Richterswil

Seeclub muss sich mit Realisierung des Ruderzentrums gedulden

Die Sanierung und Erweiterung des geplanten Ruderzentrums des Seeclubs Richterswil ist blockiert. Kanton und Gemeinde wollen erst die Nutzungsverträge des Horns erneuern. Erst dann verlängert der Kanton die Konzession für das Klubhaus des Seeclubs Richterswil.

Der Seeclub will sein Gebäude auf dem Richterswiler Horn sanieren und erweitern. Auf das neue Ruderzentrum sei man dringend angewiesen, denn der heutige Bau erfülle die Bedürfnisse nicht mehr.

Der Seeclub will sein Gebäude auf dem Richterswiler Horn sanieren und erweitern. Auf das neue Ruderzentrum sei man dringend angewiesen, denn der heutige Bau erfülle die Bedürfnisse nicht mehr. Bild: Patrick Gutenberg

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Der Weg für das vom Seeclub Richterswil geplante Ruderzentrum auf dem Horn-Areal ist eigentlich geebnet. Ein Vorprojekt wurde erarbeitet, ein Teil des Horns wurde umgezont, der verlangte Gestaltungsplan hat die Vorprüfung durchlaufen, ein Finanzierungskonzept wurde erstellt, und die Gründung eines Gönnervereins mit Steuerbefreiung ist in Vorbereitung. Doch jetzt ist das 2,5 Millionen Franken teure Projekt ins Stocken geraten.

Während der Planung hatte der Seeclub die Zusicherung des Kantons, dass die bis 2034 bestehende Konzession für das Bootshaus verlängert werden könne. Nun möchte der Kanton allerdings erst die Verhandlungen mit der Gemeinde Richterswil abwarten.Zwischen dem Kanton Zürich und der Gemeinde Richterswil bestehen Verträge für die Nutzung des Horn-Areals. «Die Verträge für die Tiefgarage und die Shedhalle sind jetzt allerdings abgelaufen», sagt Roger Nauer, Gemeindeschreiber von Richterswil. Sie würden derzeit jährlich erneuert werden, bis das komplexe Vertragskonstrukt zusammen mit dem Kanton neu geregelt sei. «Wir stecken derzeit mitten in den Verhandlungen», sagt Nauer. Bis wann der Kanton und die Gemeinde die Verhandlungen abgeschlossen haben, ist jedoch nicht absehbar. «Dieses Jahr schaffen wir es mit Sicherheit nicht», sagt Nauer.

So soll das neue Ruderzentrum dereinst ausschauen. Bild: Visualisierung.

Der Seeclub seinerseits könne aber nicht weitere 10 Jahre auf den Entscheid der Gemeinde und des Kantons warten. «Das Klubhaus ist bereits 30 Jahre alt und wird den heutigen Bedürfnissen der Mitglieder bei weitem nicht mehr gerecht», sagt Heinz Wehrli, Mitglied des Seeclubs Richterswil und Leiter vom OK Bootshaussanierung. Das Gebäude sei weder behindertengerecht, noch habe es getrennte Duschen für Junioren und Trainer und sei dringend sanierungsbedürftig. «Ausserdem ist unsere vereinsinterne Baukommission bereits in das Projekt eingearbeitet», sagt Wehrli. Müsse man länger auf die Bewilligung warten, könnte es sein, dass sich aufgrund von Abgängen und Neueintritten wieder neue Personen mit dem Projekt beschäftigen müssen.

Einzelinitiative zurückgezogen

Finanziert werden soll das neue Ruderzentrum von Sponsoren sowie dem Lotteriefonds. Einen weiteren Teil wird der Seeclub voraussichtlich mit einem Hypothekarkredit berappen. Im Februar reichte Wehrli zudem eine Einzelinitiative ein. Darin bat er die Gemeinde Richterswil um einen Finanzierungsbeitrag über 950 000 Franken für die Erneuerung des Ruderzentrums. Diese Einzelinitiative hat Wehrli nun aber wieder zurückgezogen. «Der Gemeinderat hätte wegen der offenen Fragen zur Konzession kaum eine andere Wahl, als die Initiative zur Ablehnung zu empfehlen», sagt Wehrli. Sobald die Frage der Konzession geregelt ist, wird Wehrli die Einzelinitiative erneut einreichen.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 26.08.2018, 17:28 Uhr

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