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Wakeboard-Event fällt ins Wasser

Die Organisatoren des Wassersport-Events Wake the Lake in Weesen verzichten in diesem Jahr auf den monatigen Betrieb ihres Wakeboard-Lifts auf dem Walensee. In Zukunft könnte sich dies jedoch wieder ändern.

Eine Hiobsbotschaft für alle Wassersportbegeisterten: 2017 wird es kein Wake the Lake auf dem Walensee geben.
Eine Hiobsbotschaft für alle Wassersportbegeisterten: 2017 wird es kein Wake the Lake auf dem Walensee geben.
zvg

Zum zweiten Mal nach 2015 müssen Wakeboard-Freunde diesen Sommer auf den Wassersport-Event Wake the Lake in Weesen verzichten. «Was wir an Ressourcen für den einmonatigen Betrieb aufbringen, rechnet sich nicht», begründet der Vereinsleiter der Betreiberfirma Ceccotorenas, Tobias Müller, den Entscheid.Aufwand und Ertrag decken sich nicht. Eben dies sei auch der Grund dafür gewesen, dass man den Betrieb des Wakeboard-Lifts 2015 auf vier Monate ausdehnen wollte, erklärt Müller weiter. Ein Rekurs zweier Anwohner, welche sich am Lärm der Anlage störten, verhinderte dieses Projekt jedoch und sorgte damit gleichermassen für den erstmaligen Ausfall der Wassersportveranstaltung seit deren Einführung 2010.

Dies, nachdem das Baudepartement des Kantons St. Gallen die vom Gemeinderat von Weesen erteilte Baubewilligung für den viermonatigen Betrieb aufgehoben hatte. Grund: Die Platzierung der Abstützvorrichtungen des Lifts war ausserhalb der Bauzone vorgesehen, und der Mindest­abstand zum See wurde nicht eingehalten.

Finanzielle Mittel fehlten

Zwar legte die Betreiberfirma Ceccotorenas aus Stäfa zunächst Rekurs gegen diesen Entscheid ein und gelangte damit vor das Verwaltungsgericht. Aus finanziellen Gründen zog der Verein sein Baugesuch kurz darauf jedoch zurück und begrub seine Expansionspläne bis auf weiteres.

Zum Seefäscht im letzten Sommer wurde der schweizweit einzigartige Wakeboard-Lift dann wiederum für einen Monat in ­Betrieb genommen. Hierfür ist nämlich keine Baubewilligung erforderlich. Notwendig ist nur die Genehmigung des St. Galler Schifffahrtsamtes.

Nun also die Hiobsbotschaft für alle Wassersportbegeisterten: 2017 wird es kein Wake the Lake geben. «Für die Tourismusregion ist es sicherlich unschön, ein solches Angebot zu verlieren», sagt Thomas Exposito, Geschäftsführer Amden Weesen Tourismus. Er könne den Entscheid der Betreiberfirma jedoch nachvoll­ziehen, dass diese in der jetzigen Situation auf die Durchführung der Veranstaltung verzichte.

Option für Comeback besteht

«Noch ist aber nicht aller Tage Abend», wie Vereinsleiter Tobias Müller bestätigt. «Wir schliessen nicht aus, dass wir den Lift in ­Kooperation mit dem Seefäscht Weesen 2019 wieder in Betrieb nehmen.» Vonseiten der Tourismusregion sei dies sehr wünschenswert, sagt Thomas Exposito. Er wertet es als gutes Zeichen, dass die Stäfner Betreiber offenbar weiterhin am Standort am Walensee festhalten wollen. «Wir sind auf jeden Fall offen für eine Zusammenarbeit bezüglich des Seefäschts.»

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