Horgen

Was sich Jugendliche für ihre Freizeit wünschen

Am Samstag stellten Jugendliche in der ersten Horgner Jugendsession ihre Ideen über eine attraktive Freizeit dem Gemeinderat vor. Dies geschah im Rahmen eines Projektes, welches die politische Handlungskompetenz junger Menschen fördern soll.

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Was brauche ich, damit ich mich in Horgen wohlfühle? Kann ich hier meine Freizeit so verbringen, wie ich es möchte? Falls nicht, was kann ich dagegen tun? Mit diesen Fragen befassten sich am Freitagnachmittag rund 60 Jugendliche zwischen 14 und 22 Jahren.

Knapp 50 Jugendliche davon trafen sich am Samstagnachmittag in der Alten Schule in Horgen erneut, um ihre zusammengetragenen Anliegen bezüglich Freizeitmöglichkeiten in Horgen zu präsentieren und zu diskutieren. Zum Thema «Refresh Horgen – Für eine attraktive Freizeit» wurde so die erste Horgner Jugendsession durchgeführt.

Neben den Jugendlichen ­waren auch ein Grossteil des ­Gemeinderats und weitere Schlüsselpersonen der Gemeinde Horgen anwesend, um sich die An­liegen der künftigen Stimm­berechtigten anzuhören.

Im ersten Teil der Veranstaltung, einer Podiumsdiskussion, zeigte sich schnell, dass sich die Vorstellungen über Freizeit in Horgen von Politikern und Jugendlichen nicht unbedingt deckten. «Wir wünschen uns mehr Möglichkeiten, um unsere individuellen Interessen auszuleben», erklärte Tenzin Bhusetshang, Vertreter der OK-Jugendsession und Stimme der Jugendlichen.

Diskurs stand im Vordergrund

«Mit über 170 Vereinen findet sich in Horgen ein reichhaltiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten», konterte Gemeinderätin und Schulpräsidentin Elisabeth Oberholzer (FDP). Hans-Peter Brunner (FDP), Vorsteher Gesellschaft, appellierte an die Jugendlichen, selber die Initiative zu ergreifen und aktiv ihre Freizeit zu gestalten. Die Diskussion mit mehreren Vorschlägen, Fragen und kritischen Äusserungen aus dem Publikum endete ohne abschliessendes Ergebnis, doch das war auch nicht die Absicht. Vielmehr stand der engagierte politische Diskurs im Fokus.

«Jugendliche sollen sich ins politische Geschehen einbringen, sich eigene Ansichten bilden und dafür einstehen», sagt Claudia Weber von der Drehscheibe Horgen. Unter ihrer Leitung entwickelte die Drehscheibe zusammen mit der Horgner Schule und Politik das Projekt «Ganzheitliche und nachhaltige politische Bildung bei Jugendlichen in Horgen». Dazu gehört unter anderem die Wiederaktivierung des Jungendparlamentes oder eben die Jugendsession, welche von nun an jährlich stattfinden soll.

Petition überreicht

Zum Abschluss der Session wurde dem Gemeinderat eine offizielle Petition überreicht. Darin enthalten sind fünf zentrale Anliegen, welche die Jugendlichen aufgrund ihrer Realisierbarkeit gerne geprüft hätten. Sie betreffen unter anderem die Errichtung von Jugendräumen, eines permanenten Skateparks sowie von öffentlichen Grillplätzen am Seeufer. Der Gemeinderat wird in den nächsten Wochen die vorgetragenen Anliegen prüfen und anschliessend Rückmeldung an die Jugendlichen geben.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.11.2017, 18:43 Uhr

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