Ufenau

Ufenau-Freunde wollen nochmals 1,4 Millionen sammeln

Weil auf der Ufenau gebaut wird, war der Verein «Freunde der Insel Ufnau» für die GV zu Gast im grossen Barocksaal des Klosters Einsiedeln.

Der Verein «Freunde der Insel Ufenau» tagte im Kloster Einsiedeln. An der GV wurde bekannt, dass man noch 1,4 Millionen sammeln wolle.

Der Verein «Freunde der Insel Ufenau» tagte im Kloster Einsiedeln. An der GV wurde bekannt, dass man noch 1,4 Millionen sammeln wolle. Bild: Archiv/mma

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Abt Urban Federer konnte mehr als 80 Ufenau-Freunde zur GV begrüssen. Präsident Fredy Kümin legte in seinem Jahresbericht den Fokus auf die Finanzierungsaktion 2016. Die Kontakte zu den Nachbargemeinden und Nachbarkantonen waren erfolgreich. So konnten bei einigen ­öffentlichen Institutionen Unterstützungsbeiträge in sechsstelliger Höhe ausgelöst werden: beim Lotteriefonds der Kantone Zürich und St. Gallen, bei der Stadt Rapperswil-Jona und der Gemeinde Wollerau. Der Verein selber vermochte mit dem Erlös aus dem Sponsorenlauf 2016 und den Mitgliederbeiträgen rund 260 000 Franken aufzubringen. Weitere Beiträge kamen dank der Schwyzer Kantonalbank, der Goethe-Stiftung und der Gemeinde Feusisberg zusammen.

Kassier Christoph Räber trug mit Engagement und Humor seinen Bericht vor. Er zeigte sich erfreut, dass die Hälfte der rund 450 Mitglieder ihren Beitrag jeweils aufrunden und somit die Mitgliedereinnahmen deutlich höher ausfallen, als sie müssten. Durch eingegangene Beiträge und Spenden ist es dem Verein wiederum möglich, der Klosterstiftung einen gewichtigen Beitrag zu überweisen. Die Rechnungsprüfer bestätigten die korrekte Kassaführung. Die Versammlung stimmte dem Antrag ohne Gegenstimme zu.

Projektleiter Rudolf Späni berichtet über den Verlauf der Bauarbeiten. Seine wichtigste Aussage war: «Mit den Bauarbeiten bewegen wir uns sowohl terminlich wie auch finanziell im gesetzten Rahmen.» Der Präsident wie auch Abt Urban bedankten sich beim Projektleiter und der Projektgruppe für die grosse und umsichtige Arbeit. Sein Einsatz wurde von der Versammlung mit einem kräftigen Applaus belohnt.

Überweisung an Klosterstiftung

Unter Traktandum 11 stellte der Vorstand den Antrag, der Stiftung der Klöster Einsiedeln und Fahr zugunsten der Insel Ufenau den Betrag von 869 500 Franken zu überweisen. Die Versammlung stimmte dem Antrag ohne Gegenstimme zu. Damit erreichen die seit der Vereinsgründung im Jahr 2004 generierten Spenden und Vergabungen zugunsten der Sanierungsarbeiten auf der Ufenau die stattliche ­Höhe von 5,9 Millionen Franken. Verein und Kloster sind allen dankbar, die zu diesem eindrücklichen Resultat beigetragen haben.

Auf Peter Ziegler folgt Felicitas Taddei-Osann

Peter Ziegler aus Wädenswil war seit der Vereinsgründung Mitglied des Vorstandes. Als profunder Kenner von Geschichte und Kultur des Zürichseeraumes stand er mit seinem reichen Wissen stets helfend zur Seite. Nun hat er altershalber seine Demission eingereicht. Der Präsident Fredy Kümin verdankte das reiche Schaffen. Der Vorstand ist glücklich, dass sich Peter Ziegler weiterhin für historische Fragestellungen zur Verfügung stellen wird. Die Versammlung verdankte die Verdienste von Peter Ziegler mit grossem Applaus.

Aus den Reihen des Vereins konnte Felicitas Taddei-Osann, die ehemalige Stadträtin von Wädenswil, gewonnen werden. Mit ihr ist somit wiederum eine Zürcher Vertretung im Vorstand aktiv. Auch der Wiederwahl von Vizepräsident Daniel Landolt, Wilen, Kassier Christoph Räber. Hurden, und Rechnungsprüfer Hanspeter Müller, Pfäffikon, wurde mit grossem Applaus zugestimmt.

Das Kloster und der Verein haben sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, in den zwei folgenden Jahren die für das aktuelle Projekt noch fehlenden 1,4 Millionen Franken zu beschaffen. Dazu wurden Anfang Mai 2017 alle verbleibenden Gemeinden rund um den Zürichsee und Obersee mit Beitragsgesuchen bedient. Man erhofft sich auch von diesen Institutionen eine angemessene finanzielle Unterstützung. Dies aus zwei Gründen: Die Ufenau gehört zur Zürichseeregion und steht der Bevölkerung als wertvoller Naherholungsraum zur Verfügung.

Die öffentlichen Standort­institutionen sowie die Nachbargemeinden sind mit grosszügigen Beiträgen vorangegangen. Neben der öffentlichen Hand sollen jetzt auch vermehrt private Institutionen und Personen um Unterstützung ersucht werden. So entwickelte die Arbeitsgruppe «Mobiliar-Patenschaften» ein Sponsoringkonzept zum symbolischen Erwerb von Stühlen und Tischen. Weil das Kulturgut Ufenau bei der Bevölkerung eine hohe Wertschätzung geniesst, sind die Verantwortlichen zuversichtlich, dass auch diese Form der Mittelbeschaffung von Wohlwollen begleitet sein wird.

Selbstverständlich ist auch die Mitgliedschaft im Verein eine gute Möglichkeit, zur Erhaltung der Ufenau beizutragen. Mitglied wird man mit einem Jahresbeitrag von mindestens 70 Franken. Die Anmeldung kann über die Website www.ufnau.ch erfolgen.

Kloster hat nebst der Ufenau weitere «Baustellen»

Abt Urban Federer bedankte sich im Namen der Klostergemeinschaft in sympathischer Art für das grosse Engagement des Vereins. Im Besonderen hob er die Leistungen von Präsident und Projektleiter hervor. Im Weiteren informierte er über die anderen «Baustellen» des Klosters. Mit Freude berichtete er über die erfolgte Sanierung in St. Gerold und empfahl den Anwesenden einen Ausflug ins grosse Walsertal mit Übernachtung in der Propstei. Seine Worte und die Einladung zum Apéro wurden mit Applaus quittiert. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.06.2017, 18:20 Uhr

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