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Coronavirus in der Schweiz+++ Bund meldet 4241 neue Fälle +++ Durststrecke für Brauereien wegen Pandemie

Das BAG hat die neusten Covid-19-Zahlen verkündet. Der Bier-Absatz ist im Land stark gesunken. Nationale Corona-News im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der Neuinfektionen geht in der Schweiz langsam zurück.

  • Laut Experten liegt der aktuelle R-Wert unter 1.

  • Der Bundesrat empfiehlt Homeoffice für die ganze Schweiz soweit möglich.

  • Diverse Kantone haben ihre Massnahmen gegen das Virus verschärft.

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LIVE TICKER

Pandemie schlägt auf Bierdurst

Die Schweizer Brauereien haben wegen der Pandemie grosse Mühe, die Biertrinker bei der Stange zu halten. Der Absatz ist im abgelaufenen Braujahr (per Ende September) um 2,2 Prozent gesunken.

Diese Zahl zeigt aber noch nicht das volle Ausmass der Durststrecke. Denn «der jetzige Winter sieht zappenduster aus», sagte der Direktor des Schweizer Brauerei-Verbands (SBV), Marcel Kreber, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP. Im Oktober sei der Bierabsatz um über 10 Prozent tiefer ausgefallen als im Vorjahr. «Der November wird noch schlimmer. Jetzt wird es hart.» Denn viele Weihnachtsessen seien abgesagt. Das treffe die Gastronomie hart und damit auch die Brauereien, erklärte Kreber. Es gebe Brauereien, die 90 Prozent ihres Absatzes in der Gastronomie machten.

Diese litten unter den Corona-Einschränkungen des sozialen Lebens besonders stark. Die Schliessungen von Restaurants, die Absagen bedeutender Sportanlässe wie der Fussball-EM, der Eishockey-WM und den Schwingfesten hätten voll durchgeschlagen. Auch die Absage von Konzerten, Open Airs und weiterer kultureller Veranstaltungen mache den Brauereien zu schaffen, sagte Kreber.

Beizen und Bars leiden

Der Bierabsatz in der Gastronomie sei im abgelaufenen Braujahr um über 23 Prozent eingebrochen. Dagegen gingen die Leute in die Läden, um sich Bier zu besorgen. So habe der Verkauf im Detailhandel habe deshalb um 7,6 Prozent zugenommen. Damit sei der Anteil der Gastronomie am Gesamtkonsum auf 30 Prozent geschrumpft, sagte Kreber, während der Detailhandel auf 70 Prozent zugelegt habe. Vor zehn Jahren sei das Verhältnis noch 50:50 gewesen.

Die Schweizer Brauereien haben momentan  grosse Mühe, die Biertrinker bei der Stange zu halten.
Bierausschank
Die Schweizer Brauereien haben momentan grosse Mühe, die Biertrinker bei der Stange zu halten.
Christophe Gateau (Keystone/Symbolbild)

Insgesamt hätten die Bewohner der Schweiz im vergangenen Braujahr 3,4 Millionen Stangen Bier weniger getrunken. Der gesamte Absatz schrumpfte um 2,2 Prozent auf 4,6 Millionen Hektoliter. Dies sehe nach einem moderaten Rückgang aus, sagte Kreber. Für die hiesigen Brauereien sei die Lage aber schlimmer. Denn die inländischen Brauer hätten einen Absatzrückgang um 4,8 Prozent auf 3,5 Millionen Hektoliter erlitten.

Dagegen nahm das Importbier um 6,9 Prozent auf 1,1 Millionen Hektoliter zu. Das ist der erste Anstieg des Importbiers seit sechs Jahren. SBV-Direktor Kreber sprach von einer Trendwende. Die Leute gingen in die Läden und kauften vermehrt ausländisches Büchsenbier.

BAG meldet 4241 Neuinfektionen

Für die letzten 24 Stunden meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 4241 Coronavirus-Ansteckungen. Am Dienstag vor einer Woche waren es 4560, am Dienstag vor zwei Wochen 5980, gestern Montag 9751 neue Fälle für 72 Stunden. Die Positivitätsrate beträgt 20,4 Prozent bei 20'794 neu gemeldeten Tests.

Es gibt 238 Spitaleinweisungen und 142 Tote. Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche wurden 299 Spitaleinweisungen und 142 Tote gezählt, am Dienstag vor zwei Wochen 243 Spitaleinführungen und 107 Tote.

