Kilchberg

Stockengut-Laden mit Frühlingsfest eröffnet

Ein grosszügiger Hofladen, ein Spielplatz und eine neue Bleibe für Esel und Ziegen: Die zehnjährige ­Neuausrichtung des Stocken­guts ist abge­schlossen.

Grosszügig der Laden, vielseitig das Angebot: Der neue Hofladen des Stockenguts kam bei der Bevölkerung gut an.

Grosszügig der Laden, vielseitig das Angebot: Der neue Hofladen des Stockenguts kam bei der Bevölkerung gut an. Bild: Manuela Matt

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Die Auswahl im neuen Hof­laden des Stockenguts lässt nichts zu wünschen übrig: reichlich ­gefüllte Auslagen mit frischem Gemüse und mit Obst. Regale mit einladend präsentierten Würsten, Eiern, Teigwaren, Apfel­mus, Rapsöl, Most und ­Konfitüre und auch ein breites Sortiment an Mehlsorten.Das alles und eine ganze Reihe weiterer, direkt vor Ort produzierter oder in der näheren ­Region zugekaufter Lebensmittel finden die Gäste des gemeindeeigenen Pachtbetriebs Uf Stocken im ehemaligen, nunmehr umgebauten Schweinestall.

Geissengehege ist begehbar

Mit einem ausgelassenen Frühlingsfest für Bevölkerung und Behör­den wurde am Samstag der freundlich und zweckmässig eingerichtete Hof­laden eingeweiht. Gleichzeitig konnten die Kinder einen neuen Spielplatz am Bachlauf mit einem ausrangierten Bührer-Traktor als Hauptattraktion in Beschlag nehmen. Oder zusammen mit den Eltern den Eseln beim Aussengehege vor dem ehemaligen Schweine­stall einen Besuch abstatten und sogar ins begehbare, neue Ziegen­ge­hege steigen, um mit den Geissen auf Tuchfühlung zu gehen.

Empfangen wurden die zahlreichen Gäste vom Pächterpaar Stephan Vetsch und Gaby Ca­retta mit lüpfigen Klängen ihrer Familienkapelle. Die Angestellten verköstigen derweil die Gäste mit hof­eige­nen Wursthäppchen und Zopf sowie Süssmost und Rêve de pommes, einem Eigen­fabri­kat aus Apfelwein und Holunder­blütenextrakt.

Mit Bedienung und Beratung

Mit dem Umzug von der Hofeinfahrt an den neuen Standort ist aus dem einstmaligen Hof­lädelis ein moderner, am Samstag ­bereits fleissig frequentierter Hofshop mit Kaffee-Ecke und Bedie­nung geworden. «Wir ­haben jetzt auch genügend Platz, um die ganze Breite unseres Ange­bots zu präsentieren», sagt Hofbauer Stephan Vetsch. Aus der Tiefkühlvitrine des Ladens können die Kunden neu auch kleinere Portionen Fleisch beziehen und nicht mehr bloss wie bis anhin grössere Mengen auf Vorbestellung.

Im umgebauten Kopfbau des ehemaligen Schweinestalls wurden Laden, Küche, Kühl­räume und Neben­räume, die bislang dezen­tral auf dem Hof untergebracht waren, unter einem Dach vereint. Im hinteren Teil des Gebäu­des sind nun die Ziegen und Esel untergebracht.

Bevor der achtjährige Anil Bamba als Vertreter der ganz jungen Generation mit einer Schere das Eröffnungsband des Ladens durchschneiden durfte, hatten sich Gemeindepräsident Martin Berger (parteilos) und Bauvorsteherin Judith Bellaiche (GLP) mit kurzen Ansprachen ans gutgelaunte Publikum gewandt. Mit der Einweihung von Laden, Spielplatz, Ziegen- und Eselstall finde die vor zehn Jahren gestartete «herausfordernde» Neuausrichtung des Betriebs hin zu einer nachhaltigen Pflege der Kultur- und Erholungslandschaft und zu einer tiergerechten und besuchernahen Nutztierhaltung nun ihren erfolgreichen Abschluss, betonte Berger. Und er dankte ­allen Beteiligten – explizit auch jenen, die sich mit Anregungen und Kritik «am Optimierungsprozess beteiligt» hätten.

Ganz in diesem Sinne äus­serte sich auch Judith Bellaiche, die bezüg­lich des erfolgreichen «Ziel­einlaufs» von einem finalen «Befreiungsschlag» sprach. Die Kilchberger Bauvorsteherin erinnerte daran, wie der Hof im Zuge der Neuausrichtung von einer intensiven zu einer exten­siven Bewirtschaftung und von der Milchwirtschaft zur Mutterkuhhaltung umstellte oder wie aus dem hofeigenen Federvieh «die glücklichsten Hühner im Kanton» wurden.

Für die letzte Etappe hatten die Stimmbürger 2015 nach heftiger Diskussion um Standort und Kosten des neuen Ladens mit hauchdünner Mehrheit einen Zusatzkredit von knapp einer Million Franken bewilligt.

Erstellt: 09.04.2017, 18:41 Uhr

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