger von der Gemeindeverwaltung Horgen. Angesichts des Zirkuszeltes und der Zirkuswagen, die Kinderträume wahr werden lassen, gerät er ins Schwärmen.

Das Zirkuslager in Horgen wird als Kooperation zwischen der Abteilung Kind/Jugend/Familie, der Drehscheibe Offene Jugendarbeit und des Kinderbüros durchgeführt. «Dank Sponsoring durch den Verein Horgner Kids (HoKi) kostet die Teilnahme nur 190 Franken», betont Pfenninger. Die Zirkuswoche findet im Rahmen des Ferienpasses statt und zählt dieses Jahr 70 Teilnehmer. Dies sind deutlich mehr als noch im vergangenen Jahr.

Die jüngsten Teilnehmer sind sechs Jahre alt, die ältesten 12. Viele der Kinder sind bereits zum zweiten Mal dabei. «Die Kinder sind Feuer und Flamme», freut sich Nuria Sidler. Die Sozialarbeiterin ist seit Januar im Pipistrello-Team dabei und findet es eine schöne Herausforderung, sich immer wieder auf neue Kinder einzustellen. «Das macht für mich die Faszination am Zirkusleben aus — die motivierten Kinder, die Freude, das Unterwegssein, die Neugier.»

Feuer und Flamme

Das Pipistrello-Team besteht aus insgesamt 17 Frauen und Männer aus sozialen, pädagogischen und technisch-mechanischen Berufen. die Helfer unterstützen die Kinder bei allem, was diese ausprobieren und auf die Bühne bringen wollen. An der Philosophie der Zirkuswoche schätzt Roland Pfenninger von der Gemeindeverwaltung Horgen, dass sie «ressourcenorientiert ist und dass die Kinder ihre Stärken, ihre Kreativität ausleben dürfen.» Zirkusfrau Nuria staunt, was dabei so alles entstehen kann: «So wollten die Zauberer unbedingt einen Menschen zersägen, und da keine solche Apparatur zur Verfügung stand, bauten sie kurzerhand selbst eine, welche sie nun stolz präsentieren.»

Am Donnerstagvormittag durften die Artisten ihre Show zum ersten Mal auf der Bühne proben, während die anderen Kinder zusahen. Der Hasen-Zirkusdirektor lachte sich fast kaputt bei der Ansage und steckte das Publikum mit seiner Fröhlichkeit an. Die Vorstellung nahm einen mit in die faszinierende Welt des Zirkus, der auch heute noch seinen Reiz zu versprühen vermag.

Erstellt: 27.04.2018, 15:45 Uhr

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