Bildung

Nur noch drei Gymi-Standorte im Gespräch

Das Blattmann-Areal in Wädenswil ist als Standort für das Gymnasium Zimmerberg vom Tisch. Zur Wahl bleiben ein Areal in der Au und zwei in Horgen.

Kommen als mögliche Gymi-Standorte noch in Frage: Die Allmend in Horgen, der Au-Parc in der Au und das Grob-Areal in Horgen (von links).

Kommen als mögliche Gymi-Standorte noch in Frage: Die Allmend in Horgen, der Au-Parc in der Au und das Grob-Areal in Horgen (von links). Bild: Steve Springer

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Die Auswahl wird kleiner: Für das neue Gymnasium Zimmerberg standen bisher zwei Standorte in Wädenswil, einer davon in der Au, und zwei Standorte in Horgen zur Auswahl. Jetzt sind es nur noch drei. Auf dem Areal der Firma Blattmann an der Seestrasse 205 in Wädenswil werden auch in Zukunft Stärke und Glukose für die Lebensmittelindustrie produziert und nicht Mittelschüler ausgebildet. Die Bildungsdirektion begründet den Entscheid gegen das Blattmann-Areal mit dessen Grösse: «Das Grundstück ist für eine Mittelschule zu klein», sagt Wolfgang Annighöfer, Leiter Finanzen und Bauten der Bildungsdirektion. Das Blattmann-Areal hat eine Nutzfläche von 12 000 Quadratmetern. Die Vorgabe des Kantons ist jedoch ein Standort, der 15 000 Quadratmeter Geschossfläche ermöglicht. Frühestens ab 2022 sollen am neuen Standort mehr als 1000 Jugendliche zur Schule gehen.

Erreichbarkeit spielt Rolle

Die restlichen drei Standorte erfüllen laut Wolfgang Annighöfer die Vorgaben des Kantons bezüglich Grösse. Der Au-Parc mit einer Grundstücksfläche von 43 000 Quadratmetern liegt in Gehdistanz zum Bahnhof Au. Die Eigentümerin, die Intershop Holding, will auf dem Areal eine Überbauung mit Wohnungen und Gewerbe mit Bezug im Jahr 2022 erstellen, hält sich jedoch die Option für eine Mittelschule offen. «Das Konzept ist so ausgelegt, dass es die Standorts-Anforderungen für eine Kantonsschule Zimmerberg erfüllen kann», schreibt die Intershop Holding auf ihrer Website.

Für die Immobiliengesellschaft Mobimo hingegen ist ein Gymi auf ihrem Areal an der Seestrasse in Horgen nur die zweite Wahl: Die Mobimo plant auf dem 15 000 Quadratmeter grossen ehemaligen Grob-Areal drei Minuten vom Horgner Bahnhof entfernt ein Dienstleistungs- und Gewerbezentrum mit dem Namen Seehallen. Laut Marion Schihin, Kommunikationsverantwortliche der Mobimo, ist der Umbau und die Sanierung des Gewerbehauses zwar noch nicht bewilligt. Die Erlaubnis für Zwischennutzungen sei jedoch erteilt und der Gestaltungsplan Meilenwerk mit Beschluss vom 29. August aufgehoben worden. Die Mobimo hat vor, das Gewerbezentrum Anfang 2018 zu eröffnen.

Ob die Mobimo bereit wäre, ihre Pläne über den Haufen zu werfen, macht Marion Schihin vom Standortentscheid des Kantons abhängig: «Wir möchten vor dem Entscheid nicht spekulieren, Gesprächen werden wir uns jedoch nicht verschliessen.»

Das einfachste Spiel hätte der Kanton auf der Horgner Allmend oberhalb der Kehrrichtverbrennungsanlage: Das Land gehört dem Kanton bereits und im Richtplan ist eine Mittelschule eingetragen. Diese wäre hochwillkommen: Drei Horgner Sportvereine haben sich zusammengeschlossen und privat eine Initiative für einen Campus Horgen lanciert. Sie wollen auf dem 117 000 Quadratmeter grossen Allmend-Areal (entspricht mehr als 16 Fussballfeldern) verschiedene Gebäude für die Bereiche Bildung, Sport, Freizeit und Kultur realisieren. Finanziert werden soll der Campus durch Investoren. Gemeinde und Kanton wären Mieter.

Der Wermutstropfen: Die Horgner Allmend ist von den möglichen drei Standorten für eine Mittelschule die am schlechtesten erreichbare.

Entscheid erst Ende Jahr

Während am rechten Seeufer die Uetiker bereits über das Finanzierungsmodell für den Landkauf diskutieren, zögert sich der Entscheid über den Standort am linken Ufer weiter hinaus. Ursprünglich wollte der Regierungsrat die Lage der neuen Mittelschule Ende 2015 verkünden. Daraus wurde Sommer 2016, dann September. Nun soll der Entscheid im Dezember oder Januar fallen, wie Wolfgang Annighöfer auf Anfrage mitteilt. Grund dafür seien weitere Diskussionen darüber, was machbar sei und was nicht.

Erstellt: 27.09.2016, 17:55 Uhr

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