Wädenswil

Wädenswil sieht Silberstreifenam Finanzhorizont

Der Stadtrat von Wädenswil beantragt für das nächste Jahr einen gleichbleibenden Steuerfuss von 85 Prozent. Die finanzielle Situation der Stadt habe sich etwas entspannt.

Der städtische Haushalt in Wädenswil ist wieder im Lot. Die Sparrunden sind vorerst vorbei.

Der städtische Haushalt in Wädenswil ist wieder im Lot. Die Sparrunden sind vorerst vorbei. Bild: Sabine Rock

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Budget der Stadt Wädenswil hat letztes Jahr hohe politische Wellen geschlagen. Insbesondere die Sparmassnahmen im Schulbereich haben in der Bevölkerung und auf politischer Ebene Unmut und Proteste ausgelöst. Dieses Jahr dürfte das Budget schlanker durchgehen. Zwar seien auch für das Budget 2018 alle Abteilungen durchleuchtet worden und überall gab es Abstriche, wie Peter Schuppli (FDP), Stadtrat Finanzen, sagt. 2018 werde nicht mehr in grossen Blöcken gespart, sagt Stefan Müller, Leiter Finanzen. Vielmehr sei überall optimiert worden, es komme zu kleineren Anpassungen. In der Schule beispielsweise seien Optimierungen beim Mobiliar vorgesehen.

Der städtische Haushalt befindet sich laut Schuppli in ruhigeren finanzpolitischen Gewässern. Denn einerseits habe die Stadt ihren Haushalt stabilisieren können. Zum anderen entwickelten sich die Steuereinnahmen positiv. So schloss die Rechnung 2016 um 3,6 Millionen Franken besser ab als erwartet. Die Steuereinnahmen werden im Voranschlag 2018 optimistischer beurteilt als noch für den Voranschlag 2017.

Den Steuerfuss will der Stadtrat bei 85 Prozent belassen. Hinzu kommen die Steuern für die Oberstufenschulgemeinde Wädenswil/Schönenberg/Hütten (OSW). Dieser Satz liegt aktuell bei 21 Prozent, was einen Gesamtsteuerfuss von 106 Prozent ergibt.

Die laufende Rechnung weist ein Defizit von 4,3 Millionen Franken aus. Darin enthalten ist erneut eine Vorfinanzierung des Oberstufenschulhauses Rotweg. Dieses belastet den Haushalt mit rund 0,9 Millionen Franken. Ohne die Vorfinanzierung würde sich ein Aufwandüberschuss von 3,4 Millionen Franken ergeben.

Der Gesamtaufwand liegt bei 175,2 Millionen Franken (Vorjahr 170,5 Millionen), der Gesamtertrag beträgt 170,9 (167,5) Millionen Franken. Das grösste Kostenwachstum verzeichnen wie in den Vorjahren die Bereiche Sozialversicherungen mit den Ergänzungsleistungen und die Pflegefinanzierung. Diese Ausgaben seien durch die Stadt praktisch nicht beeinflussbar, sagt Stefan Müller.

In Schulhäuser investieren Ein haushälterischer Umgang sei nach wie vor angezeigt, hält Peter Schuppli fest. Es seien aber auch Investitionen möglich. Der Fokus liegt auf Schulbauprojekten in der Au. Die Aufstockung des Schulhauses Steinacher bildet das grösste Vorhaben. Geplant sind auch die Erneuerung des Werkhofs sowie die Erschliessung des Gewerbeparks Werk­stadt Zürisee. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.10.2017, 10:26 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Kommentare

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.