Rapperswil-Jona

Rätselraten um zweiten Wahlgang

Vier Kandidaten treten am 25. September fürs Stadtpräsidium an. Gut möglich, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt. Gerüchte, wer antreten könnte, gibt es zuhauf.

Vier Kandidaten treten am 25. September fürs Stadtpräsidium an. Gut möglich, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt. Gerüchte, wer antreten könnte, gibt es zuhauf.

Vier Kandidaten treten am 25. September fürs Stadtpräsidium an. Gut möglich, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt. Gerüchte, wer antreten könnte, gibt es zuhauf. Bild: Manuela Matt

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Der amtierende Stadtpräsident Erich Zoller (CVP) muss im ersten Wahlgang gegen die drei Parteilosen Felix Hof, Bruno Hug und Stefan Ritz antreten. Ob er sich wie vor vier Jahren im ersten Wahlgang durchsetzen kann - damals sogar gegen fünf Konkurrenten - scheint zumindest fragliech. «Die Wahlen sind spannend wie nie», sagt einer, der es wissen muss. Martin Stöckling, früherer FDP-Ortsparteipräsident, ist selbst Kandidat für einen Sitz im siebenköpfigen Stadtrat. Und es werden ihm sogar Ambitionen fürs Stadtpräsidium nachgesagt, so zum Beispiel im Regionaljournal von Radio SRF.

Zurückhaltung überall

Alles ein Gerücht? Er habe auch davon gehört. Es stecke aber nichts dahinter, erklärt Stöckling, der sich nur als Parteivertreter und nicht persönlich dazu zitieren lassen möchte. Die FDP unterstütze im ersten Wahlgang den amtierenden Stadtpräsidenten. «Er hat Chancen, gewählt zu werden.» Und danach? «Weitere Gedankenspiele gibt es nicht.»

Einer, dessen Namen im Zusammenhang mit einem zweiten Wahlgang fürs Stadtpräsidium schon mehrfach fiel, ist Michael Götte, Gemeindepräsident von Tübach und SVP-Kantonsrat. Manch ein Wähler, der sich für keinen der vier Kandidaten vom ersten Wahlgang erwärmen kann, wird auf eine neue Auswahl im zweiten hoffen. Felix Hof hatte bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur betont, dass er sich, falls Götte im zweiten Wahlgang antreten würde, zurückzöge.

Götte lässt eine Tür offen

Ob Götte allerdings tatsächlich ins Rennen steigt am 6. November, ist fraglich. Er hat, wie er selber sagt, seinen Lebensmittelpunkt in Tübach und verspürt «heute und morgen keinen Drang zum Wechseln.» Auch sein neuer Job als Leiter kantonale Politik bei der Industrie- und Handelnskammer St. Gallen-Appenzell möchte er nicht aufgeben. Ein grosses Hindernis wäre für ihn, dass er Tübach, wo er seit zehn Jahren Gemeindepräsident ist, so kurz nach der Wiederwahl den Rücken kehren müsste.

Alles in allem viele Gründe, die gegen eine Kandidatur sprechen. Ganz zuschlagen will Götte diese Tür aber nicht. Als Politiker gelte es auch immer offen zu sein. Rapperswil-Jona sei eine spannende Stadt. Dass er aber im Falle eines zweiten Wahlgangs sicher ins Rennen steigen würde, dem sei bei weitem nicht so. «Ich werde am 25. September sicher nicht zuhause wartend auf ein Telefon aus Rapperswil-Jona spekutlierent», meint Götte schmunzelnd. In Tübach, der 1000-Seelen Gemeinde zwischen Rorschach und Arbon, hörte man bislang offenbar nichts von den Gerüchten. Wohl auch, weil das Stadtpräsidium für Götte aktuell tatsächlich nicht an erster Stelle steht.

Zeis wartet Resultat ab

Für SVP-Ortsparteipräsident Kurt Kälin, auch er selbst Kandidat für einen Sitz im Stadtrat, ist klar, dass vor dem ersten Wahlgang nicht über einen zweiten spekuliert wird. Die SVP hat für den ersten Wahlgang Stimmfreigabe beschlossen. Sein eigenes Abschneiden als Stadtratskandidat sei dann wohl Stimmungsbarometer, wie die SVP in der Wählergunst dastehe, meint er. Mit Götte habe mein keinen Kontakt gehabt und rechne demzufolge auch nicht unbedingt damit, dass er im zweiten antreten würde.

Ebenfalls im Gespräch für einen zweiten Wahlgang ist Tunnelkritiker Hubert Zeis. Er will eine Kandidatur nach wie vor nicht ausschliessen, macht aber alles vom Ergebnis des ersten Wahlgangs abhängig.

Erstellt: 13.09.2016, 18:03 Uhr

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