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«Wir sind alle Flüchtlinge»

Das 1.-Mai-Komitee mobilisiert mit dem Slogan «Wir sind alle Flüchtlinge». Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich hat in diesem Jahr unter dem Motto «Gemeinsam kämpfen - Für eine starke AHV» die Menschen auf die Strasse gerufen.

Nach dem Umzug hält die Winterthurerin Mattea Meyer ihre 1. Mai-Rede am Sechseläutenplatz.
Nach dem Umzug hält die Winterthurerin Mattea Meyer ihre 1. Mai-Rede am Sechseläutenplatz.
Keystone

Bereits vor dem offiziellen Umzug sind in diesem Jahr auf dem Zürcher Helvetiaplatz die ersten Reden zum 1. Mai gehalten worden. Mit vielen Transparenten und kämpferischen Parolen machten sich danach die Demonstrationsteilnehmer auf den Weg durch die Zürcher Innenstadt.

Bei der Auftaktkundgebung kam denn auch mit Dasthy Jamal ein Vertreter der internationalen Föderation der irakischen Flüchtlinge zu Wort. Ausserdem sprachen der Präsident der türkischen Gewerkschaft DevMadenSen und ein Vertreter einer brasilianischen Landarbeitergewerkschaft.

Trotz des misslichen Wetters fanden sich bereits vor dem Beginn mehrere hundert Personen auf dem Helvetiaplatz ein. Das Bild dominierten neben den zahlreichen bunten Plakaten wie im vergangenen Jahr vor allem Regenschirme.

Ein gemeinsamer Start

Der offizielle Start der 1.-Mai-Feierlichkeiten wurde vom GBKZ und dem 1.-Mai-Komitee gemeinsam organisiert. Im letzten Jahr hatten sich die beiden nicht auf eine gemeinsame Route einigen können. Das Komitee kritisierte den Gewerkschaftsbund für dessen Umzugsstart bei der Europaallee, dem «Ausdruck verfehlter Stadtplanung».

Mit einer eigenen Vordemo eröffnete das 1.-Mai-Komitee im vergangenen Jahr seine Kundgebungen «zurück im Arbeiterquartier» auf dem Helvetiaplatz, währen der GBKZ in der Lagerstrasse bei der Europaallee startete. Mit dem gemeinsamen Auftakt im Herzen des Kreis 4 wurde dem Ansinnen des Komitees nun Rechnung getragen.

Umzugsroute führt zum Sechseläutenplatz

Die Umzugsroute führt via Stauffacherstrasse, Bahnhofstrasse und Limmatquai zum Sechseläutenplatz. Dort sprechen die Winterthurer SP-Nationalrätin Mattea Meyer und Feleknas Uca, die ehemalige Europaabgeordnete der deutschen Partei «die Linke» und heutige kurdische HDP-Abgeordnete im türkischen Parlament.

Zu Beginn der Veranstaltung machten sich auch Personen bemerkbar, die der linksautonomen Szene zuzurechnen sein dürften. Sie forderten lautstark die sofortige Freilassung der neun Personen, welche die Polizei am Freitagabend nach Ausschreitungen verhaftet hatte.

Mitglieder des revolutionären Aufbaus führten am Freitag eine Protestaktion «gegen Aufwertung, Verdrängung und Repression» durch. Rund 60 Personen zogen durch die Kreise 3 und 4. Sie zündeten ein Fahrzeug und mehrere Container an.

SDA/cmw

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