Die Posititivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 22,2 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 741 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Getestet wurden in den 14 Berichtstagen 64'031 Personen.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 325'562 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, wie das BAG mitteilte. Insgesamt 12'129 Personen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 stieg gemäss BAG auf 3930, 1040 davon allein in den letzten 14 Tagen.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 2'592'950 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Dienstag nach Angaben des BAG 32'919 Personen in Isolation und 31'153 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich waren 276 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

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14-Tages-Inzidenz der Kantone:

Schnelltest wohl bald als Generikum verfügbar

Die auf Generika spezialisierte Pharmafirma Mepha will im grossen Stil Covid-19-Schnelltests in der Schweiz vertreiben. Der Panbio genannte Antigen-Schnelltest der US-Firma Abbott soll in 15 Minuten per Nasen-Rachen-Abstrich infizierte Personen ausfindig machen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Der Schnelltest von Abbott ist gemäss den Angaben CE-zertifiziert und wurde durch ein Schweizer Referenzlabor geprüft. Panbio sei einer der zwei Tests, der für die Strategie des Bundes zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie zugelassen wurde und mobil einsetzbar zuverlässige Ergebnisse innert einer Viertelstunde liefere. Der Test werde dabei durch Fachpersonen in Apotheken, Arztpraxen, Spitälern und Testzentren durchgeführt.

Nachweis eines Antigens während der Infektion

Die Vertriebsvereinbarung zwischen Mepha und Abbott erlaube es, die Testkapazität in der Schweiz stark zu erhöhen. Der Test weist den Angaben zufolge ein Protein des Antigens nach, das vorhanden ist, wenn eine Person gegenwärtig infiziert ist.

Der Bund übernehme dabei die Kosten für den Schnelltest bei Personen, die gemäss den Kriterien des BAG als symptomatisch gelten oder eine Meldung der Swiss Covid App erhalten haben. Laut der Mitteilung von Mepha liefert der Schnelltest sehr zuverlässige Resultate.

Vorläufige Ergebnissen einer von Abbott durchgeführten klinischen Studie mit 585 Personen hätten gezeigt, dass der Panbio Schnelltest eine Sensitivität von 91,4 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent aufweise. Dies bedeute, dass über 91 von 100 Infektionen identifiziert würden und bei weniger als einem Prozent der Testpersonen fälschlicherweise eine Erkrankung angezeigt werde.

Mehrere Fälle im Kloster von Engelberg

Das Coronavirus macht auch nicht vor der Klosterpforte halt: Über das Wochenende sind im Benediktinerkloster in Engelberg zu zwei bereits bekannten positiven Coronafällen vier weitere Fälle dazu gekommen. Darunter befinden sich der Rektor der Stiftsschule sowie der Pfarrer von Engelberg. Sie alle befinden sich in Isolation.

Alle am Coronavirus Erkrankten gehe es den Umständen entsprechend gut, schreibt das Kloster am Montag auf seiner Internetseite. Sie würden zum Teil trotz positivem Test keinerlei Symptome aufweisen.

Corona macht nicht vor der Klosterpforte halt: In Engelberg wurden mehrere Mönche positiv auf das Covid-19 getestet.
Corona macht nicht vor der Klosterpforte halt: In Engelberg wurden mehrere Mönche positiv auf das Covid-19 getestet.
Foto: Eddy Risch (Keystone/Symbolbild)

Der Schulbetrieb der Stiftsschule sowie der Partnerschulen finde unter Einhaltung der strengen Schutzmassnahmen weiterhin statt, heisst es weiter. Als weitere Sofortmassnahme entschied die Klostergemeinschaft, den Gästetrakt bis voraussichtlich am 11. Januar 2021 zu schliessen.

Schweizer Tourismus vor schwieriger Wintersaison

Die Wintersaison steht für die Schweizer Tourismusbranche ganz im Zeichen der Coronapandemie. Die bis dato getätigten Buchungen für die Weihnachts- und Sportferien sind deutlich unter dem Niveau des Vorjahrs.

