Wädenswil

14 Sportarten in einer Woche

In der zweiten Herbstferienwoche können 40 Mädchen und Buben im Primarschulalter 14 verschiedene Sportarten kennen lernen. Die Sportwoche für Schulkinder findet bereits zum vierten Mal statt und ist ein voller Erfolg.

Auf spielerische Weise können Wädenswiler Primarschüler bei der Sportwoche in verschiedene Sportarten hineinschnuppern.

Auf spielerische Weise können Wädenswiler Primarschüler bei der Sportwoche in verschiedene Sportarten hineinschnuppern. Bild: Manuela Matt

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Volleyballbälle fliegen durch die Luft in der Turnhalle Wädens­wil. Mädchen und Buben von der zweiten bis zur sechsten Klasse lernen die Sportart Volleyball auf spielerische Weise kennen, indem sie die Bälle zuerst einfach übers Netz werfen.

Später bringt ihnen Betina Schneider auch noch ein paar Schlagtechniken bei. Schneider ist Jugendverantwortliche bei Wädi Volley und am Mittwochmorgen mit zwei Kollegen aus dem Verein im Einsatz. Die drei Volleyballer bringen den Kindern ihre Sportart etwas näher.In der Halle nebenan kommt eine andere Gruppe Kinder mit Tischtennis in Berührung. Auf einem Geschicklichkeitsparcours balancieren sie die Pingpongbälle auf dem Schläger, laufen um Stangen herum oder klettern über Bänke, möglichst ohne den Ball zu verlieren.

Jugendliche als Helfer

Volleyball und Tischtennis sind zwei von insgesamt 14 Sportarten, die Wädenswiler Kinder in der zweiten Herbstferienwoche kennen lernen und ausprobieren können. Dies im Rahmen der Sportwoche für Schulkinder. Ins Leben gerufen hat die Sportwoche vor vier Jahren das kantonale Sportamt. Vor drei Jahren wurde dann die Jugendarbeit Wädenswil ins Projekt miteinbezogen und seit diesem Jahr organisiert und führt die Jugendarbeit die Sportwoche selber durch. Vom kantonalen Sportamt gabs die grünen T-Shirts für die Kinder, und sollte die Sportwoche nicht kostendeckend sein, würde das Amt den Verlustbetrag übernehmen. Ansonsten liegt die Verantwortung bei der Jugendarbeit. «Das kantonale Sportamt hatte die Ressourcen nicht mehr und es macht ja auch Sinn, dass wir es nun selber durchführen», sagt Franziska Meyer, Sozialarbeiterin Jugend und Projektleiterin der Sportwoche. Unterstützt wird sie von einem Praktikanten und sechs Jugendlichen.

Eine der Jugendlichen, die tatkräftig während der ganzen Woche mithelfen, ist Jessica Delco. Die 16-Jährige ist zurzeit in der KV-Ausbildung und hat für die Sportwoche extra eine Woche unbezahlten Urlaub genommen. Bereits zum dritten Mal ist sie als Hilfsleiterin mit dabei. «Es ist gut, um mal aus meinem Arbeitsalltag wegzukommen, Sport ist in meinem Leben ein wichtiger Punkt und vor allem gefällt mir auch die soziale Arbeit mit den Kindern», sagt die junge Frau. Die Sportwoche ist sehr beliebt. Laut Franziska Meyer waren alle 40 Plätze gleich am ersten Anmeldetag ausgebucht. Ein paar Absagen musste sie leider erteilen. Sie bekomme jeden Abend E- Mails von Eltern, die ihr mitteilten, wie begeistert ihre Kinder seien, erzählt sie. Diese Rückmeldungen freuen die Verantwortliche natürlich. «Auch haben wir schon Anfragen bekommen, ob man nicht eine zweite Sport­woche machen könnte.» Es sei schön, dass das Angebot so beliebt sei, doch ob es nächstes Jahr zwei Sportwochen geben wird, konnte sie noch nicht sagen.

Rudern und Schach besonders beliebt

In acht verschiedene Sportarten kann jedes Kind während einer Woche reinschnuppern. Besonders beliebt sind dieses Jahr Rudern und Schachspielen, wie Meyer sagt. Aufs Rudern, das am Donnerstag auf dem Zürichsee stattfindet, freut sich Giona Kohler besonders. Der 10-Jährige macht gerne Sport. Er spielt schon Tennis, wollte aber gerne noch andere Sportarten kennen lernen. Tischtennis hat ihm besonders viel Spass gemacht. «Viele Kinder kommen, um neue Sportarten zu testen, aber viele Eltern sind natürlich auch froh, dass ihre Kinder während der Sportwoche betreut sind», weiss Franziska Meyer. Die 9-jährige Luisa Hobi ist bereits zum zweiten Mal dabei. Letztes Jahr hat sie in der Sportwoche Rudern gelernt. Es hat sie sofort gepackt und seit dann ist das Mädchen im Ruderclub. Sie findet es nicht nur toll, andere Sportarten kennen zu lernen, sondern auch neue Freunde zu finden oder alte wiederzusehen und mit ihnen zu spielen.

Erstellt: 18.10.2018, 10:15 Uhr

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