Samstagern

101 neue Wohnungen neben Industriegebiet geplant

Fünf Gebäude mit über hundert Wohnungen werden im Gebiet Bruggeten entstehen. Die Allmendkorporation überbaut dort eine der letzten grossen Baulandreserven in Samstagern. 

Viel Grünfläche soll die geplante Siedlung mit den fünf Mehrfamilienhäusern an der Stationsstrasse umgeben.

Viel Grünfläche soll die geplante Siedlung mit den fünf Mehrfamilienhäusern an der Stationsstrasse umgeben. Bild: Visualisierung: Hotz Partner AG

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Zwischen dem Bahnhof und dem Industriegebiet befindet sich an der Stationsstrasse eine der letzten grossen Baulandreserven von Samstagern. Das 26'500 Quadratmeter grosse Land – das sind knapp vier Fussballfelder – ist im Besitz der Allmendkorporation, welche dieses nun überbauen möchte. Aus dem dafür ausgeschriebenen Architekturwettbewerb ist das Wädenswiler Büro Hotz Partner AG als Sieger hervorgegangen.

Überzeugt habe die Hotz Partner AG hauptsächlich mit ihrem stimmigen Konzept, sagt Urs Baumann, Präsident der Allmendkorporation, und präzisiert: «Die Form der Gebäude und deren Anordnung haben die Vorgaben des Gestaltungsplans besonders gut erfüllt.» Der Gestaltungsplan gab eine gute Verteilung der Gebäude vor, sodass eine gewisse Durchsichtigkeit des Areals gegeben ist.

Gebäude ähneln Findlingen

Es sei anspruchsvoll gewesen, ein Projekt auf der Parzelle zu planen, sagt Daniel Gardi, Leiter Architektur der Hotz Partner AG. «Das Gebiet befindet sich an leichter Hanglage und ist ein Gletscherrückzugsgebiet.» Typisch für solche Moränenlandschaften seien Findlinge, Weideflächen und Eichen. «Diese Elemente dienten uns als Grundgerüst für unser Projekt», sagt Gardi. Die Positionierung der fünf Häuser kam durch die Aufzeichnung der einzuhaltenden Durch- und Ausblicke zustande. Auch dank ihrer Form sollen sie wie Findlinge in der Landschaft wirken und mit ihrer Höhe einen sanften Übergang zwischen der Industrie- und der Wohnzone bilden. Ein Grüngürtel grenzt zudem die Wohnsiedlung von den Industriebauten ab.

Die Häuser sind sechseckig. Pro Geschoss planen die Architekten fünf bis sechs Wohnungen mit 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen. Insgesamt sollen 101 neue Wohnungen in den fünf Gebäuden entstehen. «Die geplanten Gebäude sollten eine nur leichte Abstufung zu den höher gelegenen Industriebauten und den niedrigen Wohnbauten an der Stationsstrasse aufweisen und somit einen sanften Übergang zwischen der Industrie- und der Wohnzone bilden», sagt Gardi.

Weitere zwölf Maisonettewohnungen plant die Allmendkorporation im Obergeschoss eines Ersatzneubaus eines Gewerbegebäudes auf dem Areal.

Das Raumprogramm sieht zudem einen Doppelkindergarten auf dem Areal vor. Der eingeschossige Kindergartenpavillon soll am Eingang der Siedlung und losgelöst von den Wohnbauten erstellt werden. Ein in die Wohngebäude integrierter Kindergarten, wie es teilweise die anderen Wettbewerbsteilnehmer vorgeschlagen hatten, erachtete die Jury als nicht ideal wegen des Lärms.

Bezug in drei Jahren

«Anfang des nächsten Jahres wollen wir die Baueingabe machen», sagt Urs Baumann. Den Kredit bis und mit der Baubewilligung hat die Allmendkorporation bereits gesprochen. Nach der Baubewilligung müsste mit einem Kredit die Ausführung der Bauten genehmigt werden. Dies wird nach einer Marktanalyse aufgrund von genügend Interesse erfolgen, das heisst, der Bedarf an Wohnungen in Samstagern muss vorhanden sein. Dass die Siedlung je nach Nachfrage in zwei Etappen erbaut wird, schliesst er nicht aus. Mit einem Bezug rechnet Baumann frühestens 2022.

Mit der Grossüberbauung Drei Eichen – die ebenfalls auf Land der Allmendkorporation steht – ist Samstagern bereits im Jahr 2012 extrem gewachsen. «Dieses Wachstum wollten wir erst setzen lassen, bevor wir ein weiteres Wohnquartier erstellen», sagt Urs Baumann. Insgesamt besitzt die Allmendkorporation etwa 100 Hektaren Land, davon sind circa 10 Hektaren Bauland, das überwiegend bereits bebaut ist, und 90 Hektaren Wiesland oder Wald.

Erstellt: 04.07.2019, 16:34 Uhr

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