Per Ende Oktober lag der Buchungsstand für die Weihnachtsferien in den Berggebieten rund 19 Prozent hinter den Werten von 2019 zurück, wie eine am Montag publizierte Umfrage des Branchenverbands «Schweiz Tourismus» zeigt. Für die zeitlich noch etwas weiter entfernten Sportferien trafen gar 28 Prozent weniger Buchungen ein als noch im Vorjahr.

Touristen mit Schutzmasken fahren mit der Gornergratbahn vor dem Matterhorn vom Gornergrat nach Zermatt.
Touristen mit Schutzmasken fahren mit der Gornergratbahn vor dem Matterhorn vom Gornergrat nach Zermatt.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Insbesondere die Nachfrage aus dem europäischen Ausland bleibe in den Berggebieten aufgrund punktueller Reisebeschränkungen und Quarantäne-Bestimmungen gedrückt, schreibt Schweiz Tourismus. Ausserdem lastet der weitgehendende Wegfall von Buchungen aus Übersee auf den Zahlen. Es bestehe aber weiterhin die Hoffnung, dass einige Einschränkungen bis Weihnachten aufgehoben werden.

Innerhalb der Branche seien verschiedene Vorkehrungen getroffen worden, um sich der Situation anzupassen, so der Branchenverband. Neben einer Reduktion der Kapazitäten würden auch Storierungsbedingungen gelockert. Bei den Wintersport-Aktivitäten sollen Angebote wie eine webbasierte Gondel-Reservation oder Drive-in-Restaurants auf Skiern die Sicherheit der Gäste erhöhen.

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BAG meldet 9751 neue Fälle

Für die letzten 72 Stunden meldet das BAG 9751 neue Coronavirus-Ansteckungen. Am Montag vor einer Woche waren es noch 12'839 neue Fälle übers Wochenende, am Montag vor zwei Wochen 17’309. Vergangenen Freitag hatte das BAG 4946 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Die aktuelle Positivitätsrate beträgt 16,7 Prozent bei 58'427 neu gemeldeten Tests. Übers Wochenende gab es 213 neue Todesfälle. 410 Personen sind hospitalisiert worden.

Am Montag vor einer Woche hatte es 483 Spitaleinweisungen und 198 Todesfälle innerhalb von 72 Stunden gegeben. Letzten Freitag meldete das BAG 111 neue Todesfälle und 252 Spitaleinweisungen innerhalb von 24 Stunden.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 300'352 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, wie das BAG am Montag mitteilte. Insgesamt 11'891 Personen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 stieg gemäss BAG auf 3788, (1014) davon allein in den letzten 14 Tagen.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Montag nach Angaben des BAG 32'812 Personen in Isolation und 31'140 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich waren 998 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

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Obwaldner Pflegeheim von Coronawelle erfasst

In einem Pflegeheim im Obwaldner Hauptort Sarnen sind über 60 Personen mit dem Coronavirus angesteckt worden. Gemäss Homepage des Pflegeheims «am Schärme» waren am Samstag 35 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einem positiven Testresultat in Isolation.

Über die Ansteckungswelle berichtete am Montag der «Blick». Die Fälle konzentrieren sich auf ein Haus. In diesem habe es eine starke Ausbreitung der Fälle gegeben, teilte das Pflegeheim auf seiner Homepage mit. Es seien darauf sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner getestet worden. Auch bei Personen ohne Symptome habe es ein positives Testresultat gegeben (lesen Sie dazu: Heimleiter im Corona-Dilemma – Altersheime testen Mitarbeiter nicht – aus Angst vor Personalengpässen).

Der Grossteil der mit dem Virus angesteckten Personen hat nach Angaben des Pflegeheims einen milden Krankheitsverlauf. Es habe aber auch Todesfälle gegeben.

35 Bewohner und 31 Mitarbeitende in Isolation: Im Altersheim «am Schärme» in Sarnen ist es zu einem grösseren Corona-Ausbruch gekommen. (Archivbild)
35 Bewohner und 31 Mitarbeitende in Isolation: Im Altersheim «am Schärme» in Sarnen ist es zu einem grösseren Corona-Ausbruch gekommen. (Archivbild)
Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Kontroverse über angebliche Pandemie-Versäumnisse im Sommer

Mögliche Versäumnisse bei der Handhabung der Corona-Pandemie im Sommer haben eine Kontroverse ausgelöst. Die Behörden bestreiten Unterlassungen im Vorfeld der zweiten Welle. Laut Epidemiologen wurden dagegen klare Warnhinweise übersehen. Der WHO-Sondergesandte für Covid-19 warnte gar vor einer dritten Welle in der Schweiz.

