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Bruno-Manser-Fonds greift Möbelriesen anWoher stammt das Holz? Anzeige gegen Ikea

Der Möbelkonzern soll in mehr als achtzig Fällen gegen die Deklarationspflicht verstossen haben. Nun liegt der Fall beim Bund. Dort ist Ikea längst auf dem Radar.

Die Ikea-Filiale in Aubonne im Kanton Waadt gehört zu den fünf untersuchten Standorten.
Die Ikea-Filiale in Aubonne im Kanton Waadt gehört zu den fünf untersuchten Standorten.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone) 

Woher um alles in der Welt kommt Ingolf? «Nord- und Südamerika, Europa, Indien, Ozeanien», steht auf der Etikette des gleichnamigen Ikea-Stuhls aus Kiefernholz. Man liest und überlegt. Und ist verwirrt.

Diese Unschärfe bei der Deklaration ist offenbar kein Einzelfall. Der Bruno-Manser-Fonds hat Holzmöbel in fünf Schweizer Ikea-Filialen unter die Lupe genommen, dies in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Bern, Genf und Waadt. Geschäftsführer Lukas Straumann resümiert: «Ikea verstösst systematisch gegen die Holzdeklarationspflicht.»

Am Montag haben die Umweltschützer Post mit pikantem Inhalt abgeschickt: eine Anzeige gegen Ikea Schweiz und deren CEO Jessica Anderen. Adressat ist das Departement von Wirtschaftsminister Guy Parmelin (SVP). Angesiedelt ist hier das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen (BFK), das die Umsetzung der Deklarationspflicht kontrolliert. Die Aktion erfolgt gegen den Marktführer unter den hiesigen Möbelhäusern: Im Geschäftsjahr 2018/2019 hat Ikea einen Umsatz von 1,1 Milliarden Franken erzielt.

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