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Rettung für Loipe ZimmerbergHorgen und Oberrieden springen bei der Finanzierung ein

Wädenswil darf wegen des Notbudgets die Loipe in Schönenberg nicht bezahlen. Der Loipenbauer hätte sie sogar gratis gespurt – falls noch Schnee fällt.

Die Loipe Zimmerberg führt durch die Moränenlandschaft in Schönenberg bis nach Hirzel.
Die Loipe Zimmerberg führt durch die Moränenlandschaft in Schönenberg bis nach Hirzel.
Archivbild: Manuela Matt

Die Stadt Wädenswil darf vorläufig nur Geld ausgeben für Verpflichtungen, an die sie von Gesetzes wegen gebunden ist. Die Stadt musste nämlich ohne Budget ins Jahr 2021 starten. Das Parlament hatte es im Dezember an den Stadtrat zurückgewiesen. Die Stadt arbeitet zurzeit ein überarbeitetes Budget aus, das im März ins Parlament kommt.

Die Langlaufloipe, die grösstenteils durch die Moränenlandschaft in Schönenberg führt, gehört nicht zum gesetzlichen Auftrag der Stadt. Deshalb musste die Stadt dem Loipenbauer Konrad Gwerder kürzlich mitteilen, dass sie die Loipe diesen Winter nicht finanzieren kann.

Es fehlt nur der Schnee

Das Nein aus Wädenswil bedeutet aber doch nicht das Aus für das nordische Wintervergnügen im Naherholungsgebiet. Wie Sebastian Epp, Leiter Sicherheit und Gesundheit, berichtet, springen Horgen und Oberrieden in die Bresche. Beide beteiligten sich schon bisher. Er habe von beiden Gemeinden die Zusage erhalten, dass sie die Finanzierung sicherstellten, auch wenn Wädenswil diesen Winter nichts bezahlen könne.

Letztmals vor zwei Jahren konnte Landwirt Konrad Gwerder die rund neun Kilometer lange Langlaufloipe, die bis nach Hirzel reicht, ziehen. Damals war Wädenswil noch nicht beteiligt, weil Schönenberg noch eine eigenständige Gemeinde war. Letzten Winter – der erste nach der Fusion mit Wädenswil – herrschte Schneemangel. Auch jetzt fehlen noch ein paar Zentimeter für eine Loipe.

Konrad Gwerder erstellt die Loipe mit einem Pistenfahrzeug – wenn es genügend Schnee hat.
Konrad Gwerder erstellt die Loipe mit einem Pistenfahrzeug – wenn es genügend Schnee hat.
Archivbild: Sabine Rock

Konrad Gwerder hätte es sehr bedauert, wenn er die Loipe nicht hätte präparieren können, falls noch genug Schnee fällt. «Nicht wegen des Geldes», sagt er. Er erhalte 34 Franken für eine Stunde Arbeit. Weil die Loipensaison in der Regel nur von kurzer Dauer sei, verdiene er ein paar Hundert Franken. Die Loipe sei beliebt und er wolle den Sportlerinnen und Sportlern eine Freude machen. Deshalb habe er sich sogar überlegt, ob er die Loipe unentgeltlich präparieren solle.

1 Kommentar
    wil vonier

    super dass Horgen und Oberrieden die Schönenberg Loipe unterstuetzen und -

    der schnee faellt...... ein Sympathie Beitrag seitens des Golfclubs waere ja auch

    sehr erfreulich........