BAG-Direktorin Anne Lévy hat sich am Wochenende in einem Interview mit dem «Sonntagsblick» zuversichtlich gezeigt, «dass wir momentan in die richtige Richtung gehen». Es sehe nach einer Trendwende aus. Sie sei vorsichtig optimistisch.

Gestützt wird diese Einschätzung von der Entwicklung der sogenannten Reproduktionszahl (R-Wert). Die neusten, von der ETH Zürich online veröffentlichten provisorischen Werte liegen im schweizerischen Durchschnitt bei 0,78, in der Westschweiz sogar deutlich darunter. Die «Sonntagszeitung» hatte zuerst darüber berichtet (zur Meldung).

Gleichzeitig bestritt die neue Chefin des BAG, dass die Schweiz zu wenig vorbereitet gewesen sei auf die zweite Welle. Man habe gewusst, dass eine zweite Welle komme und dass diese vermutlich heftiger sein werde als die erste.

Vom Ausmass überrascht

Die zweite Welle habe die Schweiz nicht unvorbereitet getroffen. Im Sommer hätten die Kantone sowohl das Contact Tracing als auch die Testkapazitäten ausgebaut. Niemand habe jedoch damit gerechnet, dass die Zahlen so schnell ansteigen würden.

Es sei in diesem Sommer legitim gewesen, «ein positives Szenario zuzulassen», stimmte auch Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK), dieser Einschätzung in einem Interview mit der «Sonntagszeitung» zu (zum Interview).

Widerspruch dazu gab es am Wochenende von David Nabarro, dem Sondergesandten der Weltgesundheitsorganisation WHO im Kampf gegen Covid-19. Er erklärte in einem Interview mit den CH Media-Medien vom Samstag, die Schweizer Behörden hätten es verpasst, in den Sommermonaten die nötige Infrastruktur aufzubauen, nachdem sie die erste Welle unter Kontrolle gebracht hatten. Die Folge sei die zweite Welle. Wenn man jetzt nicht handle, werde man Anfang 2021 die dritte Welle haben.

Bei Verdacht werden alle getestet

Obwohl genügend Tests vorhanden sind, wird in der Schweiz verhältnismässig wenig getestet. Nun will der Bund, dass aktiver getestet wird – und zwar dort, wo es bereits zu Erkrankungen gekommen ist. Im Fachjargon nennt sich das Ausbruchskontrolle: Tritt ein Fall auf, werden ganze Abteilungen oder Klassen mittels Schnelltests überprüft. Wie das BAG der «NZZ am Sonntag» bestätigt, erarbeitet es derzeit Empfehlungen für Ärzte für den Einsatz der Schnelltests im Rahmen solcher Ausbruchskontrollen. «Diese Arbeiten sollen demnächst abgeschlossen sein.»

Für die Untersuchungen zuständig sei die jeweilige kantonale Stelle. «Sie legt fest, in welchen Fällen die Antigen-Schnelltests zur Ausbruchsuntersuchung eingesetzt werden», schreibt das BAG. Bei den Kantonen, aber auch bei Alters- und Pflegeheimen ist man froh über die neuen Vorgaben. «Wir begrüssen es, dass es in diesem Bereich eine Orientierungshilfe seitens des Bundes gibt», sagt der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz in der «NZZ am Sonntag». Auch die Medienstelle der Gesundheitsdirektion Zürich schreibt, dass man auf die entsprechenden Empfehlungen warte, um die Tests entsprechend einsetzen zu können. Dagmar Rösler, Präsidentin des Lehrerverbands Schweiz LCH, findet das grundsätzlich eine gute Idee: «In Schulen könnten solche Screenings für mehr Klarheit sorgen», sagt sie in der «NZZ am Sonntag».

Rund 1000 Personen demonstrieren in Lachen SZ

Rund 1000 Personen haben am Samstagnachmittag in Lachen SZ an einer bewilligten Kundgebung gegen die verschärften Corona-Massnahmen demonstriert. Trotz mehrmaliger Aufforderung hat sich die Mehrheit der Demonstrierenden nicht an die Maskentragepflicht gehalten.

