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Jetzt muss sich die SVP in die Pflicht nehmen lassen

Als wohltuend langweilig könnte man den gestrigen Bundesratswahltag ­bezeichnen. Weder Geheimpläne noch plötzlich auftauchende Sprengkandidaten störten das Prozedere.

Der seit Anfang Woche als Favorit gehandelte Guy Parmelin setzte sich schon im ersten Wahlgang klar an die Spitze, verpasste die Wahl im zweiten hauchdünn und setzte sich dann im dritten souverän durch. Für ihn gab wohl den Ausschlag, dass ihm die Bundesversammlung am ehesten zutraut, sich kollegial in die Landesregierung einzu­fügen. Dass er wenig Erfahrung in einer Exekutive und auf internationalem Parkett vorweisen kann, hat das Parlament nicht gestört.

Zur wiedergefundenen ­Harmonie unter der Bundeshauskuppel passte, dass vor Parmelin die sechs wieder kandidierenden Regierungsmitglieder teilweise mit Glanzresultaten in ihren Ämtern bestätigt worden sind. Keine ­Partei versuchte den Vertretern einer ­anderen einen Denkzettel zu verpassen. Konkordanz also, wie sie im Lehrbuch steht: Die drei grössten Parteien stellen zwei, die kleinste ein Bundesratsmitglied.

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