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3:0-Sieg gegen SCBHappy Birthday, ZSC!

Der Stadtclub feiert seinen 90. Geburtstag mit einem hart erkämpften 3:0 gegen einen biederen SC Bern. Ludovic Waeber feiert den ersten Shutout im ZSC-Dress.

Dem SCB enteilt: ZSC-Stürmer Fredrik Pettersson (rechts) und sein Landsmann Calle Andersson.
Dem SCB enteilt: ZSC-Stürmer Fredrik Pettersson (rechts) und sein Landsmann Calle Andersson.
Foto: Ennio Leanza/Keystone

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, heisst es. Das gilt wohl noch umso mehr in diesen unsicheren Covid-Zeiten. Und die ZSC Lions haben, pardon, der ZSC hat etwas zu feiern: Am Donnerstag wurde der Stadtclub 90-jährig, tags darauf lud er nun im Hallenstadion zum Duell der Grossclubs gegen den SCB. Und zu diesem Anlass spielten die Zürcher in schicken blauen Retro-Shirts auf. Gut, eine Hockeyparty wurde es nicht gerade vor rund 5000 maskierten Zuschauern. Aber immerhin gab es für die ZSC Lions mit dem 3:0 den dritten Sieg in Serie.

Dass es gut kommen könnte für die Zürcher, zeichnete sich schon früh ab: Prassl brachte die Zürcher bereits nach 138 Sekunden mit seinem ersten Saisontor in Führung. Er durfte, vor dem Tor quer von Simic angespielt, unbedrängt einschieben. Der SCB erholte sich aber gut von diesem Fehlstart, und in der 6. Minute konnte Haas nach einer Zürcher Unachtsamkeit allein auf Waeber zustürmen. Die Leihgabe aus Edmonton machte alles richtig, täuschte an und schob den Puck durch die Beine des Goalies hindurch doch der machte diese noch rechtzeitig zu.

Waeber hat sich innert Kürze zum Rückhalt und zum echten Herausforderer Flüelers entwickelt, der zum dritten Mal in Serie zuschauen musste. In der 31. Minute musste sich der 24-jährige Freiburger dann aber doch geschlagen geben: Brithén traf mit einem Hocheckschuss. Doch ZSC-Goalietrainer Stephan Siegfried hatte per Video gesehen, dass dem Tor eine Abseitsposition vorausgegangen war, und meldete dies nach unten zu Grönborg. Der nahm die Coach’s Challenge und sah das Tor wieder annulliert.

Der SCB kämpfte fortan immer verzweifelter um ein Erfolgserlebnis. Der gute Wille ist dem Meister von 2019 nicht abzusprechen, doch es fehlt die Klasse im Abschluss, die der nach Lugano abgewanderte Mark Arcobello verkörpert hatte. Mal für Mal durften sich die Berner im Powerplay versuchen, immer wieder blieben sie erfolglos. In der 45. Minute erhöhte dann ZSC-Captain Geering mit einem wuchtigen Schlenzer auf 2:0. Es war die Entscheidung in diesem an spielerischen Höhepunkten armen Duell. Hollenstein traf dann noch zum 3:0 ins verlassene SCB-Tor.

Ernst Meier als Ehrenpräsident

Es hat sich einiges getan, seit der ZSC am 15. Oktober 1930 im Hotel Habis Royal vis-à-vis dem Hauptbahnhof Zürich gegründet wurde. Damals war er noch ein Club der Bündner, nur ein Gründungsmitglied stammte nicht aus dem schönen Ferienkanton. Inzwischen sind die ZSC Lions fest in Zürcher Hand. 13 Spieler, die gegen den SCB aufliefen, sind Zürcher. Die wechselhafte Geschichte des Clubs wurde neu auf einer Website (ZSC.ch) liebevoll aufbereitet. Auf Initiative von Ernst Meier, der Anfang Woche in der Blume in Schwamendingen zum Ehrenpräsidenten des «alten» ZSC ernannt wurde.