SVP-Nationalrat Pirmin Schwander während einer Ansprache in Lachen.
SVP-Nationalrat Pirmin Schwander während einer Ansprache in Lachen.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Dies teilte die Kantonspolizei Schwyz am Samstagabend mit. Organisiert worden war die Kundgebung von einem «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Corona-Politik». Unter den Redner waren unter anderem der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander und der Satiriker Andreas Thiel.

Nach rund zwei Stunden sei die friedliche Kundgebung beendet gewesen, schreibt die Kantonspolizei Schwyz. Die Polizei habe sich im Hintergrund bereit gehalten und aus Gründen der Verhältnismässigkeit auf die Durchsetzung der Maskentragpflicht verzichtet. Unter den Teilnehmenden hätten sich auch viele Familien mit Kindern befunden. Die Veranstalter würden bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht, schreibt die Kantonspolizei.

WHO-Sondergesandter kritisiert Schweiz

David Nabarro, WHO-Sondergesandter im Kampf gegen Covid-19, geht mit der Corona-Strategie der Schweiz hart ins Gericht. Die Massnahmen seien angesichts der «extrem ernsten Situation» zu halbherzig. Wie Europa habe das Land im Sommer geschlafen.

Die Behörden hätten es verpasst, die nötige Infrastruktur aufzubauen in den Sommermonaten, nachdem sie die erste Welle unter Kontrolle gebracht hatten, sagte Nabarro in einem Interview mit den CH Media-Zeitungen. Die Folge sei die zweite Welle. Wenn man jetzt nicht handle, werde man Anfang 2021 die dritte Welle haben.

Die Länder Ostasiens hätten klar gezeigt: wenn man die Fallzahlen hinuntergebracht habe wie im Sommer, lockere man die bisherigen Massnahmen nicht. «Man wartet, bis die Fallzahlen tief sind und tief bleiben.» Erst müsse man vorbereitet sein, um künftige Ausbrüche zu stoppen.

In der Westschweiz sei die Situation extrem ernst, so der Experte der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Fallzahlen seien extrem hoch und es gebe wirkliche Überlastungen in den Spitälern.

Isolierung überprüfen

Es brauche eine «viel robustere Strategie von Behörden und Einwohnern». So müsse etwa die Isolierung total sein bei einer Ansteckung. Und die Behörden müssten dies überprüfen. Die Lage in der Schweiz sei zu ernst, als dass man dies einzelnen Personen überlassen dürfe.

Es braucht laut Nabarro klare Zuständigkeiten. Bekannte von ihm in der Westschweiz zum Beispiel wüssten jedoch nicht, wer für sie verantwortlich sei, wenn sie krank würden. Das sei erstaunlich in einem Landesteil mit einer der höchsten Fallzahlen Europas. «Es überrascht mich, dass es nicht als nationaler Notstand behandelt wird.»

Andererseits sei eine grössere Nähe wichtig. Jede Gemeinde müsse die nötigen Kapazitäten haben, um mit Ansteckungen umzugehen. Die kantonale Ebene sei zu weit weg. «Es braucht eine sehr genaue Überwachung der Menschen, so dass man eine Ansteckung entdeckt.»

BAG lanciert neue Kampagne

Die Fallzahlen gehen zurück, es wird aber weniger getestet. Das BAG startet deshalb am Sonntag eine neue Kampagne. Der Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH und der Krankenkassenverband H+ unterstützen die Kampagne.

Wir müssen so viele Fälle wie möglich aufdecken, deshalb sind die Tests wichtig, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch vor den Bundeshausmedien in Bern.

Lesen Sie hier mehr dazu: «Lassen Sie sich testen. Es gibt genügend Kapazitäten»

Denn nicht nur die Fallzahlen sinken, auch die Anzahl Tests. Dabei sei gerade in dieser Phase das Testen sehr wichtig, erklärte Masserey. «Die Tracking-Dienste der Kantone sind sehr überfordert», deshalb müsse man testen. Am Sonntag werde eine neue Kampagne des BAG gestartet, die zum Testen aufrufe.

Die Lage bleibe trotz der sinkenden Fallzahlen angespannt. Die Zahlen bei den Hospitalisationen und den Verlegungen auf die Intensivstationen seien noch hoch, aber mit den sinkenden Fallzahlen hoffe man, mit Verzögerung auch dort eine Verbesserung zu sehen. «Bei den täglichen Todesfällen liegen wir noch immer auf hohem Niveau.»

