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Schlingel im Visier – Stadtrat soll Busse für nachlässige Eltern prüfen

Zwei rechtsbürgerliche Parteien Wädens­wils wagen einen Vorstoss mit dem Ziel, dass Kindern im Elternhaus mehr Anstand beigebracht werden soll. Ein Bussgeld für Eltern soll geprüft werden. Andere Parteien schütteln die Köpfe.

«Wir erziehen unseren Sohn bewusst nicht, damit er später bessere Chancen in der Politik hat.»
«Wir erziehen unseren Sohn bewusst nicht, damit er später bessere Chancen in der Politik hat.»

Die Wädenswiler SVP und das BFPW haben ein Postulat an den Stadtrat mit dem Namen «Vermittlung von Grundwerten durch die Eltern» eingereicht. Sie fordern, dass Eltern stärker in die Pflicht genommen werden, ihren Kindern Grund­werte wie Anstand, Höflichkeit und Respekt beizubringen.

In Gesprächen mit Lehrper­sonen von Primar­schule und Kinder­gärten habe sich herausgestellt, dass diese immer mehr Zeit für Erziehungsaufgaben inves­tieren müssen, ist im Postulat der SVP und des BFPW zu lesen. «Die Kinder sind gewalt­bereit, stören den Unterricht oder erscheinen gar nicht erst in der Schule und müssen zu Hause abge­holt werden.» Wer die Kinder zu Hause abholen geht, wird nicht beantwortet. Die Eltern von solchen Störenfrieden und Schwänzern wie­der­um würden weder zu Infover­anstaltungen noch zu Eltern­abenden oder -gesprächen erscheinen. Die Postulanten be­fürch­ten, dass solches Verhalten die Bildungskosten in die Höhe treibe, zudem würden an­stän­dige Kinder dar­unter leiden.

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