Adliswil

Polizei rettet eine Entenfamilie

Am Samstag leistete die Polizei einen ungewöhnlichen Einsatz. Kurz vor 13 Uhr ging die Meldung ein, dass sich eine Entenmutter mit ihren neun Jungtieren in Gefahr befinde.

Die Entenfamilie wurde auf der Tiefackerstrasse von der Polizei eskortiert.

Die Entenfamilie wurde auf der Tiefackerstrasse von der Polizei eskortiert. Bild: Stadtpolizei Adliswil

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Eine Entenfamilie löste am Samstag gemäss einer Mitteilung der Stadtpolizei Adliswil einen Einsatz aus. Eine Patrouille der Polizeien aus Rüschlikon und Adlis­wil wurde zur Mittagszeit an die Tiefackerstrasse gerufen, weil die gefiederten Tiere auf der Strasse herumirrten. «Die Polizisten stellten vor Ort fest, dass sich die Entenmutter mit ihren Jungen mittlerweile in einem Gebüsch versteckt hatte», heisst es in der Mitteilung. Es habe jedoch die Gefahr bestanden, dass die Tiere erneut auf die Fahrbahn ­gelangen könnten. In der Folge lockte die Polizeipatrouille zusammen mit Anwohnern die Tiere aus dem Gebüsch und eskortierte sie auf dem Trottoir in Richtung Sihl. Dabei wurde klar, warum die Entenfamilie kaum vorwärtsgekommen war: Eines der Jungtiere hatte ein lahmes Bein und war deutlich langsamer als die Geschwister – «die Mutter passte das Tempo deshalb an, da sie die Schar zusammenhalten wollte», schreibt die Polizei.

Dramatische Situation

Regelrecht dramatisch sei die Situa­tion geworden, als die Jungtiere der Mutter in einen Kellerabgang gefolgt waren und von dort aus eigener Kraft nicht mehr wegkamen. Eine Rettungsaktion wurde nötig. Die Jungtiere mussten eingefangen werden und wurden sorgfältig in eine Kiste, welche ein Anwohner zur Verfügung stellte, gelegt. «Die Entenmutter beobachtete das Treiben aufgeregt und folgte dem Polizisten mit den laut piepsenden Jungtieren in Richtung Sihl», heisst es weiter. Dafür musste der Verkehr auf der Zürichstrasse kurzzeitig angehalten werden. Am Sihlufer angekommen, wurden die Entenjungen wieder freigelassen. Die Mutter wartete bereits im kühlen Nass auf ihren Nachwuchs. Wieder vereint, liessen sie sich zufrieden sihlabwärts treiben. (lm)

Erstellt: 18.06.2017, 14:52 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!

Kommentare