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Bereits über 150 Unfälle auf Kantonsgebiet

Der unerwartet starke Wintereinbruch führte im Kanton Zürich seit Freitagabend zu über 15o Verkehrsunfällen mit Sachschäden und einem Dutzend leicht verletzten Personen.

Schneebedeckte Strassen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sorgten für Probleme im Verkehr.
Schneebedeckte Strassen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sorgten für Probleme im Verkehr.

Am Freitagabend setzten im ganzen Kanton Schneefälle ein, die eine Warmfront im Zuge des Sturmtiefs Xanthos mit sich brachte. Auf den schneebedeckten Strassen gerieten schon bald darauf die ersten Verkehrsteilnehmer ins Schleudern und bis am Samstagabend zählte die Kantonspolizei Zürich in ihren Einsatzgebiet rund 100 Verkehrsunfälle. Dabei entstand vor allem Sachschaden, es wurden aber auch zehn Personen leicht verletzt.

«Unangepasste Fahrweise»

In der Zeit zwischen Samstagnacht und Sonntagnachmittag rückten die Beamten der Kantonspolizei zu 50 weiteren Verkehrsunfällen mit Blechschäden aus. «Der Grund für die meisten dieser Unfälle ist eine Fahrweise, die nicht den winterlichen Verhältnissen angepasst war», sagte Rebecca Tilen, Mediensprecherin der Kantonspolizei Zürich. So zum Beispiel auch bei einem Unfall an der Sihlhofstrasse, bei der ein Fussgänger von einem Auto angefahren, dabei aber nicht zu Schaden kam. Leicht verletzt wurde hingegen ein Autolenker bei einem Selbstunfall auf der A53 bei Uster.

Schnee ging in Regen über

Mit dem Einsetzen von wärmeren Temperaturen beruhigte sich die Situation am Sonntagnachmittag auf den Strassen rund um Zürich wieder. Gemäss SRF Meteo steigt die Schneefallgrenze allmällich auf 1300 bis 1500 Meter. In der Nacht und am Montagmorgen regnet es von Zeit zu Zeit.

Schweizweit viele Unfälle auf glatten Strassen

Schnee und Eisglätte hatten Fahrer in der ganzen Schweiz in Bedrängnis gebracht. Allein im Kanton St. Gallen gab es seit Beginn des Schneefalls 40 Unfälle. Meist blieb es auch da bei Blechschaden; nur eine Person verletzte sich leicht.

In Benken schlitterte ein 20-Jähriger mit dem Auto beinahe in den Nebenkanal der Linth. Wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilte, war dessen Wagen am Samstagnachmittag in Benken einer Kurve ins Schleudern und danach in die Kanalböschung geraten. Sein Mitfahrer und er blieben unverletzt.

Auch im Kanton Solothurn waren Automobilisten und Rettungskräfte gefordert. Mehrere Lenker kamen am Samstag mit ihren Fahrzeugen von der schneebedeckten Fahrbahn ab, wie die Kantonspolizei mitteilte. Alle Lenker wurden verletzt, einer davon mittelschwer. Der 48-Jährige war zwischen Solothurn und Rüttenen nach einer Rutschpartie in einen Baum geprallt. Eine 30-jährige Lenkerin rutschte mit ihrem Auto zwischen Balsthal und Holderbank in ein Bachbett. Das Auto musste mit einem Kran geborgen werden.

Die Meldung über die bislang schwerste Verletzung des Wochenendes stammt aus dem Kanton Bern: Eine 88-jährige Autolenkerin war am Samstagabend von Thun nach Hilterfingen unterwegs. Ihr Auto kam ins Schleudern, prallte in eine Mauer und dann in eine Hauseingangstüre. Die schwer verletzte Lenkerin musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit und mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden.

In Sagogn GR stürzte ein Auto rund zehn Meter eine Böschung hinunter und prallte in einen Baum, weil der Fahrer einem Postauto ausweichen wollte. Zwei der drei Personen im Auto verletzten sich in der Folge, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte. Der Lenker war ein 43-jähriger Tourist aus Italien.

Zu viel Schnee für Flugzeuge und Züge

Auch Flugverkehr und Bahn hat mit dem winterlichen Wetter zu kämpfen. Insgesamt 40 Starts und 40 Landungen sind am Sonntag am Flughafen Zürich annulliert worden. Verantwortlich waren sowohl die schlechte Witterung vor Ort als auch starke Schneefälle an den Flughäfen in Nordwesteuropa.

An den Flughäfen in Düsseldorf, Amsterdam, London und Frankfurt sei viel Schnee gefallen, weshalb Flüge von dort hätten annulliert werden müssen, teilte ein Sprecher der Betriebsleitzentrale des Flughafens Zürich am Sonntag auf Anfrage mit. Er bestätigte zugleich verschiedene Medienberichte vom selben Tag. Betroffen seien hunderte Passagiere. An einem normalen Tag würden in Zürich 700 Flugzeuge starten und landen. Für die kommenden Stunden kommt aus der Betriebsleitzentrale jedoch Entwarnung: Am Sonntagabend hätten die Temperaturen am Flughafen wieder bei sechs Grad gelegen, und deshalb sei nur noch Regen gefallen.

Bei der Bahn führten technische Störungen vielerorts zu vorübergehenden Unterbrüchen. Im Berner Jura konnten die Züge am Sonntagmorgen zwischen Tramelan BE und Le Noirmont JU aus einem anderen Grund nicht fahren: «Starker Schneefall» hiess es in einer Bahnverkehrsinformation.

SDA/mö/ani

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