Adliswil

Von der Heli-Basis ins Google-Gebäude

Auf dem diesjährigen Ratsausflug besuchten Adliswils Parlamentarier die Basis der Rega-Konkurrentin Alpine Air Ambulance und erhielten exklusiven Einblick in die Zürcher Google-Zentrale.

Aufgeteilt in Gruppen liessen sich die Besucher aus Adliswil die Heli-Basis der Alpine Air Ambulance auf dem Aargauer Flugplatz Birrfeld zeigen.

Aufgeteilt in Gruppen liessen sich die Besucher aus Adliswil die Heli-Basis der Alpine Air Ambulance auf dem Aargauer Flugplatz Birrfeld zeigen. Bild: Manuela Matt

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Wird am Zürichsee ein Rettungshelikopter benötigt, alarmiert die Notrufzentrale 144 normalerweise die Rega-Basis in Dübendorf. Was aber, wenn der dortige Hubschrauber gerade nicht verfügbar ist? Dann wird häufig der Heli der Alpine Air Ambulance (AAA) aufgeboten. Das erfuhren die Mitglieder des Adliswiler Parlaments und Stadtrats am Freitagnachmittag auf ihrem diesjährigen Ratsausflug.

Dieser führte sie per Car nämlich als erstes auf den Flugplatz Birrfeld im Aargau. Dort hat die Firma AAA eine ihrer vier Basen. «Ein Flug von hier nach Adliswil dauert tagsüber nur knapp fünf Minuten», sagte Jürg Fleischmann, Geschäftsführer der AAA, vor den im Hangar versammelten Politikern. Helipilot Fleischmann ist selber ehemaliger Adliswiler – und Onkel des aktuellen Ratspräsidenten Mario Senn (FDP), der den Ausflug organisiert hatte.

Fliegen statt Lernen

Neben normalen Rettungs- und Verlegungsflügen fliegt die Alpine Air Ambulance auch jährlich rund 1000 Organtransporte, in der ganzen Schweiz. Mit seinem Unternehmen macht Fleischmann der Rega seit dem Jahr 2011 Konkurrenz. Seinem Onkel sei es also gelungen, bestehende Marktstrukturen aufzubrechen, kommentierte Ökonom Mario Senn sichtlich erfreut.

«Ein Flug von hier nach Adliswil dauert nur knapp fünf Minuten.»

Jürg Fleischmann, Geschäftsführer der Alpine Air Ambulance, deren Basis sich in Birrfeld AG befindet

Über Jürg Fleischmann selber erfuhren die Politiker, dass dieser die Fliegerei schon zu Gymizeiten liebte. Da habe seine Schwester, die heutige Stadträtin Susy Senn (FDP), für ihn Hausaufgaben erledigt, «damit ich fliegen gehen konnte». Mit 17 hatte er bereits das erste Brevet in der Tasche. Zu hören gab es aber auch einiges über den Alltag auf der Rettungsbasis, was alles in einem Rettungshelikopter Platz findet oder wie man selber erste Hilfe leisten kann.

Die Googler aus Adliswil

Nach dem zweistündigen Besuch auf dem aargauischen Kleinflugplatz ging es für die rund 40-köpfige Schar weiter: zum Tech-Giganten Google und dessen neuem Standort an der Europaallee. Ein exklusiver Besuch, der nur zustande kam dank Senns Kontakten als Leiter Wirtschaftspolitik bei der Zürcher Handelskammer. Kreativ ausgestattete Büroräumlichkeiten bekam die Adliswiler Gruppe dabei zwar nicht zu Gesicht. Dafür wurde sie quasi von ihresgleichen empfangen: von zwei Adliswiler Google-Mitarbeitern.

In ihren Kurzvorträgen liessen diese in die Welt von Google einblicken. Dabei nahmen die Besucher erfreut zur Kenntnis, dass besonders viele der mittlerweile über 4000 Googlers des Standorts Zürich in Adliswil wohnen. Zu überraschen wussten die beiden Referenten aber zum Beispiel auch mit der Demonstration des Google-Sprachassistenten, einem Programm voller künstlicher Intelligenz. Oder mit der Information, dass in den Gebäuden von Google ein jeder Raum mit Mikrofon und Kamera verkabelt ist. Sodass sich Besprechungen von überall her per Video abhalten lassen.

Viel zu besprechen und auszutauschen hatten die Parlamentarier und Stadträte dann während ihrem abschliessenden Programmpunkt, dem Abendessen im Langnauer Restaurant Langenberg.

Erstellt: 16.11.2019, 18:19 Uhr

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