Stromversorgung

Störungen im Stromnetz können lange Folgen haben

Mehrmals fiel in den vergangenen Tagen in Gemeinden am See der Strom aus. Männedorf war zuerst als einzelne Gemeinde betroffen, nachdem eine Trafostation erneuert wurde. In grösserem Umkreis wirkte sich ein Wintersturm aus. Folgestörungen sind nicht auszuschliessen.

Hochspannungsleitungen bringen Strom von weit her. Aber auch die Feinverteilung in der Region ist eine herausfordernde Aufgabe.

Hochspannungsleitungen bringen Strom von weit her. Aber auch die Feinverteilung in der Region ist eine herausfordernde Aufgabe. Bild: Sibylle Meier

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Es begann in Stäfa. Nach einem Erdschluss in einer Trafostation war vor zwei Wochen ein Teil der Gemeinde für etwa zehn Minuten ohne Strom. Ein ungewöhnlicherer Vorfall in der Region mit ihrer guten Versorgungsinfrastruktur. Am Wochenende darauf erwischte es Männedorf: Am Abend wurde es für gut zwei Stunden dunkel, weil in einer Trafostation ein Brand ausgebrochen war. Am vergangenen Donnerstag fiel der Netzstrom für etwa 40 Minuten aus – eine Spätfolge des Brandes. In der Nacht auf Freitag gab es kurz vor Mitternacht einen kleinen Unterbruch. Der betraf weite Teile des Kantons und hatte nichts mit den Ereignissen in Männedorf zu tun. Am Freitag um 13.31 Uhr schalteten die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) das Unterwerk in Stäfa stromlos. In der Nähe war ein Baum auf eine Hochspannungsleitung gekippt, er musste entfernt werden. Die rechtsufrigen Seegemeinden von Meilen an aufwärts und einige Gemeinden im Oberland waren ohne Strom.

Überraschungen möglich

Nach vier Minuten war der Spuk vorbei. In Männedorf dürfte es allerdings nicht unklug sein, weiterhin den Akkustand im Handy auch wegen der Lampenfunktion nicht zu weit absinken zu lassen. Denn bis die betroffene Trafostation vollwertig ersetzt sein wird, wird es Monate dauern (die ZSZ berichtete). Zwar verbessert Infrastruktur Männedorf die Versorgungssicherheit laufend. Aber man könne nicht voraussehen, was nach solch grossen Vorfällen sich im Stromnetz noch alles ereigne, sagt Werkvorsteher Rolf Eberli (CVP). Überraschungen wie am letzen Donnerstag sind nicht ausgeschlossen, auch wenn die zwei derzeit im Einsatz stehenden Ersatz-Trafoanlagen permanent überwacht sind. Über die eine wird insbesondere das Seewasserwerk versorgt, über die andere das Spital Männedorf.

Spital im Notfall selbständig

Das Krankenhaus hat zwei eigene grosse Notstromgeneratoren. Nach dem Brand in der Trafostation in Männedorf war der Spitalbetrieb vier Tage von einem der Generatoren abhängig, sagt Michèle Belviso von der Kommunikationsabteilung des Spitals. Der Betrieb sei normal weitergegangen. Mit beiden Generatoren zusammen könnte das ganze Spital, (ausser dem MRI) betrieben werden.

Erstellt: 17.12.2017, 16:20 Uhr

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