Zum Hauptinhalt springen

Urchige Alphornklänge auf dem Albispass

Die Alphorngruppe Albisblick organisierte das 37. Alphorn- und Büchel-Wettblasen des Nordostschweizers Jodlerverbands. Rund 100 Bläser massen am Samstag ihr Können auf dem Albispass, gefolgt von einem volkstümlichen Unterhaltungsabend.

Die verschneiten Alpen sorgten für eine ideale Kulisse für das Alphorn- und Büchel-Wettblasen.
Die verschneiten Alpen sorgten für eine ideale Kulisse für das Alphorn- und Büchel-Wettblasen.
André Springer
Viele reisten aus dem Bündnerland, St. Gallen und weiteren Kantonen an, um ihr Können zu zeigen.
Viele reisten aus dem Bündnerland, St. Gallen und weiteren Kantonen an, um ihr Können zu zeigen.
André Springer
Rund 60 Bläser und vier Fahnenschwinger trafen sich auf dem Festplatz zu einem Gesamtchor-Beitrag.
Rund 60 Bläser und vier Fahnenschwinger trafen sich auf dem Festplatz zu einem Gesamtchor-Beitrag.
André Springer
1 / 10

Mancher Wettbewerbsteilnehmer und Besucher staunte, als er am Samstag auf dem Albispass ankam: Statt in einer voralpinen Hügelzone wähnte man sich aufgrund der dicken Schneedecke auf dem Festplatz eher in den Bergen. Die Naturklänge hallten weit und der Blick in die verschneiten Alpen sorgte für eine ideale Kulisse für das Alphorn- und Büchel-Wettblasen.

Insgesamt 79 Vorträge waren zur Jurierung angemeldet. Nebst lokalen Teilnehmern wie beispielsweise dem Alphornquartett SonderBar und dem Alphornduo Peter & Peter aus dem Bezirk Horgen reisten viele Musikanten aus dem Bündnerland, St. Gallen und weiteren Kantonen an, um ihr Können zu zeigen.

Für die beiden je dreiköpfigen Jurys war es ein herausfordernder Tag: Von 9 bis 16 Uhr bewerteten sie im Vierminutentakt die Auftritte der verschiedenen Formationen. Die Gesamtqualität der Beiträge sei sehr gut gewesen, betonte Jurymitglied Andrea Sonderegger-Friemel, musikalische Leiterin der Organisatoren Alphorngruppe Albisblick. «Wir haben viele Beiträge beurteilt — insbesondere bei den Solisten —, welche es qualitativ an einem eidgenössischen Jodlerfest in die Stärkeklasse 1 geschafft hätten», sagte Sonderegger-Friemel.

Die Formationen erhielten jeweils direkt nach ihrem Auftritt eine Rückmeldung der Jury. Diese beurteilte nebst der Gesamtqualität verschiedene Faktoren: Wie sind die Tonkultur und der musikalische Ausdruck, wie die Treffsicherheit und Blas-Technik und natürlich auch die Dynamik und die Phrasierung. Die begehrte Wandertrophäe gewann Martin Kellenberger aus Grub SG bei den Alphorn-Einzelbläsern mit dem Stück «5 vor 5i» von Urs Holdener. Bei den Büchel Einzelspielern war es wie im Vorjahr der Horgener Beni Keller, welcher mit «Im Förstergässli dihei» punkten konnte.

Volkstümliche Unterhaltung

Für viele Zuschauer und Alphornbläser stand um 16.15 Uhr der Höhepunkt des Tages auf dem Programm: Rund 60 Bläser und vier Fahnenschwinger trafen sich auf dem Festplatz zu einem Gesamtchor-Beitrag und erhielten dafür sehr viel Applaus vom Publikum. Dieses bestand nicht nur aus Alphorn-Kennern, sondern auch aus vielen zufällig vorbeischlendernden Passanten, welche den Naturtönen gefolgt waren.

Nach Abschluss des Wettblasens gab es für die Freunde der volkstümlichen Musik ein dicht gefülltes Abendprogramm. An den Klängen der Ländlerkapelle Schnetzer-Stöckli, dem Jodelklub am Albis, der Kapelle Albisgruess und den Albis Musikanten erfreuten sich viele Zuhörer bis weit in die Nacht hinein.

Peter Kälin, Obmann der Alphorngruppe Albisblick, zog ein durchweg positives Fazit: «Nach dem dichten Schneefall und Nebel vom Freitag waren wir sehr glücklich über das sonnige Wetter am Samstag. Wir erhielten viele Komplimente von Zuschauern und Passanten und sind mehr als zufrieden, dass wir ein so tolles Fest mit über 100 Alphornbläsern durchführen konnten.»

Die Klassierungsliste des Wettbewerbs kann im Internet auf https://www.alphorngruppe-albisblick.ch/angeschaut werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch