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Werke von Bach liessen das Jahr ausklingen

Unter der Leitung von Frank Mehlfeld konzertierten der Coro Piccolo Castello und die Camerata Castello an Silvester in der Stadtpfarrkirche. Mehrere Solisten gaben Werke von verschiedenen Bach- Generationen zum Besten.

Ein besinnliches Konzert zum Jahresausklang gab es mit dem Coro Piccolo Castello und der Camerata Castello in der Stadtpfarrkirche zu hören.
Ein besinnliches Konzert zum Jahresausklang gab es mit dem Coro Piccolo Castello und der Camerata Castello in der Stadtpfarrkirche zu hören.
Markus Richter

Der Coro Piccolo Castello und die Camerata Castello luden am letzten Abend des vergangenen Jahres unter der Leitung von Frank Mehlfeld in die Stadtpfarrkirche St. Johann. Die Werke von Johann Sebastian Bach und dessen Sohn Carl Philipp Emanuel Bach lockten ein beachtliches Publikum zum Silvesterkonzert, das nicht zuletzt dank seiner Solisten für begeisterte Stimmung sorgte. Die barocken Klänge und die erste Übergänge zur Wiener Klassik schienen den Geschmack der Musikfreunde in der Rosenstadt zum Jahresabschluss zu treffen.

Solisten liessen aufhorchen

Zum Auftakt erklangen dank der «Sinfonia» D-dur BWV 1045 von Johann Sebastian besonders jubilierend Klänge. In bester Bach-Manier konnte so der Ausklang des Jahres in Angriff genommen werden. Bei der Sinfonia handelt es sich möglicherweise um den Einleitungssatz zu einer verschollenen Kantate, wobei auch die Musikwissenschaft nicht alle Fragen zu dieser Komposition beantworten kann. Dass die wahrscheinlich zwischen 1742 und 1746 entstandene Sinfonia dem Publikum zu gefallen wusste, schien am Sonntag jedoch eine unbestrittene Tatsache. Von Bachs berühmter Messe in h-Moll BWV 232 wurde zwar bloss ein Auszug interpretiert, doch dieser wusste dank der Solisten in der Stadtpfarrkirche seine Wirkung wie erwünscht zu entfalten. Nachdem der Chor und das Orchester mit «Gloria in excelsis deo» gegrüsst hatte, durfte Sopranistin Sybille Diethelm zu einer ersten Arie ansetzen. Ebenfalls für Aufsehen sorgte sie im Duett mit Tenor Martin Mairinger, der als freischaffender Sänger international unterwegs ist. Die Alt-Stimme übernahm Theresa Holzhauser, die sich ohnehin unter anderem auf barocke Oratorien spezialisiert hat.

Von Mozart gelobt

Hubert Michael Saladin liess schliesslich die Arie für Bass erklingen. Immer wieder durften auch Instrumentalisten wie etwa die Solovioline oder auch die Flöte und die Oboe wichtige Einwürfe zum Leben erwecken. Zu Lebzeiten war Carl Philipp Emanuel Bach bisweilen bekannter als sein Vater. Unter anderem von Mozart, Beethoven und Haydn gelobt, findet er sich heutzutage weniger im Rampenlicht wieder. Am Sonntag erklang derweil sein «Magnificat», das er 1749 komponierte. Abermals durften Orchester und Chor das Publikum auf eine faszinierende Reise nehmen, während die Solisten ihr Können unter Beweis stellen durften. An der Orgel sass am Sonntag Andreas Brassat, während Balázs Szabó auf dem Cembalo für barocke Klangwelten sorgte. Bei herrlichem Silvesterwetter stimmte das Jahresschlusskonzert so auf den Rutsch ins neue Jahr ein.

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