Uetikon

Uetikon erhält neuen Zugang zum See

Ein 150 Meter langer Streifen Seeufer in Uetikon wird ab 1. September öffentlich zugänglich für Fussgänger und Badende. Das Ufer gehört zum Areal der ehemaligen Chemie­fabrik, das heute im Besitz von Kanton und Gemeinde ist.

Dieser Uferstreifen vor der ehemaligen Chemiefabrik in Uetikon wird ab September öffentlich zugänglich sein.

Dieser Uferstreifen vor der ehemaligen Chemiefabrik in Uetikon wird ab September öffentlich zugänglich sein. Bild: Michael Trost

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Taucher haben den Seegrund abgesucht. Und stellten fest: Der Platz eignet sich zum Baden, keine gefährlichen Gegenstände liegen auf dem Boden. Die Gemeinde Uetikon wird zwei Treppen installieren, damit man leichter ins Wasser kommt, und ab dem Wochenende vom 1. September gibt sie das Gelände zur Benützung frei. Es geht um einen Uferstreifen von 150 Metern Länge auf dem Areal der ehemaligen Chemiefabrik Uetikon.

Die Chemiefirma verabschiedete sich Ende Mai vom Standort Uetikon, wo ihre Geschichte 200 Jahre zuvor begonnen hatte. Der Kanton Zürich und die Gemeinde Uetikon kauften das Gelände gemeinsam für 52 Millionen Franken. Der Kanton will im Ostteil eine Mittelschule bauen – das Provisorium weiter oben in der Gemeinde nimmt übermorgen Montag den Betrieb auf.

Mit einfachen Mitteln

In diesem Ostteil, wo dereinst die Kantonsschule stehen soll, schaffen Gemeinde und Kanton nun kurze Zeit nach der Übernahme des Geländes einen öffentlichen Seezugang. «Das ist ein erster Schritt, mit einfachen Mitteln», sagt der Uetiker Gemeindepräsident Urs Mettler (parteilos). «Aber im Vergleich zu dem, was Uetikon bis jetzt an Seezugang hatte, ist es ja viel.»

Uetikon stösst geografisch mit seiner schmalen Seite an den See, und das Chemieareal macht mehr als die Hälfte des Seeanstosses aus. Vom kleineren Rest sind ­Badi, Schifflände und Haab für die Allgemeinheit zugänglich.

Bis zur Eröffnung am 1. September würden auf dem neuen öffentlichen Areal noch ein paar Sitzbänke installiert, sagte Markus Pfanner, Sprecher der Baudirektion, auf Anfrage. Zwei Drittel des Uferstreifens bleiben im bisherigen Zustand, mit Fest- und Kiesbelag, auf einem Drittel wird frischer Rasen angesät.

«Zudem wird geprüft, ob ab Sommer 2019 zusätzliche Infrastruktur in Betrieb genommen werden soll», ergänzt Pfanner. Man denkt an einen Imbissstand und mobile Toiletten. Dieses Jahr sind die Besucher noch auf die Toiletten beim Bahnhof oder in der Badi angewiesen.

Vorläufige Lösung

Der Zutritt zum grossen Rest des Chemieareals ist nach wie vor nicht gestattet. Wo der ganztä­gig und ganzjährig öffentlich zugängliche Teil nicht durch Gebäude abgegrenzt ist, stehen Absperrgitter. Den Unterhalt besorgt die Gemeinde Uetikon.

«Die Öffnung soll der Bevölkerung kurzfristig einen Seezugang ermöglichen», erklärt Pfanner. Wie das Gelände definitiv aussehen soll, wird sich aus der Gebietsplanung «Chance Uetikon» ergeben. Der Abschluss des Verfahrens ist für 2021 geplant, die vorläufige Lösung dürfte also noch etwas Bestand haben. Noch steht allerdings die Sanierung des Seegrunds bevor. Dort werden unter dem Boden verborgene Altlasten aus der Zeit der Chemiefabrik vermutet. Wie sich diese Arbeiten auf den neuen Promenier- und Badestrand auswirken, werde man erst noch sehen, gibt Gemeindepräsident Urs Mettler zu bedenken.

Der Eingang zur öffentlichen Anlage von der Seestrasse her wird mit einem Wegweiser markiert, damit er besser zu finden ist. Denn er ist unauffällig schmal gestaltet.

Erstellt: 18.08.2018, 11:05 Uhr

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