Hören Sie auch die neuste Folge unseres Podcasts: Impfstoff gut, alles gut?

Grenze zu Deutschland soll offen bleiben

Der Grenzverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland soll in der zweiten Welle der Corona-Pandemie offen bleiben. Dafür machen sich die sieben Grenzkantone und das deutsche Bundesland Baden-Württemberg stark. Die Zusammenarbeit bei der Corona-Bekämpfung solle gestärkt werden.

Das gemeinsame Ziel sei es, aus den Erfahrungen der ersten Welle zu lernen und ein koordiniertes und zielgerichtetes Vorgehen in der Grenzregion zu fördern. Das steht in einer gemeinsamen Erklärung des Bundeslandes Baden-Württemberg und der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, St. Gallen sowie Thurgau und Zürich.

Eine Delegation der Grenzkantone hatte sich am Freitag mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) online zu einem Arbeitsgespräch getroffen. Delegationsleiter auf der Schweizer Seite war der Aargauer Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann (SP/m Bild), wie die Staatskanzlei Aargau weiter mitteilte.

Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

«Für die Grenzregion zwischen Deutschland und der Schweiz ergeben sich in der Corona-Pandemie besondere Herausforderungen, die wir als grenzüberschreitende Partner nur zusammen bewältigen können», heisst es in der Erklärung weiter.

Die nationalen Regierungen und die Europäische Union sollten die grenzüberschreitende Kompatibilität der Corona-Warn-App in Deutschland und der Schweiz ermöglichen. Man wolle die Bedeutung des Informationsaustauschs und der grenzüberschreitenden Nachverfolgung von Infektionsketten für die Pandemiebekämpfung fördern.

Wallis hält an strengen Massnahmen fest

Trotz des Rückgangs der Covid-19-Fälle hält das Wallis an seinen strengen Massnahmen fest. Die Kantonsregierung hat die Schutzmassnahmen bis am 13. Dezember um Mitternacht verlängert. Ursprünglich hätten sie bis zum 30. November gelten sollen.

Erlassen worden waren sie am 22. Oktober. Nach Angaben des Staatsrats vom Freitag ist die Zahl der Fälle trotz des Rückgangs immer noch hoch und der Druck auf das Gesundheitswesen beträchtlich. Anpassungen nahm die Regierung bei religiösen Zeremonien, Besuchen in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie beim Sport für Kinder und Jugendliche unter 16 vor.

Dieses Bild gibt es im Kanton Wallis derzeit nicht: Eine Bar in Martigny. (21. Oktober 2020)
Dieses Bild gibt es im Kanton Wallis derzeit nicht: Eine Bar in Martigny. (21. Oktober 2020)
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Demnach dürfen wieder bis zu 50 Personen an Gottesdienste, Andachten, Beerdigungen und anderen religiösen Akten teilnehmen. Bedingung ist die Einhaltung der sozialen Distanz und Hygieneregeln sowie von Schutzplänen.

Restaurants bleiben geschlossen

Kinder und Jugendliche dürfen im Rahmen der vom Bund festgelegten Limiten wieder sportlichen Tätigkeiten nachgehen. Ausgenommen sind Wettkämpfe. In Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sind Besuche unter strengen Auflagen erlaubt. Einschränkungen richten sich nach der Situation in der Institution. Besuche in Notfällen sind immer möglich.

Der Gang ins Restaurant ist den Walliserinnen und Wallisern weiterhin verwehrt. Unterhaltungs-und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen. Versammlungen von mehr als zehn Personen in öffentlichen oder privaten Räumen sind untersagt. Dasselbe gilt für Kontaktsportarten mit Ausnahme des Profisports unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Einzeltrainings. Diese Vorschriften erliess die Kantonsregierung zusätzlich zu den vom Bund verordneten Massnahmen.

Basel-Stadt schliesst Restaurants und Bars

Der Kanton Basel-Stadt fährt das öffentliche Leben angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen herunter. Ab Montag werden Restaurants, Bars und Cafés geschlossen. Zudem gilt für Veranstaltungen eine Obergrenze von 15 Personen.

Geschlossen werden auch Fitnesscenter, Kunsteisbahnen, Hallenbäder und Casinos. Dies gab der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger am Freitag an einer Online-Medienkonferenz bekannt.

