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Orchester vom See präsentiert anspruchsvolles Programm

Dreimal Beethoven und zweimal kurz Fritz Stüssi. So lautete das anspruchsvolle Programm des jungen Orchesters vom See. Es spielte dieses Wochenende gleich zweimal in der ­Zürichseeregion.

Der junge Dirigent Raphael Honegger schlägt während Beethovens achter Sinfonie ein ehrgeiziges Tempo an.
Der junge Dirigent Raphael Honegger schlägt während Beethovens achter Sinfonie ein ehrgeiziges Tempo an.
Tobias Humm

Den Anfang des Konzerts machte Beethovens «Prometheus-Ouvertüre». Sie eröffnet mit Paukenunterstützung furios, doch lädt sie bald auch zum Träumen ein. Schmissig und exakt spielte das Orchester vom See auf. Es ­besteht zum grössten Teil aus jungen Berufsmusikern. Dazu kommen einige Musikstudenten.

Der Orchesterklang überzeugte und machte gespannt auf das, was folgen sollte. Und das war mit zwei gewichtigen Werken Ludwig van Beethovens ziemlich ehrgeizig. Zuerst Beethovens drittes Klavierkonzert Opus 37 in c-Moll mit der jungen Herrliberger Pianistin Nicole Loretan. Lange muss sie bei diesem Konzert auf ihren Einsatz warten, doch dann zeigte sie ihr Können. Sorgfältig ausgearbeitet kam das Stück daher, und die Pianistin zeigte ihre Virtuosität genauso wie ihre lyrischen Qualitäten. Transparent und durchhörbar spielte sie den Klavierpart, begleitet von einem Orchester, das jederzeit auf der Höhe seiner Ansprüche spielte. Dieses hat in den acht Jahren seines Bestehens eine starke Entwicklung gezeigt. Am Wochenende spielten die Musiker erst in Wädenswil und dann in Herrliberg. Ein weiteres Konzert folgt morgen Dienstag in der Kirche St. Peter in Zürich.

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