Eishockey

Rizzello sichert den Lakers den Final-Einzug

Martigny wehrte sich in Spiel 4 nochmals vehement, zwang Rapperswil-Jona in die Verlängerung. Doch dort sicherte Captain Antonio Rizzello den St. Galler mit dem 2:1 den entscheidenden vierten Sieg.

Die Lakers (in der Mitte Abwehrspieler Marc Grieder, rechts Goalie Melvin Nyffeler) hielten Martigny auch im vierten Spiel in Schach und stehen somit im Playoff-Final der NLB.

Die Lakers (in der Mitte Abwehrspieler Marc Grieder, rechts Goalie Melvin Nyffeler) hielten Martigny auch im vierten Spiel in Schach und stehen somit im Playoff-Final der NLB. Bild: Archiv Michael Trost

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Bis kurz nach Spielmitte war die gestrige, vierte Partie fast eine Kopie der zweiten, welche die Rosenstädter am Sonntag 1:0 gewonnen hatten. Die Lakers gingen wiederum früh in Führung – erneut im Powerplay, diesmal aber nicht durch Jared Aulin (der kanadische Stürmer ist seit einem heftigen Zusammenprall in Spiel 3 ausser Gefecht gesetzt), sondern durch Verteidiger Cyrill Geyer, der Red-Ice-Keeper Ludovic Waeber mit einem satten Schuss zwischen den Beinen hindurch erwischte (10.), – wurden danach wiederum zu passiv und so von Martigny zusehends stärker in die Defensive gedrängt.

Weil Lakers-Keeper Melvin Nyffeler wie am Sonntag, als er sämtlich 37 Schüsse der Unterwalliser behändigte, erneut bärenstark hielt (diesmal waren es am Ende 45 Paraden), ging dies eine Weile gut. In der 33. Minute musste sich der 21-Jährige dann aber geschlagen geben, als Mike Knoepfli nach einem Querpass von Sandro Brügger am zweiten Pfosten ungedeckt zum Abschluss kam.

Entscheidung in der 73. Minute

Durch das 1:1 waren die St. Galler gezwungen, wieder mehr in die Offensive zu investieren, statt sich einzig aufs Verteidigen zu konzentrieren. Anstelle einer Abwehrschlacht vor Nyffeler wie am Sonntag bot sich den 2689 Zuschauer in der Patinoire du Forum deshalb einen ziemlich offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Allzu viel Risiko waren die beiden Teams jedoch nicht bereit einzugehen – Martigny schien ob des drohenden Aus der Mut dazu zu fehlen und Rapperswil-Jona sich mit der 3:0-Führung in der Serie im Rücken noch in einer zu komfortablen Lage zu fühlen.

Ohne letzte Konsequenz im Abschluss blieben weitere Treffer aus – bis zur 13. Minute der Verlängerung. Da durften sich die Rosenstädter nach einem Crosscheck von Mikhail Flyagin zum vierten Mal in dieser Partie in Überzahl versuchen. Captain Antonio Rizzello kam an der blauen Linie an den Puck, machte zwei, drei Schritte Richtung Tor, hielt voll drauf – und fand die Lücke.

Special-Teams als Schlüssel zum Erfolg

Die Erleichterung auf Seiten der St. Galler darüber, den Sack schon bei erster Gelegenheit zugemacht zu haben, war riesig. Denn Martigny war auch gestern wieder ein sehr starker Gegner – und wäre wohl mit jedem Erfolgserlebnis noch stärker geworden. «Es könnte in dieser Serie nun genauso gut 2:2 stehen», zollte Lakers-Trainer Jeff Tomlinson dem Gegner grossen Respekt. Als einen der Hauptgründe dafür, dass es anders herausgekam respektive seiner Equipe ein «Sweep» gelang, sieht der Deutschkanadier das Boxplay seines Teams. Alleine gestern überstanden die Lakers sechs Strafen schadlos. Insgesamt vermochte Red Ice in der Serie nur eine seiner 17 Überzahlgelegenheiten zu nutzen (die Lakers 5 von 15). Zum Vergleich: Im Viertelfinal gegen Langenthal hatte Martigny noch 7 seiner 14 Treffer mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielt, respektive in 7 der 39 Powerplays getroffen. (zsz.ch)

Erstellt: 11.03.2016, 22:58 Uhr

Telegramm

NLB, Playoff-Halbfinal (best of 7), Spiel 4 (Endstand: 0:4);

Martigny – SCRJ Lakers 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1) n.V.
Forum. 2689 Zuschauer. SR Boverio/Erard, Huguet/Progin. – Tore: 10. Geyer (Hügli, Clark/Ausschluss Lakhmatov) 0:1. 33. Knoepfli (Brügger, Balej) 1:1. 73. Rizzello (Clark, Geyer/Ausschluss Flyagin) 1:2. – Strafen: 4×2 gegen Red Ice Martigny, 6×2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers. – Red Ice Martigny: Waeber; Michael Zanatta, Luca Zanatta; Currit, Flyagin; Borlat, Marti; Vermeille; Balej, Brügger, Knoepfli; Starkov, Marchon, Franzén; Dimitri Malgin, Rexha, Lakhmatov; Zorin, Brem, Dähler; Colin Loeffel. – Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Blatter, Geyer; Profico, Lüthi; Zangger, Grossniklaus; Grieder, Sataric; Hügli, Clark, Rizzello; McGregor, Mason, Schommer; Kuonen, Schlagenhauf, Schmutz; Thöny, Vogel, Hüsler. – Bemerkungen: Martigny ohne Gailland, Tanner, Wyssen (alle verletzt), David Wildhaber und Yannick Wildhaber (beide überzählig); Rapperswil-Jona ohne Aulin, Frei, Högger (alle verletzt), Auriemma, Bader, Grigioni, Schaub, Tkachenko (alle überzählig) und Brandi (Wetzikon). Schüsse: 46:31 (10:6, 17:11, 13:9, 6:5).

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