Lesen Sie hier mehr dazu: «Sämtliche Restaurationsbetriebe werden in Basel-Stadt geschlossen»

In Basel-Stadt gehen die Coronavirus-Fallzahlen entgegen dem schweizweiten Trend nicht zurück. So vermeldete der Stadtkanton am Freitag 110 und am Donnerstag 105 Neuansteckungen und vier Todesfälle. Engelberger hatte vergangene Woche bereits angekündigt, dass der Kanton die Schutzmassnahmen verschärfen werde, wenn sich die Zahlen der Neuinfektionen und Hospitalisierungen nicht deutlich zurückentwickeln würden.

4946 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden

Für die letzten 24 Stunden meldet das BAG 4946 Coronavirus-Ansteckungen. Am Freitag vergangener Woche waren es 6739 Fälle. Die Positivitätsrate beträgt 19,2 Prozent bei 25'786 neu gemeldeten Tests. Zudem meldete das BAG heute 111 neue Todesfälle und 252 Spitaleinweisungen.

Gestern wurden 5007 Neuansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Am Montag hatte das BAG die Zahlen für das ganze Wochenende und den Freitag bekanntgegeben. Insgesamt waren für diese drei Tage 12’839 neue Ansteckungen gemeldet worden.

Insgesamt gab es dem BAG zufolge seit Beginn der Pandemie 2'513'729 laborbestätigte Fälle. Seit Anfang der Pandemie mussten 11'481 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Freitag nach Angaben des BAG 28'703 Personen in Isolation und 30'451 Personen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 985 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

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Gymnasium beschafft 600 Armeedecken für frierende Schüler

Wegen der Aerosol-Thematik ist das Thema Lufthygiene in den Schweizer Schulen wieder ganz oben. Wie oft muss ein Klassenzimmer gelüftet werden? Das Bundesamt für Gesundheit hat am Donnerstag ein Erklärvideo veröffentlicht, um Schulen für die Thematik zu sensibilisieren. Die Kurzfassung: In jeder Pause gehören alle Fenster geöffnet.

Der Luftaustausch reduziert nicht nur die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus und anderen Erregern, auch die Sauerstoffzufuhr wird damit optimiert, was sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Das regelmässige Lüften bringt jetzt aber auch zunehmend kalte Luft in die Klassenzimmer und schafft damit ein ganz anderes Problem: frierende Schüler.

Alle 15 Minuten wird gelüftet

Am Basler Gymnasium Leonhard, wo die Fenster alle 15 Minuten geöffnet werden, halten jetzt Armeedecken aus dem Zeughaus die Schüler warm. Wie «20 Minuten» berichtet, organisierte Rektor Christian Döbeli die Decken, nachdem Schüler sich an einer Delegiertenversammlung beklagt hatten, dass es wegen des Lüftens in den Klassenzimmern jetzt sehr kalt sei.

Er habe beim Zeughaus angefragt, ob sie Decken zur Verfügung stellen könnten. «Das Ganze lief sehr unbürokratisch ab», erzählt er. «Die Decken waren eigentlich innert eines Telefonats organisiert.»

Zusätzlich habe er noch ein Transportunternehmen gefunden, welches die sechs Paletten mit den 600 Militärdecken kostenlos an den Kohlenberg gebracht habe, wo sie jetzt nun darauf warten an alle Schüler verteilt zu werden.

Die Schüler des Basler Gymnasiums Leonhard bekommen jetzt Decken.
Die Schüler des Basler Gymnasiums Leonhard bekommen jetzt Decken.
Quelle: 20 Minuten
Novartis erwirbt experimentelle Covid-19-Lungentherapie

Der Schweizer Pharmakonzern hat von der australischen Biotech-Firma Mesoblast die Rechte für die experimentelle Zelltherapie Remestemcel-L zur Behandlung von akutem Lungenversagen erworben. Die Behandlung wird derzeit zum Einsatz bei Covid-19-Patienten getestet. Mesoblast erhält den Angaben zufolge eine Vorauszahlung von 25 Millionen Dollar und Novartis beteiligt sich für weitere 25 Millionen Dollar an der Firma. Zudem wurden weitere Zahlungen abhängig von den Entwicklungsfortschritten und Lizenzgebühren vereinbart.

