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Wegen überlasteter Pumpe strömt Abwasser in den Hüttnersee

Die Gemeinden Hütten und Richterswil planen für 125 000 Franken einen Stapelkanal. Damit wollen sie verhindern, dass bei starkem Regen das Abwasser der Haushalte über die Schmutzwasserpumpe in den Hüttnersee fliesst.

Nach starkem Regen könnte der Badegenuss am Hüttnersee getrübt sein. Denn ist das Fassungsvermögen des Schmutzwasser-Pumpwerks erreicht, gelangt das Gemisch aus Abwasser der Hüttner Bevölkerung und Regenwasser über einen Notüberlauf in den Hüttnersee.
Nach starkem Regen könnte der Badegenuss am Hüttnersee getrübt sein. Denn ist das Fassungsvermögen des Schmutzwasser-Pumpwerks erreicht, gelangt das Gemisch aus Abwasser der Hüttner Bevölkerung und Regenwasser über einen Notüberlauf in den Hüttnersee.
Archivbild Patrick Gutenberg

Nach starkem Regen könnte der Badegenuss am Hüttnersee getrübt sein. Denn ist das Fassungsvermögen des Schmutzwasser-Pumpwerks erreicht, gelangt das Gemisch aus Abwasser der Hüttner Bevölkerung und Regenwasser über einen Notüberlauf in den Hüttnersee. Dieser wird im Sommer gerne zum Baden genutzt. Um den Missstand zu beheben, werden die Gemeinden Hütten und Richterswil nun einen Stapelkanal bauen. Dazu wird hinter dem Kiosk der Badeanlage am Hüttnersee ein sieben mal sieben Meter breiter und drei Meter tiefer unterirdischer Betonkubus erstellt. «Fällt so viel Regen, dass das Pumpwerk das Wasser nicht mehr aufnehmen kann, läuft das Mischwasser nicht mehr in den See, sondern in das Becken, das 120 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann», sagt Christian Stalder (SVP), Gemeinderat und Werkvorstand von Richterswil.

Gestank nach starkem Regen

«Nach einem besonders starken Regenfall, hat der Missstand im Jahr 2015 sogar zu Geruchsemissionen geführt», sagt Christian Stalder. Wie häufig Abwasser in den Hüttnersee läuft, konnte Stalder nicht sagen. Aus gesundheitsgefährdenden Gründen geschlossen werden musste er jedoch nie, wie Hüttens Werkvorstand Hans Ulrich (parteilos) sagt.

Bekannt ist das Problem schon länger. Bereits 2012 hat die Gemeinde Richterswil eine Firma beauftragt, Massnahmen für die Aufhebung des Notüberlaufs aufzuzeigen. «Zusammen mit Hütten haben wir uns schliesslich für die günstigere Variante eines Stapelkanals entschieden», sagt Stalder. Somit könnten auch die bestehenden Pumpen sowie der Armaturenschacht weiterhin verwendet werden. Da die Pumpenanlage in der Vergangenheit immer wieder ausgefallen ist, sei jedoch eine Sanierung der elektromechanischen Ausrüstung nötig.

Gemeinden teilen Kosten auf

Insgesamt rechnet Stalder mit Kosten von 125 000 Franken. Da es sich ausschliesslich um Abwasser aus der Gemeinde Hütten handelt, ist diese für die Finanzierung verantwortlich. Die Gemeinde Richterswil beteiligt sich an den Kosten. Die Werkvorstände der beiden Gemeinden haben einen Kostenteiler von 20 Prozent für Richterswil und 80 Prozent für Hütten vereinbart. Das Baugesuch für den Stapelkanal wurde bereits eingereicht. Christian Stalder hofft, dass dieser noch vor der Badesaison fertiggestellt werden kann.

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