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Jetzt redet Xherdan Shaqiri«Habe mich entschieden, bei Liverpool zu bleiben»

Gerüchte gab es viele in den letzten Tagen. Clubs aus Italien und Spanien seien am Schweizer interessiert, hiess es. Spekulationen gebe es immer, erklärt er nun.

Der Schweizer bleibt in England, sagt: «Habe mich entschieden, bei Liverpool zu bleiben.»
Video: SFV

«Die Medien schreiben viel, aber schlussendlich bin ich bei Liverpool. Ich habe einen langfristigen Vertrag und fühle mich auch wirklich wohl.» Das sagt Xherdan Shaqiri in einem Video des Schweizerischen Fussballverbands über seine Zukunft bei den Reds. Und er wird noch eindeutiger, erklärt: «Ich habe mich entschieden, beim FC Liverpool zu bleiben.»

Nachdem das Transferfenster am Montagabend schloss, war zwar zu vermuten gewesen, dass der 28-Jährige in England bleibt. Doch zu erwarten war das nach den letzten Tagen nicht. Viele Gerüchte machten die Runde. Der FC Sevilla sei am Schweizer interessiert, hiess es. Auch Lazio Rom.

Ebenso fehlte Shaqiri in den letzten drei Liverpool-Spielen im Aufgebot. Und auf die Frage nach dem Wieso meinte sein Trainer Jürgen Klopp nur geheimnisvoll: «Ich darf und will nichts darüber sagen. Er ist nicht verletzt und hat nichts falsch gemacht. Es ist die Zeit des Jahres, in der Trainer Informationen bekommen und wir dementsprechend reagieren müssen.»

Xherdan Shaqiri freut sich auf die Spieler der Schweizer Nationalmannschaft.
Xherdan Shaqiri freut sich auf die Spieler der Schweizer Nationalmannschaft.
Foto: SFV (Screenshot)

«Die Vorfreude ist riesig»

Jetzt wird klar: Die Informationen, von denen Klopp sprach, waren falsch. Oder sie waren da, doch aus irgendeinem Grund bewahrheiteten sie sich nicht. Shaqiri sagt jedenfalls: «Im Fussball gibt es immer Spekulationen.» Liverpool habe eine sehr gute Mannschaft, und in Zukunft wolle er dort wieder Fuss fassen und der Mannschaft helfen. Und: «Ich glaube, die Nati kommt zu einem guten Zeitpunkt, um wieder spielen zu können und dann wieder angreifen zu können, wenn ich zurück nach Liverpool gehe.»

Ob dem 28-Jährigen das gelingt? Man darf gespannt sein. Dass er es kann, bewies er zuletzt mit einem sehenswerten Freistoss-Treffer. Doch in der Premier League gibt es die Regel, dass jeder Club nur 17 nicht-einheimische Spieler im 25-köpfigen Kader haben darf. Und gemäss dem «Mirror» hat Klopp auf dieser Liste nur noch Platz für einen Spieler. Bitter für Shaqiri: Er wird laut der britischen Zeitung nicht dieser Spieler sein.

Doch ob das morgen auch noch gilt? Denn wie schnelllebig der Fussball sein kann, erfuhr Shaqiri schon wenige Stunden, nachdem der SFV das Bekenntnis des Baslers zu Liverpool an die Medien versandt hatte. Da kam der positive Corona-Befund, der das geplante Comeback Shaqiris im Nationalteam jäh vereitelte. Ob im Trikot von Liverpool oder der Schweiz: Wann Shaqiri auf dem Platz das nächste Mal Rot trägt, ist nach diesem denkwürdigen Dienstag so offen wie zuvor.

16 Kommentare
    Paul Gutknecht

    Shaqiri hat in Liverpool einen Vertrag, der völlig unverhältnismässig ist zu seinen Leistungen und zu seinem aktuellen Potenzial. Das wissen seine Berater auch und empfehlen ihm deshalb wohl, seinen Vertrag bis zum Ende auszusitzen. Eine spielerisch vernünftige Variante wäre ein Club, der ihm viel Spielzeit ermöglicht. Das könnte auch ein FCB oder ein FCZ sein. Aber das Honorar wäre nur ein Bruchteil und so bleibt er halt wo er ist.

    Verletzungen und Corona erleichtern ihm das, solange die Kasse stimmt. Gute Besserung!