Nationalrat Glarner ist in Isolation

Nationalrat Andreas Glarner, Präsident der SVP Aargau, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befindet sich nun in Isolation.

«Der Husten geht an die Substanz»
Der SVP-Politiker Andreas Glarner wurde positiv auf das Coronavirus getestet. 20 Minuten gegenüber beschreibt er den Verlauf wie eine Grippe bis auf den massiven und unangenehmen Husten.

Seit einigen Tagen habe Glarner an hartnäckigen Grippesymptomen gelitten, teilte die SVP Aargau am Donnerstag mit. Die Symptome seien jedoch am Abklingen. Weil er am Donnerstag als Präsident eine Sitzung der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates hätte leiten sollen, habe Glarner sich vorsichtshalber testen lassen.

Bereits vor dem positiven Test habe er seine Kontakte auf das Notwendigste reduziert und die geltenden Regeln eingehalten, schrieb die Partei weiter. Es sei unklar, wo er sich angesteckt habe.

Neuenburg und Bern verlängern Massnahmen

Im Kanton Bern bleiben Museen, Kinos und Konzertlokale bis 7. Dezember geschlossen. Die Berner Regierung hat nach einer Lagebeurteilung beschlossen, die Corona-Massnahmen bis zu diesem Datum zu verlängern.

Die im Kanton geltenden, teilweise über die Regeln des Bundes hinaus gehenden Massnahmen waren bis 23. November befristet. Wie die Kantonsregierung am Donnerstag vor den Medien bekanntgab, hat sie angesichts der nach wie vor hohen Fallzahlen beschlossen, die Massnahmen um gut zwei Wochen zu verlängern. Die Regierung hoffe, steht in einer Mitteilung, in zwei bis drei Wochen Lockerungen «in Richtung der Bundesmassnahmen beschliessen zu können».

Auch der Kanton Neuenburg verlängert die Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie, und zwar bis zum 6. Dezember. Die Kantonsregierung fordert die Bevölkerung auf, sich weiterhin an die Regeln zu halten, damit die Restaurants ab dem 7. Dezember wieder öffnen können.

Auch wenn ein Rückgang der Ansteckungen festzustellen sei, bleibe die Gesundheitslage sehr angespannt, teilte der Westschweizer Kanton am Donnerstag mit.

Hinweistafeln zum Covid-19-Testzentrum in Neuenburg.
Hinweistafeln zum Covid-19-Testzentrum in Neuenburg.
Foto: Laurent Gillieron (Keystone/3. November 2020)

sda/reuters/red

8566 Kommentare
    Paul Weder

    Aufgrund des Podcasts von SRF1 mit Herrn Bundesrat Maurer wird nun auf einmal klar, was passiert ist in der Vergangenheit. Der Gesamtbundesrat hat beschlossen, dass die Menschenleben und die teilweise irreversibel erkrankten Menschen, welche jetzt geopfert werden nur eine Güterabwägung sind, und deshalb können geopfert werden für die Wirtschaft. Dahinter stecken die vier Wirtschafts-Bundesräte, Herr Parmelin, Herr Maurer, Herr Cassis und Frau Keller. Und es wird auch klar, weshalb die beiden bürgernahen Bundesräte Frau Sommaruga und Herr Berset auf einmal zum Schweigen gebracht wurden, denn diese äussern sich nicht mehr in der Öffentlichkeit. Es müssen Bundesrats-intern die Fetzen geflogen sein. Seit dieser Entscheidung lässt man es einfach durchlaufen, aber immer so, dass die Bevölkerung noch meint, man wolle die Pandemie bekämpfen. Aber das will man eigentlich gar nicht. Denn, wie gesagt, durch Corona Gestorbene und Corona-Geschädigte sind ja nur eine Güterabwägung, und man hat sich gegen sie entschieden. Der Bürger weiss nun, dass der Bundesrat nicht will, was er nach aussen postuliert. Eigentlich will er die Durchseuchung, aber dem Volch und dem Ausland will er dennoch vermitteln, dass er die Seuche in den Griff bekommen will. Was aber leider nicht stimmt. Deshalb würde ich persönlich mich auch nicht mehr testen lassen gehen. Denn das Testen ist nur eine Alibi-Übung für den Bundesrat. Es ist ihm eigentlich egal, wieviele Infizierte, Tote oder Kranke es gibt.