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Impfen von RisikopatientenHausärzte impfen ab nächster Woche

Der Kanton Zürich wird in einem ersten Schritt voraussichtlich 33'500 Dosen des neu zugelassenen Moderna-Impfstoffes erhalten.

Der Impfstoff reicht derzeit nur für wenige Risikopatienten.
Der Impfstoff reicht derzeit nur für wenige Risikopatienten.
Themenfoto: Keystone

Die Zürcher Hausärzte können in der kommenden Woche mit der Impfung gegen das Coronavirus beginnen. 165 Praxen wurden bereits darüber informiert, dass sie bei der Kantonsapotheke je 100 Impfdosen bestellen können. Insgesamt erhält der Kanton Zürich voraussichtlich 33'500 Dosen.

Die Ärztegesellschaft wählte Praxen aus, die mehr als 200 Risikopatienten behandeln, also Patienten über 75 Jahre oder mit schweren Vorerkrankungen.

Die Gesundheitsdirektion bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Artikel in der «NZZ». Weil die100 Impfdosen pro Praxis längst nicht für alle Risikopatienten reichen, müssen nun die Hausärzte entscheiden, welche Patienten Priorität haben.

Bitte nicht in der Praxis anrufen

Der Präsident der Zürcher Ärztegesellschaft, Josef Widler, betonte schon zu einem früheren Zeitpunkt, dass es nun nicht ratsam sei, beim Hausarzt anzurufen. Die Ärzte würden noch Zeit zur Vorbereitung und Organisation benötigen.

Statt anzurufen, sollen die Patientinnen und Patienten lieber eine E-Mail schreiben oder sich auf der Website der Ärztin oder des Arztes darüber informieren, wie die Praxis vorgehen wird.

Das Impfprogramm bei den Hausärzten wird nun laufend ausgebaut: Im Februar werden weitere 250 Praxen je 100 Dosen bestellen können. Auch diese Praxen wurden bereits darüber informiert.

Im Vergleich zum bereits früher zugelassenen Impfstoff von Pfizer/Biontech ist derjenige von Moderna bei Kühlschranktemperaturen haltbar und einfacher zu handhaben.

SDA

2 Kommentare
    Peter rusol

    Nicht anrufen? So, und was machen alle jene Risikopatienten, die kein Internet und keine E-Mail-Adresse haben? Wie sollen Sie erfahren, ob sie impfen können oder allenfalls einen Termin in einer anderen Arztpraxis bekommen? Es ist schon mühsam genug, dass die ganze Impfgeschichte nicht organisiert ist und es zu wenig Impfstoff gibt, obwohl man ein halbes Jahr (!) Zeit gehabt hätte, alles vorzubereiten. Ein Impfzentrum im ganzen Kanton, zu welchem die betagten Bürgerinnen und Bürger zwei Mal mit öffentlichem Verkehr reisen sollten, so sie denn in der Lage sind, dies zu tun! Promis, die aus fadenscheinigen Gründen sofort einen Impftermin bekommen haben, während andere null Chancen hatten. Auch Risikopatienten mit (schweren) Vorerkrankungen oder die solche zuhause pflegen, die wohl eher Priorität hätten. Ein Online-Buchungssystem, das dem Ansturm nicht gewachsen war und eine Telefonnummer, die nicht erreichbar war, jedenfalls für die Normalbürgerinnen und Bürger. Und jetzt soll man den Hausarzt nicht anrufen und gar nicht herausfinden können, ob man sich impfen soll? Soll das Chaos so weitergehen?